Die Zwanzigerjahre in Berlin – eine Metropole zwischen Sachlichkeit und Ekstase (Teil II)

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Die Zwanzigerjahre in Berlin – eine Metropole zwischen Sachlichkeit und Ekstase (Teil II)

Reise Nr. 15

Leitung: Ulrich Feldhahn M.A.

Abreise: Dienstag, 19. Mai 2020
Rückreise: Sonntag, 24. Mai 2020 (6 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof (Rückkehr ca. zwischen 18.30 und 20.00 Uhr)
Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice (s. Seite 134) entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach (Rückkehr ca. zwischen 18.00 und 19.30 Uhr)
unverbindliche Zeitangaben, Änderungen vorbehalten.

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Das Berlin der 1920er-Jahre ist ein Mythos geworden. Nach dem Ende von Weltkrieg und Monarchie entwickelte sich die Stadt während der Weimarer Republik zu einer kulturellen Metropole von weltweiter Strahlkraft. Zugleich wurde sie ein Experimentierfeld für zahlreiche Künstler, Architekten und Visionäre. Eine wichtige Voraussetzung dafür war die Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920, wodurch die Stadt zur damals drittgrößten Metropole der Welt wurde und bereits vor 100 Jahren ihre heutige Bevölkerungszahl aufwies.

Abseits der ausgetretenen Touristenpfade spüren wir dieser faszinierenden Epoche in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit nach und führen das gleichermaßen von Befreiung und Aufbruch, wie auch Not und Unsicherheit geprägte Lebensgefühl jener Jahre vor Augen.

Mit der 2018 stattgefundenen Reise unter demselben Motto gibt es keine Überschneidungen, und eine Teilnahme an dieser stellt wiederum keine Voraussetzung dar.

1. Tag: Art Déco innen und außen:Stuttgart - Leipzig (Besuch des Grassi-Museums, eines 1925-29 im Stil des Art Déco errichteten Gebäudekomplexes, der eine reichhaltige Kunstgewerbe-Sammlung beherbergt; Übernachtung).

2. Tag: Mittenmang durch die Mitte: Orientierende Stadtrundfahrt durch das historische Zentrum Berlins mit mehreren kurzen Rundgängen. Besichtigung des Märkischen Museums mit Schwerpunkt zur Stadtentwicklung im frühen 20. Jh. und zur Gründung Groß-Berlins. Besuch bei "Erich Hamann bittere Schokoladen", einem original erhaltenen Ladengeschäft nach Entwurf des Bauhaus-Künstlers Johannes Itten von 1928, sowie im ehemaligen Stummfilm-Kino "Delphi" in Weißensee, das jüngst als Drehort der Fernsehserie "Babylon Berlin" Furore machte. 4 Übernachtungen in einem zentral gelegenen Hotel in Berlin.

3. Tag: Zeitgemäßes Wohnen und Lernen: Besuch der "Hufeisensiedlung" in Berlin-Britz, einer ab 1925 nach Plänen von Bruno Taut entwickelten Anlage, danach der zeitgleich errichteten Waldsiedlung "Onkel-Toms-Hütte" in Zehlendorf (beide UNESCO-Welterbe). Nachmittags Besichtigung der von Heinrich Lassen in expressionistischem Art Déco erbauten Siedlung Ceciliengärten in Friedenau sowie der Max-Taut-Schule in Rummelsburg, deren namensgebender Entwerfer auch in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung tätig war.

4. Tag: Kirchenbau zwischen Tradition und Expression: Berlin besitzt eine bemerkenswerte Zahl an Sakralbauten der 1920er-Jahre, von denen vier exemplarisch vorgestellt werden: Die St. Josephskirche in Wedding, deren Inneres ab 1923 im Stil der Beuroner Kunstschule umgestaltet wurde; die im Stil der Neuen Sachlichkeit gehaltene Gustav-Adolf-Kirche in Charlottenburg; der expressionistische Backsteinbau der Kirche St. Maria Magdalena in Niederschönhausen sowie die 1930-31 inmitten einer Häuserzeile errichtete Bekenntniskirche im Stadtteil Treptow.

5. Tag: Pack' die Badehose ein…: Fahrt durch den Grunewald an den Wannsee mit seinem 1927 errichteten Strandbad, einem der größten Freibäder Europas (keine Badekleidung erforderlich). Rundgang über die Insel Schwanenwerder, auf der sich seit dem späten 19. Jh. Finanz- und Politikprominenz prachtvolle Sommersitze erbaute. Besichtigung des im Stil des Expressionismus gehaltenen S-Bahnhofs Wannsee. Fahrt zum Ullstein-Haus in Tempelhof, dem 1925-27 nach Plänen des Ludwigsburger Architekten Eugen Schmohl erbauten Verlagssitz mit seinem weithin sichtbaren Turm. Abendessen in "Clärchens Ballhaus", einem der letzten erhaltenen traditionellen Tanzlokale Berlins.

6. Tag: Nekropole "j.w.d.": Fahrt zum Stahnsdorfer Südwestkirchhof, dem zweitgrößten Friedhof Deutschlands mit parkartiger Anlage und zahlreichen Prominentengräbern, u.a. von Lovis Corinth, Friedrich Wilhelm Murnau, Heinrich Zille und Werner v. Siemens sowie dem außergewöhnlichen Grabmal des Unternehmers Julius Wissinger von 1922. Rückfahrt nach Stuttgart.

Je nach Spielplan und Kartenverfügbarkeit ist der Besuch einer abendlichen Veranstaltung im Varieté-Theater "Wintergarten" geplant (nicht im Reisepreis inbegriffen). Wir teilen Ihnen das Programm zeitnah mit.

Leistungen:

Preis:

€ 1.320,- pro Person im Doppelzimmer
€ 1.495,- pro Person im Einzelzimmer

Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Reisepreis enthalten.

Zu Mindestteilnehmerzahl, Absagefrist und Gruppengröße siehe die Allgemeinen Hinweise