Der Kanton Thurgau. Das Mostindien der Schweiz

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Der Kanton Thurgau. Das Mostindien der Schweiz

Reise Nr. 41

Leitung: Dr. Benigna Schönhagen und Prof. Dr. Wilfried Setzler

Freitag, 21. Juli, bis Sonntag, 23. Juli 2017 (3 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.50 Uhr Tübingen, Busbahnhof

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"Gemütliche Bauerndörfer, stille Wälder, zahlreiche Obstkulturen und Rebgüter prägen im Zusammenspiel mit dem Bodensee die reizvolle, von Flüssen durchzogene grüne Landschaft des Kantons Thurgau, Mostindien und Schlaraffenland der Schweiz. Kleine mittelalterlich anmutende Städte, prächtige Schlösser und alte Burgen versetzen den Besucher in die Geschichte vergangener Zeiten und dies abseits der großen Touristenströme."

Mit solchen und ähnlichen Sätzen präsentiert sich der Kanton im Internet – nicht zu Unrecht: Er hat eine Indien ähnelnde geographische Form und verfügt tatsächlich, eingebettet zwischen Bodensee und Schweizer Voralpen, über eine ausgesprochen abwechslungsreiche und reizvolle Landschaft.

Nicht minder interessant und spannend ist die Geschichte des Kantons Thurgau, der seinen Namen dem Fluss Thur und der karolingischen Reichsgliederung in Grafschaften bzw. Gaue verdankt. Um die Herrschaft dieses "reichsunmittelbaren" Territoriums kämpften die Bischöfe von Konstanz, die Habsburger und zahlreiche lokale "Größen" wie die Klöster Reichenau und St. Gallen. Als "Hinterland" und Versorgungsbasis spielte der Thurgau eine wichtige Rolle in der Zeit des Konstanzer Konzils. 1460 schließlich eroberten sieben eidgenössische Orte (heutige Kantone) die Grafschaft und verwalteten sie als "Untertanenland" gemeinsam durch Landvögte, die ihren Sitz in der heutigen Kantonshauptstadt Frauenfeld hatten. Erst im Zusammenhang mit den Napoleonischen Reformen kam es Anfang des 19. Jahrhunderts zur Gründung des eigenständigen Kantons Thurgau als gleichberechtigtes Mitglied des neuen Schweizer Bundesstaates. All dies hat eindrucksvolle Zeugnisse der Vergangenheit hinterlassen, die eine Reise wert sind.

Programm:

1. Tag: Am und auf dem Bodensee: Stuttgart – Tübingen – Gottlieben (Schloss, ehemalige bischöfliche Residenz, die zur Zeit des Konstanzer Konzils prominente Gefangene beherbergte, u. a. 1415 den böhmischen Reformator Johannes Hus) – Kreuzlingen (kleiner Stadtrundgang: Kloster, Schloss Giersberg vom Kloster Zwiefalten gebaut) – Münsterlingen (ehemalige Klosterkirche 1125 für Augustinerinnen gegründet; in der Nähe bei Landschlacht: romanische Leonhardskapelle mit schönen Fresken aus dem 15. Jh.) – mit dem Schiff von Altnau nach Romanshorn – Arbon (hübsche Altstadt mit verwinkelten mittelalterlichen Gassen, Resten einer Burg und der Stadtmauer) – Salenstein (2 Übernachtungen auf dem Arenenberg).

2. Tag: Entlang der Grenze zum Kanton St. Gallen: Amriswil (Wasserschloss Hagenwil, Sommerresidenz der Äbte von St. Gallen, eine der schönsten und besten Wehranlagen mit einem Bergfried aus der Zeit um 1200) – Bischofszell (Stadt seit dem 13. Jh., achtjochige Brücke über die Thur von 1487, zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Brückenbauten der Schweiz; Schloss Vogteisitz der Eidgenossen; Rathaus von Johann Caspar Bagnato) – Fischingen (Benediktinerkloster 1138 von Bischof Ulrich von Konstanz gegründet, seit 1460 "gemeine Herrschaft" der Eidgenossen, 1848 aufgehoben, 1977 wieder errichtet) – Frauenfeld (Hauptstadt des Kantons, kleiner Stadtrundgang) – Warth (Kartäuserkloster Ittingen, 1152 errichtet).

3. Tag: Auf dem Heimweg entlang des Untersees: Salenstein (Schloss Arenenberg, Wohnsitz der Königin Hortense, Gattin von Napoleons Bruder, 1817 klassizistisch umgebaut) – Steckborn (Turmhof vom Reichenauer Abt Diethelm von Castell um 1400 erbaut, fotogenes Rathaus) – Mammern (Wallfahrtskirche Klingenzell mit schönem Blick auf den Untersee) – Eschenz (Klosterinsel Werd, spektakuläre Lage, mitten im Ausfluss den Rheins aus dem Bodensee, über eine Brücke mit dem Festland verbunden, kleines Kloster) – Wagenhausen (Kloster im 11. Jh. ge grün det, Kirche 1085 erbaut, eine der wenigen original erhaltenen romanischen Kirchen der Schweiz) – Tübingen – Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 645,– pro Person im Doppelzimmer
€ 685,– pro Person im Einzelzimmer

Reisepapiere:

gültiger Personalausweis oder Reisepass

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.