Titelbild: Pflegetag am Grafenberg 2026: weniger Gras in diesem Jahr, aber eine ganze Menge Strauchschnitt (Foto: Bernd Langner)
Helferinnen und Helfer engagieren sich für den Erhalt der wertvollen Trockenwiese

Die Regionalgruppe Herrenberg-Gäu des Schwäbischen Heimatbundes hat auch in diesem Jahr zur Landschaftspflege am Grafenberg bei Kayh eingeladen. Insgesamt 24 Mitglieder und Freunde des Vereins, darunter zwei Kinder, beteiligten sich an der erfolgreichen Aktion zur Erhaltung der ökologisch wertvollen Kulturlandschaft.
Zu Beginn begrüßte Fritz Deppert, Vorsitzender der Regionalgruppe Herrenberg-Gäu, die Teilnehmenden und erinnerte an die besondere Bedeutung der regelmäßigen Pflegearbeiten. Ziel ist es, die artenreiche Trockenwiese mit ihren seltenen Pflanzen- und Insektenarten dauerhaft zu erhalten. Auch Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes, richtete einige Worte an die Helferinnen und Helfer. Er betonte die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für den Naturschutz und dankte den Teilnehmenden für ihren Einsatz.


Ausgestattet mit Gabeln, Rechen und Transportplanen machten sich die Freiwilligen an die Arbeit. Die bereits eine Woche zuvor gemähte Wiese war trotz der vorangegangenen Regenfälle ausreichend abgetrocknet, sodass das Mähgut problemlos eingesammelt werden konnte. Der zeitweise starke Wind stellte die Helfer jedoch vor zusätzliche Herausforderungen, da die Planen immer wieder gesichert werden mussten. Der anstrengendste Teil der Arbeit begann jedoch erst nach dem Einsammeln des Mähguts.

Immer wieder mussten die Helfer die schwer beladenen Planen den steilen Hang hinunterziehen und anschließend erneut bergauf steigen, um weitere Ladungen abzuholen. Dabei waren Kraft, Ausdauer und Teamarbeit gefragt. Besonders die jüngsten Teilnehmer, Finjas und Louis, zeigten dabei bemerkenswerten Einsatz und standen den Erwachsenen in nichts nach. Nach rund zwei Stunden war die Arbeit abgeschlossen. Das gesammelte Material wurde auf einer Zwischenlagerfläche bereitgelegt und steht nun für die weitere Verwertung durch einen Dienstleister bereit. Die anhaltende Trockenheit des Jahres hatte zudem dazu beigetragen, die Ausbreitung invasiver Robinien und Brombeeren einzudämmen, was die Pflegemaßnahmen zusätzlich unterstützte.



Zum Abschluss der Aktion sorgte der frühere Vereinsvorsitzende Fritz-Eberhard Griesinger mit seinem traditionellen „Grünen Veltliner“ für einen geselligen Ausklang. Anschließend bedankte sich Fritz Deppert bei allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und lud zum gemeinsamen Vesper ins Sportheim Gültstein ein. Dr. Bernd Langner sprach den Beteiligten ebenfalls seinen Dank aus und zeigte sich erfreut über die Beteiligung sowie das Interesse jüngerer Generationen an der Pflege der heimischen Kulturlandschaft.
(Fritz Deppert)

