Kirchenbauten der 1920er-Jahre II: Süßen Esslingen Stuttgart

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Kirchenbauten der 1920er-Jahre II: Süßen Esslingen Stuttgart

Reise Nr. 57

Leitung: Reinhard Lambert Auer M.A.

Mittwoch, 9. Oktober 2019 (Tagesfahrt)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.25 Uhr Plochingen, Bahnhof (nur Hinfahrt)

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Bei dieser Tagesfahrt wird das Thema des Kirchenbaus in der Zeit der Weimarer Republik nun ein weiteres Mal aufgenommen. In diesem Jahr stehen Kirchengebäude in und um Stuttgart im Fokus. Auch hier gingen aus den Debatten der "liturgischen Bewegung", die seit Ende des Ersten Weltkriegs in den beiden großen Konfessionen geführt wurden, bemerkenswerte Kirchen hervor. Ihre innovative architektonische Gestaltung - von der "expressionistischen Gotik" bis in das "Neue Bauen", den "Internationalen Stil" - und die hier verwirklichten neuen Raumkonzepte, die teilweise Entwicklungen vorausnehmen, die erst Jahrzehnte später durchgängig zum Tragen kamen, verdienen besonderes Interesse.

Programm:

Süßen (kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Planungen von Otto Linder, 1929 fertiggestellt; "Parabelkirche" - die besonderen Bogenstellungen sind ein Charakteristikum für Linders damalige Raumgestaltungen -, die rekonstruierte Farbigkeit im Innern macht die ganz eigene Atmosphäre der Kirche heute wieder erlebbar) - Esslingen (ev. Südkirche, ebenfalls noch in der Tradition der "expressionistischen" Architektur stehend, von Martin Elsaesser projektiert und 1926 fertiggestellt; seltene Umsetzung eines doppelten Raumprogramms unter einem Dach: streng ausgerichtete "Predigtkirche" und in mystisches Dunkel gehüllte "Feierkirche", größtenteils erhaltene Ausstattung der Erbauungszeit) - Stuttgart-Hedelfingen (ev. Kreuzkirche, vom Schweizer Architekten Paul Trüdinger in Bürogemeinschaft mit Hans Volkart; erster tatsächlich "moderner" Kirchenbau Württembergs, konsequent neue Bautechnik als Stahlskelettkonstruktion von 1929/1930, großzügiger und zugleich Nähe zwischen Gemeinde und Liturg schaffender Gottesdienstraum) - Stuttgart-Ost (kath. Pfarrkirche Herz Jesu, Planungen von Clemens Hummel, Errichtung in zwei Bauabschnitten 1921 und 1934; in seinem Außenbau als Basilika mit rundem, südländisch anmutendem Campanile noch historischen Vorbildern verpflichtet, stellt das Innere ein zeittypisches Raumprogramm dar, das allerdings noch lange bis in die 1950er-Jahre fortwirkte, originale Ausstattung aus dieser Zeit) - Stuttgart-Nord (kath. Pfarrkirche St. Georg, Planungen von Hugo Schlösser, errichtet 1929-1930; "modernes" Erscheinungsbild, vor allem außen in seinen kubischen Massen des dunklen Klinkerbaus, ursprünglich noch mit flacheren Dächern von Turm und Langhaus, basilikaler Innenraum, Formen expressionistischer Gotik in der ehem. Taufkapelle) - Stuttgart-Nord, Killesberg (ev. Brenzkirche, Planungen von Alfred Daiber, 1933 eingeweiht; in unmittelbarer Nachbarschaft zur Weißenhof-Siedlung repräsentierte diese Kirche mit ihren flachen Dächern, großen Fensterflächen, heller Farbigkeit und multifunktionaler Raumkonzeption genuin die zukunftsoffene Auffassung des "Neuen Bauens". Auf Veranlassung der Nationalsozialisten 1939 jedoch "arisierende" Verunstaltung des Außenbaus und später im Wiederaufbau auch Veränderungen im Innenraum).

Leistungen:

Preis:

€ 78, pro Person

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