Schwäbischer Heimatbund sieht Trockenwiese in Gefahr

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Schwäbischer Heimatbund sieht Trockenwiese in Gefahr

Der in Herrenberg erscheinende Gäubote vom 3.8.2019 berichtet von der Sorge des Heimatbundes und seiner Regionalgruppe Herrenberg-Gäu, die Ausbreitung der Robinien auf den SHB-Flächen am Grafenberg in Kayh könnten auf Dauer den Bestand der wertvollen Trockenwiesen gefährden:

Mann mit Arbeitsgerät inmitten von Bäumen

Der stv. Ortsgruppen-Vorsitzende Ludwig Mayer im Einsatz am Grafenberg mit dem Freischneider (Foto: Fritz Deppert).

Kayh – Mit Erschrecken hat der Schwäbische Heimatbund (SHB) laut seiner Pressemitteilung festgestellt, dass in diesem Jahr der Bewuchs mit Robinien am Grafenberg bei Kayh extrem zugenommen hat. Der SHB pflegt seit Jahrzehnten die dort typische Trockenwiese mit ihren seltenen Pflanzen, wie zum Beispiel die fast nur dort vorkommende ungarische Platterbse. Durch die Pflegeaktion der Regionalgruppe Herrenberg-Gäu wurde die Wiese vor Verbuschung bewahrt. Indes nunmehr wurde eine deutliche Verbreitung der invasiven Robinien festgestellt. Die Vorsitzenden der Regionalgruppe haben sich Rat bei einem professionellen Landschaftspfleger geholt, der auch nur das konsequente Abmähen empfehlen kann. Jedoch hat der Rückschnitt der Robinien zur Folge, dass sich die Wurzeln noch mehr ausbreiten und weitere Austriebe in der Fläche entstehen. Die Behüter der dortigen Vegetation stehen vor dem Dilemma, mit und ohne Rückschnitt sind die dortigen heimischen Pflanzen in Gefahr verdrängt zu werden. Bis wirkungsvollere Maßnahmen eingesetzt werden können, behilft sich die Regionalgruppe mit einem Rückschnitt der Robinien im Frühjahr/Sommer. Dank der Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu und der Initiative des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV) konnte die SHB-Regionalgruppe einen Freischneider für die Landschaftspflege beantragen, der 2018 gefördert wurde. Ohne diesen Freischneider hätte die Maßnahme nicht mit Ehrenamtlichen des SHB ausgeführt werden können. Der Freischneider wurde durch das Programm „Maschinenring für Naturschutzverbände“ gefördert. Er kann von anderen Naturschutzverbänden bei der SHB-Regionalgruppe ausgeliehen werden, um eine optimale Auslastung des Geräts zu gewährleisten. [...]