Ausgrabungsstätte mit alten Mauern

Regionalgruppe Nürtingen

Titelbild: Die Erforschung Villa Rustica in den “Seelen” gehört zu den größten Aufgaben der Gruppe | Foto: Wikipedia / Schwäbin, lizensiert unter CC BY 3.0

Der Schwäbische Heimatbund hat sich dazu verpflichtet, die naturgegebenen und kulturellen Grundlagen unserer württembergischen Heimat zu erhalten und zu stärken. Die rund 170 Mitglieder unserer Ortsgruppe haben sich seit jeher für diese Ziele tatkräftig eingesetzt.

Die Erforschung von Bodendenkmalen ist unsere Spezialität. Seit der Entdeckung der römischen Überreste im Neubaugebiet ‘In den Seelen’ in Oberensingen pflegen wir engen Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Eine archäologische Gruppe unter dem Namen ARG’NTA (argenta) läßt keine Baugrube unbeobachtet, dokumentiert die Befunde und birgt die geschichtlichen Reste.

Unsere Mitglieder machen Stadtführungen, erläutern die römische Vergangenheit in der konservierten villa rustica in Oberensingen, führen durch den Alten Friedhof mit seinen bedeutenden Epitaphen und leiten Wanderungen zu den keltischen Denkmalen unserer Umgebung. Über Vorträge versuchen wir, den Bürgerinnen und Bürgern stadt- und landschaftsbezogene Themen und unsere ehrenamtliche Tätigkeit nahezubringen. Diese kostenlosen Veranstaltungen finden regelmäßig im Stadtmuseum statt.

Zu unseren besonderen Erfolgen der letzten Jahre gehören:

  • Entdeckung und Ausgrabung einer römischen Töpferei zur Herstellung von Terra Sigillata Geschirr. Die Funde wurden präsentiert in der Ausstellung im Stadtmuseum Die Manufaktur des Verecundus und in der Landesausstellung Imperium Romanum in Stuttgart (2005).
  • Villa rustica, Oberensingen: Unterstützung bei den Ausgrabungen, zwei Führungen jährlich, Restaurierungen, bisher drei Römerfeste (1998, 1999, 2001).
  • Archäologische Untersuchungen im Stadtgebiet. 2003: Ergrabung und Untersuchung vorstädtischer Siedlungsreste und von Teilen der Stadtbefestigung. | 2002: Untersuchung und Dokumentation der Ursprünge Oberensingens (8.-14. Jhd.)
  • Sonderaktionen zum Gewinn von Spenden (1985-87: Hungerbild, 1989-91: Römerspende, 1999-2000 Epitaphe, 2001: Stadtkirche).
  • Engagement beim Erhalt und bei der Sanierung der Teufelsbrücke (2012–2014).

Programm 2020

DatumVeranstaltung
März bis OktoberWohnhaus am Wehrgang | Otto Zondler Gedenkstätte
im Blockturm, Nürtingen, Turmstraße 10
Führungen von März bis Oktober, jeweils am 2. Sonntag im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr
Die 2011 vom Schwäbischen Heimatbund eröffnete Gedenkstätte für Otto Zondler gibt einen vielseitigen Einblick in Leben und Schaffen des Nürtinger Künstlers und Zeichenlehrers. Informative Texte, ein Film und eine Diaschau illustrieren die immer wieder wechselnde Ausstellung von Stadtansichten, Porträts und Skizzen des Malers.
Das mittelalterliche Wohnhaus ist das älteste Gebäude Nürtingens. Dendrochronologische Untersuchungen ergaben das Erbauungsjahr 1392.
Montag, 17. Februar 2020, 19.00 Uhr“Von Freiheit und Zuflucht” – Das Friederikenheim in Oberensingen (Vortrag, Franka Rößner)
Stadtmuseum, Nürtingen, Wörthstraße 1
In Kooperation mit VHS Nürtingen, Stadtmuseum, Stadtarchiv
Kostenbeitrag: 4,00 €
Als Zufluchtsstätte zur Fürsorgeerziehung junger Frauen und Mädchen ist das Schlössle einem stetigen Wandel unterworfen gewesen, auch in pädagogischer Hinsicht. Sittlich gefallene Mädchen sollten zu brauchbaren Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden. Für die jungen Frauen oftmals eine äußerst traumatische Erfahrung. Im Vortrag zu Wort kommen sollen Betroffene und Mitarbeitende sowie Zeitzeugen aus Oberensingen. Das Menschenbild, besonders auch das Frauenbild der 1950er und 1960er werden kritisch beleuchtet und in die aktuelle Heimkinderdebatte eingeordnet.
Montag, 2. März 2020, 19.00 UhrMittelalterliches Fastnachtstheater – Zwischen friedlicher Ausgelassenheit und politischem Konflikt (Vortrag, Dr. Beatrice von Lüpke, Dr. Rebekka Noecker)
Stadtmuseum, Nürtingen, Wörthstraße 1
In Kooperation mit VHS Nürtingen, Stadtmuseum, Stadtarchiv
Kostenbeitrag: 4,00 €
Auch heute noch kommen zur Fastnacht, zum Fasching oder zum Karneval Menschen zusammen, um zu tanzen, zu singen und zu lachen, maßlos zu essen und zu trinken. Nicht selten werden politische und kirchliche Obrigkeiten aufs Korn genommen und gesellschaftliche Hierarchien im Rollentausch verkehrt. Mit den Schlagwörtern Exzess und verkehrte Welt charakterisieren Wissenschaftler auch die Fastnacht des Mittelalters. Teils verstehen sie dieses Fest als ordnungsstabilisierend, weil es ein Ventil für angestaute Aggressionen sein konnte; teils interpretieren sie die Fastnacht als Bedrohung, weil Brauchformen nicht selten zu offenen Gewaltausbrüchen eskalieren und kritische Gedanken unverblümt geäußert werden konnten.
Diesem doppelten Charakter der Fastnacht gehen auch Dr. Beatrice von Lüpke und Dr. Rebekka Nöcker anhand von mittelalterlichen Schauspielen und Chroniken nach.
Mittwoch, 25. März 2020, 19.00 UhrMitgliederversammlung der Regionalgruppe
Bürgertreff, Rathaus Nürtingen (nicht wie ursprünglich mitgeteilt im Schlachthof)
“Der Mutter Wohnungen” (Öffentlicher Vortrag, Reinhard Tietzen, Stadtarchivar)
Erst 1918 hat der Stadtchronist Jakob Kocherder Mutter Haus – das Nürtinger Wohnhaus der Familie Friedrich Hölderlins – identifiziert. Wo die verwitwete Kammerrätin später wohnte, nachdem sie das heutige Hölderlinhaus 1795 verkauft hatte, konnte er nur Mutmaßungen anstellen. Mit Hilfe der Steuerbücher lässt sich diese Frage jetzt sicher beantworten.
Im Anschluss: Mitgliederversammlung der Regionalgruppe Nürtingen mit Berichten aus der Arbeit und Aussprache.
Samstag, 25. April 2020, 14.00-17.00 UhrOffenes Mitgliedertreffen
Gaststätte Schlachthofbräu, Nürtingen, Mühlstraße 15
Anmeldung bis 13. April 2020: 0711 23942-0, fries@schwaebischer-heimatbund.de
Zu dieser Veranstaltung lädt der Vorstand des SHB ein. Sie bietet den Mitgliedern die Gelegenheit zum Austausch untereinander und zum Gespräch mit dem Vorstand, den Ausschüssen und den Orts- und Regionalgruppen. Für Imbiss und Getränke ist gesorgt.
Im Anschluss des Treffens bietet die Regionalgruppe Nürtingen eine Stadtführung zu Orten ihrer Arbeit, zu Brennpunkten aktueller Stadtentwicklung und zu Wirkungsstätten Friedrich Hölderlins an.
Sonntag, 26. April 2020, 15.00 UhrDie Villa rustica in den “Seelen” (Führung mit Erwin Beck und Dieter Metzger)
Veranstaltung der Stadt Nürtingen
Treffpunkt: Römervilla in Nürtingen-Oberensingen, Friedrich-Glück-Straße
Kostenbeitrag
Die Überreste der römischen villa rustica stammen aus dem 2./3. Jahrhundert n. Chr. Sie wurden 1988 bei der Erschließung des Baugebiets am nordöstlichen Hang des Galgenbergs entdeckt. Erwin Beck und Dieter Metzger waren an der Ausgrabung beteiligt. Sie vermitteln einen Eindruck der damaligen Situation und geben Einblicke in römische Kultur und das Leben vor 1.800 Jahren.
Montag, 27. April 2020, 19.00 Uhr150 Jahre Firma Hauber (Vortrag, Walter Michael Leuthe, Geschäftsführender Gesellschafter)
In Kooperation mit VHS Nürtingen, Stadtmuseum und Stadtarchiv
Firma Hauber, Nürtingen, Weberstraße 1
Kostenbeitrag: 4 Euro
Die Nürtinger Ferd. Hauber GmbH feiert im Jahr 2020 ihr 150 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gibt Walter Michael Leuthe, Einblick in die Geschichte des Unternehmens, das heute mit der Luisa Cerano GbmH im Mode- und mit der Sporlastic GmbH im Medizinproduktemarkt vertreten ist.
Donnerstag, 7. Mai 2020, 19.00 UhrHeimatkunde im Zeitalter der Datenverarbeitung – wie digitale Geländemodelle unsere Sicht auf das Albvorland verändern (Vortrag, Prof. Dr. em. Helmut Seyfried, ehemaliger Direktor des Instituts für Planetologie der Universität Stuttgart)
Bürgertreff Nürtingen
Eintritt frei
Im März 2019 erschien der reich illustrierte Band Der Südwesten im digitalen Geländemodell eine neuzeitliche Landschaftskunde auf der Grundlage der hochauflösenden Geobasisdaten von Baden-Württemberg. Das Buch lädt dazu ein, mit der hochauflösenden Brille durchs Land zu streifen, Bekanntes zu entdecken, aber auch vieles, das zu erkunden sich lohnt – von den kleinen Dingen bis hin zu den großen Zusammenhängen und dem Blick in die Tiefe der Zeit. Nach einem Überblick über die LiDAR-Methode werden Sie in der einleitenden Rundtour durch Baden-Württemberg sehen, wie man mit unterschiedlichen Perspektiven, Beleuchtungsrichtungen, Höhenfärbungen und besonders mit Überhöhung geologische Zusammenhänge sichtbar machen kann, die aus Luftbildern, Satellitenbildern oder topographischen Karten nur begrenzt herauszulesen sind. Im Hauptteil folgen Beispiele aus dem Albvorland; Sie werden diesen Raum sowohl aus landschaftsgeschichtlicher als auch aus flussgeschichtlicher Sicht neu entdecken. Zum Schluss zeigen einige krasse Fälle, was Flurbereinigung und geduldeter Landraub aus unserer einstens lieblichen Landschaft gemacht haben.
Mittwoch, 13. Mai 2020, 9.30 UhrMit Hauff und Hölderlin rund um Nürtingen (Führung, Prof. Dr. Ulrich Müller)
Treffpunkt Bushaltestelle Hardt
Veranstaltung des Schwäbischen Heimatbundes e.V., Stuttgart
Anmeldung: 0711 23942-0 / reisen@schwaebischer-heimatbund.de
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung erforderlich
Kostenbeitrag
Das Dorf Hardt wurde durch den Pfeifer von Hardt bekannt, dem Wilhelm Hauff in seinem Roman Lichtenstein ein Denkmal setzte. Am Pfeiferbrunnen machen wir uns Gedanken welches Geschichtsbild Hauff vermitteln wollte und welche Rolle sein Roman Lichtenstein für das württembergische Geschichtsbewusstsein spielte.
Wir wandern zum Ulrichstein, in dem sich der Sage nach Herzog Ulrich verbarg, durch das Aichtal und hinauf zur Schillerlinde wo uns eine prächtige Sicht auf die blaue Mauer erwartet. Nach der Mittagspause schauen wir uns Nürtingens historische Altstadt an. Besonders werden wir uns mit Friedrich Hölderlin befassen, der vor 250 Jahren geboren wurde und in dieser Stadt seine prägenden Jugendjahre verbrachte.
Samstag, 16. Mai 2020, 8.00 UhrEhemalige Freie Reichsstadt Weil der Stadt – Magdalenenaltar in Tiefenbronn (Tagesfahrt, Leitung: Erich Traier)
In Kooperation mit der SHB Regionalgruppe Kirchheim u.T.
Anmeldung und Info: 07021 43671 – erich.traier@web.de
Treffpunkt: 8.00 Uhr Hallenbad Nürtingen
Kostenbeitrag: 35,00 – 45,00 Euro (nach Teilnahme)
Weil der Stadt, im Heckengäu an der Würm gelegen, war bis 1803 freie Reichsstadt. Nach den Reformationswirren war die Stadt seit der Gegenreformation eine katholische Enklave im protestantischen Herzogtum Württemberg. Seit dem Dreißigjährigen Krieg fast unverändert, zeigt das Städtchen noch sein historisches Gesicht mit engen, malerische Gassen und hochgiebeligen Fachwerkhäusern, überragt vom mächtigen Turm der Stadtkirche St. Peter und Paul. Der Reformator Johannes Brenz und der Astronom Johannes Kepler wurden hier geboren. Bei einer Stadtführung wird uns die Geschichte der Stadt lebendig dargestellt, und nach der mittäglichen Einkehr bringt uns der Besuch des Keplermuseums diesen bedeutenden Astronom und sein Werk näher. Nachmittags ist ein Besuch im nahen Tiefenbronn vorgesehen. In der Dorfkirche finden wir neben vielen Sehenswürdigkeiten auch den bedeutenden Magdalenenaltar des mittelalterlichen Malers Lucas Moser.
Samstag, 17. Mai 2020, 14.00 UhrDie Römer in den “Seelen” (Kinderführung) (Führung mit Kathrin Übele)
Veranstaltung der Stadt Nürtingen
Treffpunkt: Römervilla in Nürtingen-Oberensingen, Friedrich-Glück-Straße
Kostenbeitrag
Alle Kinder, die schon immer einmal wissen wollten, wie die Römer vor 1800 Jahren lebten, können sich auf diese Reise in die Vergangenheit freuen. Der Gutshof wurde Anfang des 2. Jh. n. Chr. erbaut und zählt zu den größten römischen Landgütern in Baden-Württemberg. Selbstverständlich darf auch der Rest der Familie an der spannenden Führung teilnehmen
Samstag, 13. Juni 2020, 8.30 UhrExkursion in die Steinzeit: Blaubeuren – Schelklingen (Hohler Fels) (Tagesfahrt, Leitung: Eberhard Roos)
In Kooperation mit der SHB Regionalgruppe Kirchheim u.T.
Anmeldung und Info:07022 34454 – eberhard.roos@googlemail.com
Treffpunkt:8.30 Uhr Bushaltestelle Ev. Kindergarten, Robert-Mayer-Straße, Nürtingen
8.45 Uhr Busbahnhof Kirchheim u.T.
Kostenbeitrag: 35 Euro Mitglieder, 40 Euro Nichtmitglieder
Die Exkursion führt zum Weltkulturerbe Hohler Fels bei Schelklingen, in der bedeutende steinzeitliche Figuren, wie die Venus vom Hohle Fels und das älteste Musikinstrument der Welt, eine über 42.000 Jahre alte Flöte aus Gänsegeierknochen gefunden wurden.
Bei der Führung durch eine der größten Höhlenhallen der Schwäbischen Alb werden uns die Fundstellen der eiszeitlichen Kunst gezeigt. Zu Mittag essen wir in Blaubeuren (auf eigene Kosten). Danach besuchen wir hier das URMU (Urgeschichtliches Museum) in dem uns bei einer Führung die steinzeitlichen Funde aus den Höhlen des Ach- und Lonetals gezeigt und erläutert werden.
Nach der Museumsführung besteht Gelegenheit noch dort zu verbleiben, einen Streifzug durch Blaubeuren zu machen, z.B. Besuch des Klosters mit dem berühmten Hochaltar und Chorgestühl, oder ein Café zu besuchen.
Für den Besuch der Höhle sind feste Schuhe und warme Kleidung (8°C) erforderlich. Bei der Anmeldung bitte angeben, ob Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen und Besuch des Cafés gewünscht werden (wegen Platzreservierung).
Rückkehr gegen 18:30 Uhr
Montag, 22. Juni 2020, 19.00 UhrDie Höhlen der Schwäbischen Alb und die Anfänge von Kunst und Musik (Vortrag, Prof. Nicholas Conard)
In Kooperation mit VHS Nürtingen, Stadtmuseum und Stadtarchiv
Nürtingen, Rathaus, Glashalle
Kostenbeitrag: 4,00 Euro
Nach dem Neandertaler, der unsere Region seit vielen Jahrzehntausenden bewohnt hatte, kam vor rund 42.000 Jahren der moderne Mensch entlang dem Donautal in das heutige Südwestdeutschland. Der Homo Sapiens brachte figürliche Kunst, Musik, zahlreiche technologische Innovationen sowie ein neues Glaubenssystem mit sich. Bald verdrängte er den Neandertaler aus ganz Europa. Der Vortrag schildert, wie, wann und warum Kunst, Musik und Religion entstand. Präsentiert werden die neuesten Forschungen aus dem UNESCO-Weltkulturerbe-Gebiet Ach- und Lonetal. Prof. Dr. Nicolas Conards Forschungsgebiet sind u.a. die Höhlen der Schwäbischen Alb. Dort gelangen ihm spektakuläre urgeschichtliche Funde wie das Mammut vom Vogelherd und die Venus von Schelklingen.
Samstag, 27. Juni 2020Mitgliederversammlung des SHB e.V. verschoben
Nähere Informationen beim Schwäbischen Heimatbund, Weberstraße 2, 70182 Stuttgart Tel.: 0711 23942-0 oder E-Mail: info@schwaebischer-heimatbund.de oder hier auf der SHB-Homepage.
Samstag, 25. Juli 2020, 14.00 UhrSpuren im Kirchert – von den Kelten bis heute (Führung, Revierförster Richard Höhn)
Treffpunkt:Parkplatz am Ende der Straße “Am Kirchert”, Roßdorf
Anmeldung: 07022 / 35687 – beckprof@t-online.de
Feste Schuhe nötig
Der Treffpunkt unserer Wanderung liegt direkt an einem Grabhügelfeld aus der Keltenzeit. Von dort gehen wir auf teilweise unbefestigten Wegen zum nächsten Gräberfeld in ca. 1,5 km Entfernung. Dann wenden wir uns in westliche Richtung und kommen auf einer Strecke von ca. 3,5 km überwiegend auf befestigten Wegen an neuzeitlichen Spuren von uns Menschen vorbei. Eine keltische Viereckschanze liegt auf der letzten Wegstrecke von ca. 1,5km.
Samstag, 25. Juli 2020Aktion Irrenberg
Mitfahrgelegenheit!
Die jährliche Heuet auf den vereinseigenen Flurstücken im Naturschutzgebiet Irrenberg-Hundsrücken dient der Offenhaltung der Landschaft und der Erhaltung der Artenvielfalt an einem besonderen Standort der westlichen Schwäbischen Alb. Verpflegung durch die Stadt Balingen.
Feste Schuhe und regenfeste Kleidung erforderlich.
Anmeldung: Tel. 07022 / 37876 – dieter.a.metzger@t-online.de
Informationen auch hier!
Samstag, 4. August 2020, 10.00 UhrDie Römer in den “Seelen” (Kinderführung) (Führung mit Kathrin Übele)
Veranstaltung der Stadt Nürtingen
Treffpunkt: Römervilla in Nürtingen-Oberensingen, Friedrich-Glück-Straße
Kostenbeitrag
Alle Kinder, die schon immer einmal wissen wollten, wie die Römer vor 1800 Jahren lebten, können sich auf diese Reise in die Vergangenheit freuen. Der Gutshof wurde Anfang des 2. Jh. n. Chr. erbaut und zählt zu den größten römischen Landgütern in Baden-Württemberg. Selbstverständlich darf auch der Rest der Familie an der spannenden Führung teilnehmen
Sonntag, 13. September 2020Tag des offenen Denkmals
Ensemble Blockturm und mittelalterliches Wohnhaus von 1392 (Führung)
Treffpunkt: 11.00 Uhr, Strohstraße 15
Alter Friedhof (Führung)
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Nordeingang
Das diesjährige MottoChance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken kann auch als Leitmotiv für die Zukunft des Alten Friedhofs am Neckar gelten. Trotz mancherlei Veränderungen ist die ehemalige Begräbnisstätte noch immer ein facettenreicher Spiegel der Nürtinger Geschichte. Grabsteine aus fünf Jahrhunderten erinnern an Persönlichkeiten, die zu ihrer Zeit nicht nur in Nürtingen, sondern teilweise auch im ganzen Land prägend gewirkt haben. Deshalb ist dieser Geschichtsort erhaltenswert und es lohnt sich, in Anbetracht der geplanten angrenzenden Baumaßnahmen seine Rolle neu zu denken. Im Rahmen eines ca. eineinhalbstündigen Gangs über den Friedhof sollen auch Nachfahren und Zeitgenossen der auf dem Friedhof Verewigten zu Wort kommen.
Samstag, 26. September 2020, 14.00 UhrOrtserkundung–Historisches Neckartenzlingen (Führung Leitung: Prof. Dr. Uwe Beck)
Anmeldung: 07022 35687 – beckprof@t-online.de
Führung: Prof. Helmuth Kern und Roland Kilgus
Abfahrt: 14.00 Uhr, Parkplatz Hallenbad Nürtingen
Treffpunkt: 14.15 Uhr, Melchiorhalle in Neckartenzlingen
Am Ortsrand von Dettingen und im Wald unterhalb des Hindenburghains Neckartenzlingen besitzt noch einer Reihe interessanter Kulturgüter sowie sehenswerte Bauten zur Nutzung der Wasserkraft. Ein Rundgang durch den Ort führt zum neu eingeweihten Wasserkraftwerk an der Erms und zu den alten Anlagen am Neckar, die der Stromerzeugung und dem Betrieb der Textilfabriken dienten. Besonders bedeutsam sind die St. Martins Kirche mit dem Pfarrhaus, die Fachwerkbauten großer bäuerlicher Hofanlagen sowie das Schloss außerhalb des Ortes.
Sonntag, 11. Oktober 2020, 15.00 UhrDie Villa rustica in den “Seelen” (Führung mit Erwin Beck und Dieter Metzger)
Veranstaltung der Stadt Nürtingen
Treffpunkt: Römervilla in Nürtingen-Oberensingen, Friedrich-Glück-Straße
Kostenbeitrag
Die Überreste der römischen villa rustica stammen aus dem 2./3. Jahrhundert n. Chr. Sie wurden 1988 bei der Erschließung des Baugebiets am nordöstlichen Hang des Galgenbergs entdeckt. Erwin Beck und Dieter Metzger waren an der Ausgrabung beteiligt. Sie vermitteln einen Eindruck der damaligen Situation und geben Einblicke in römische Kultur und das Leben vor 1.800 Jahren.
Samstag, 17. Oktober 2020, 14.00-17.00 UhrDie Bedeutung der Wasserkraft im mittleren Lenninger Tal (Führung mit Dr. Sabine Widmer-Butz, Historikerin)
Wegstrecke 5 km
Anmeldung: 07022 32395 – Ernst Grünzner
Treffpunkt:13.15 Uhr Bahnhof Owen / 12.45 Uhr Mitfahrgelegenheit: Bushaltestelle Hallenbad NT
Kostenbeitrag 5 Euro
Die herbstliche Wanderung führt von Oberlenningen aus lauterabwärts nach Owen. Im Mittelpunkt steht die Nutzung der Wasserkraft des kleinen Flusses, die zur wirtschaftlichen Entwicklung des Tals beitrug. Sie veränderte das Leben der ansässigen Bevölkerung und griff in die Landschaft nachhaltig ein.
Montag, 19. Oktober 2020, 19.00 UhrFranziska von Hohenheim – Landesherrin und Pietistin (Vortrag, Dr. Johannes Moosdiele-Hitzler)
Stadtmuseum, Nürtingen, Wörthstraße 1
In Kooperation mit VHS Nürtingen, Stadtmuseum, Stadtarchiv
Kostenbeitrag: 4,00 €
Mitten im konfessionellen Kampfgebiet zwischen dem lutherischen Spanien (Herzogtum Württemberg) und dem schwäbischen Rom (Dillingen als Sitz des Augsburger Fürstbischofs und der Universität der Jesuiten) gelegen, prägte sich hier eine ganz eigene konfessionelle Kultur aus, die alle Lebensbereiche erfasste und teils erstaunliche Blüten trieb. Religiös motivierte Auswanderungswellen nach Amerika (1751) und Russland (1821) und tumultartige Zustände durch die polarisierenden Lehren eines pietistischen Pfarrers (1793/96) wären hier zu nennen. Besonderen Reiz erhält die örtliche Geschichte durch Franziska von Hohenheim – Ehefrau Herzog Karl Eugens von Württemberg und prominenteste Pietistin ihrer Zeit -, die 1790 bis 1811 über Bächingen regierte und hier ihre religiösen Ideale in die Realität umzusetzen versuchte.
Im zweiten Teil des Vortrages geht Dr. Moosdiele auf die vielen Besuche – oft in Begleitung des Herzogs – von Franziska von Hohenheim im Oberensinger Schloss ein. Dieses Schloss hatte sie erworben und ihrer Mutter zur Wohnung überlassen. Hier wird Franziska von Hohenheim als Person von einer ganz anderen Seite beschrieben.
Dr. Moosdiele-Hitzler ist Träger des Gustav-Schwab-Preises 2019 des Schwäbischen Heimatbundes. Erfahren Sie mehr über den Preisträger.
Montag, 9. November 2020, 19.00 UhrOtto Umfrid und der Pazifismus in Württemberg (Vortrag, Dr. Manfred Schmid)
Stadtmuseum, Nürtingen, Wörthstraße 1
In Kooperation mit VHS Nürtingen, Stadtmuseum, Stadtarchiv
Kostenbeitrag: 4,00 €
Zu den aktuellsten gesellschaftspolitischen Problemen unserer Zeit gehören neben der Klimakrise oder der gerechten Gesellschaft auch die Fragen:Wie lässt sich eine Welt ohne Waffen schaffen? und Wie ist Frieden möglich? Zu den Ersten, die sich vor über 100 Jahren Gedanken zu diesen Fragen gemacht und für eine Lösung engagiert haben, gehörte der in Nürtingen geborene und vor 100 Jahren gestorbene Pfarrer Otto Umfrid. In dem Vortrag wird das Leben dieses unermüdlichen Friedenskämpfers beleuchtet sowie auf die pazifistischen Strömungen in jener Zeit eingegangen.
Samstag, 5. Dezember 2020Mitgliederversammlung des SHB e.V.
Nähere Informationen beim Schwäbischen Heimatbund, Weberstraße 2, 70182 Stuttgart Tel.: 0711 23942-0 oder E-Mail: info@schwaebischer-heimatbund.de oder hier auf der SHB-Homepage.

Bitte beachten!

Für die Reisen und Exkursionen der Orts-, Stadt- und Regionalgruppen gelten die Reisebedingungen des Schwäbischen Heimatbundes. Organisation und Durchführung erfolgt durch die Regionalgruppe Nürtingen.

Weitere Informationen über unsere vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen erhalten Sie gerne direkt bei der Ortsgruppe: Dieter Metzger, Schellingstraße 14/2, 72622 Nürtingen, Tel.: 07022 37876, E-Mail: dieter.a.metzger@t-online.de

Spenden

… bitte auf das Girokonto DE46 6115 0020 0056 0514 36 bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

Vorstand der Gruppe

Vorsitzender

Prof. Dr. Uwe Beck
Schellingstraße 35, 72622 Nürtingen
Tel. 07022 35687, beckprof@t-online.de

Weitere Vorstände

Dieter Metzger
Prof. Dr.-Ing. habil. Eberhard Roos

Schatzmeister

Lothar Döbler

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