Schloss über einer Stadt am Fluss

Ortsgruppe Tübingen

Titelbild: Tübingen, Ansicht vom oberen Neckar aus, um 1855. Von Adam Gatternicht – Universitätsbibliothek Tübingen, Gemeinfrei, Link

Unsere Gruppe hat rund 350 Mitglieder. Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Denkmalpflege, Naturschutz sowie Pflege der Kulturlandschaft und reichen über das Stadtgebiet Tübingens in die nähere Umgebung hinaus. Bei unserer Arbeit profitieren wir von der Schmidmaier-Rube-Stiftung, in der auch das Vermächtnis unseres Tübinger Mitbürgers Dr. Peter Helge Fischer aufgegangen ist. Aus den Erträgnissen dieser Stiftung konnten bereits viele unserer Denkmal-Projekte finanziert werden – darunter vor allem der Erwerb und die Renovierung der Haaggasse 26b in Tübingen. Das Gebäude ist seit 2007 an den Club Voltaire vermietet und dient auch unserer Ortsgruppe als Treffpunkt.

Ortsbild und Denkmalpflege

Titelbild eines Faltblatts
Das Jahresprogramm 2022 der Ortsgruppe Tübingen zum Herunterladen als pdf-Datei.

Die Entwicklung in der im Zweiten Weltkrieg unzerstört gebliebenen und vorbildlich restaurierten Altstadt von Tübingen mit ihrer lebendigen Mischung aus Wohnen, Handel, Gastronomie und Universität kritisch zu kommentieren und konstruktiv zu begleiten, ist ein Arbeitsschwerpunkt der Ortsgruppe Tübingen. Denn das einzigartige Ensemble ist zunehmend gefährdet durch leichtfertigen Umgang mit der historischen Substanz und einer Übernutzung durch Tourismus und Freizeitverhalten.

Der Beirat der Ortsgruppe versteht sich als kritischer Beobachter und Begleiter der städtischen Entwicklungen. In der Lokalpresse nehmen wir regelmäßig Stellung zu aktuellen Themen. Darunter: Ersatz des vielgestaltigen Pflasters durch Granit aus China, Zerstörung statt Restaurierung des historischen Stadtparks oder Maßnahmen gegen die sich ausbreitende Graffitiplage.

Zwei unserer Mitglieder (Feldtkeller/Marstaller) vertreten unsere Anliegen in der städtischen Projektgruppe „Stadtbildsatzung“, in der Revision der Stadtbildsatzung droht.

Im Sommer 2021 veröffentlichten wir eine Stellungnahme zum Thema: Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn. Aus der Satzung unserer Vereins abgeleitet, verpflichtet dem Denkmal- und Naturschutz, hat sich der Beirat der Ortsgruppe mehrheitlich für ein Nein zur Innenstadtstrecke ausgesprochen. Bei dem Bürgerentscheid in Tübingen am 26.9.2021 stimmte eine klare Mehrheit der Bürgerschaft gegen das Projekt.

Das Veranstaltungsprogramm hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Wir versuchen, mit lokalen Veranstaltungen ein Bewusstsein für das historische Erbe zu wecken und für den Erhalt und die Wertschätzung von Kulturdenkmalen zu werben, über die städtische/dörfliche Identität entsteht. So haben wir z.B. bereits Führungen zu einzelnen Tübinger Straßen angeboten und es läuft eine Reihe von (bau-)historischen Führungen zu den Tübinger Teilorten.

Naturschutz und Pflege der Kulturlandschaft

Die Landschaft rund um Tübingen ist bis heute von den Resten der jahrhundertelangen Weinbautradition geprägt, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weitgehend zum Erliegen kam. Die Südhänge entlang des Schönbuchrandes und am Spitzberg weisen noch Weinbergmauern und -staffeln auf, die mit offenen Flächen eine sehr hohe Biodiversität haben.

Das Neckartal selber war durch den sogenannten Wöhrd und seine Alleen geprägt. Der Streit um den Erhalt der Alleen zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat als sogenannter Alleenstreit mittelbar zur Gründung des Schwäbischen Heimatbundes geführt.

Die Ortsgruppe setzt sich ein für den Erhalt der Reste der historischen Kulturlandschaft, der letzten Alleen, namentlich der Platanenallee, der städtischen Parkanlagen und des historischen Stadtfriedhofes. Sie besitzt eigene Liegenschaften am Spitzberg, deren Pflege unter Naturschutzgesichtspunkten aktuelle Aufgabe ist.

In memoriam

Die Ortsgruppe Tübingen trauert um ihr langjähriges Mitglied Ursula Zöllner (1937-2021). Ursula Zöllner leitete die Ortsgruppe lange Jahre und setzte viele Impulse. Federführend und mit juristischem Sachverstand wirkte sie an der Tübinger Stadtbildsatzung während der Stadtsanierung mit, ebenso bei der Sanierung des Kornhauses. Sie setzte sich mit dem SHB für die Wiedereröffnung des Alten Stadtfriedhofes ein und engagierte sich zuletzt noch in der „Bürgerinitiative Wilhelmsvorstadt“, die den Abriss der denkmalgeschützten Baumgarten-Mensa verhindern konnte. Unser früherer Vorstand der Ortsgruppe, Frieder Miller, würdigte sie in einer bewegenden Rede während des Trauergottesdienstes und sprach unseren großen Dank aus.

Jahresprogramm 2022 | Die nächsten Veranstaltungen der Ortsgruppe Tübingen

Das Veranstaltungsprogramm für 2022 geht im Laufe des April in den Druck und wird den Mitgliedern per Post zugesandt. Sie finden alle Termine und Informationen auch auf dieser Seite und in einem Faltblatt zum Herunterladen.

Keine Veranstaltungen

Frühere Veranstaltungen im Jahresprogramm

Hinweise zu den Veranstaltungen

Es gelten die Reisebedingungen des Schwäbischen Heimatbundes e.V. Stuttgart, insbesondere für den Rücktritt nach Anmeldeschluss (10 %) oder einen Tag vor Reisebeginn oder Nichtantritt (90 %). Zahlungen können unbar auf das IBAN-Konto überwiesen werden. Während der Reise ist auch Barzahlung möglich.
Weitere Informationen über unsere vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen erhalten Sie gerne direkt bei der Ortsgruppe.

Die Bankverbindung der Ortsgruppe für die Veranstaltungen lautet: DE39 6415 0020 0001 1242 53 bei der KSK Tübingen.

Vorstand der Gruppe

Vorsitz

Derzeit führt ein Kollegialvorstand die Ortsgruppe, bestehend aus den beiden nachstehenden Personen. Für Ihre Anfragen, Zuschriften etc. wenden Sie sich bitte an Herrn Prof. Henner Mergenthaler

Prof. Henner Mergenthaler
Talstr. 1, 72072 Tübingen
Tel. 07071 73353 | E-Mail senden

Udo Rauch
Denzenbergstr. 61, 72074 Tübingen
Tel./Fax 07071 22151

Beirat

Dr. Julia Feldtkeller, Albert Füger, Gabriele Huber, Tilmann Marstaller M.A., Dr. Walter Springer

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