Die „neue“ Brenzkirche und der Kirchenbau in Stuttgart am Ende der Weimarer Republik

Vision der renovierten Brenzkirche in Stuttgart | Abbildung: Wandel Lorch Götze Wach

Reise Nr. 09

Leitung: Reinhard Lambert Auer M.A.

Mittwoch, 15. September 2027
Treffpunkt: 9.30 Uhr Evang. Kreuzkirche Stuttgart-Hedelfingen
Ende: gegen 18.30 Uhr Brenzkirche, Stuttgart

Im Jahr der IBA‘27 und anlässlich des Einhundertjahr-Jubiläums der „Weissenhofsiedlung“ werden auch die umfassenden Erneuerungsmaßen an der dem neuen Eingangsforum gegenüberliegenden Brenzkirche – ein wichtiges offizielles „IBA-Projekt“ – abgeschlossen. Unsere Sonderführung befasst sich ausführlich mit diesem Projekt.

Das 1933 eingeweihte Gebäude war ein herausragendes Beispiel für den modernen Kirchenbau der Zeit. Architekt Alfred Daiber projektierte das multifunktionale Gemeindezentrum und orientierte sich in seiner Gestaltung dabei konsequent an der von industrieller Technik und innovativen Konstruktionsweisen bestimmten profanen Architektur des „Neuen Bauens“. 1939, nur wenige Jahre nach der Fertigstellung, musste der dann als „undeutsch“ empfundene Bau wegen der auf dem Killesberg stattfindenden „Reichsgartenschau“ auf Druck der NS-Stadtverwaltung einem massiven Umbau zur „Arisierung“ unterzogen werden. Mit der Erneuerung – nach Plänen des Architekturbüros „Wandel Lorch Götze Wach“ – werden nun charakteristische Erscheinungsformen des Ursprungsbaus wieder erlebbar, ohne dass jedoch die späteren historischen Spuren dieser besonderen Baugeschichte negiert werden.

Die Tagesexkursion führt zunächst zu Vergleichsbauten im Stadtgebiet, um Entwicklungen hin zur architektonischen Gestaltung der Brenzkirche nachvollziehbar werden zu lassen.

Programm:

Evang. Kreuzkirche Stuttgart- Hedelfingen (erbaut 1929-30, Stahlskelettkonstruktion, erster „moderner“ Kirchenbau der Region Stuttgart von Architekt Paul Trüdinger, damals in Bürogemeinschaft mit Hans Volkart; zukunftsweisende Raumkonzeption) – Evang. Kreuzkirche Stuttgart-Heslach (Bauabschluss Ende 1931, Planung von Rudolf Behr; Außenerscheinung mit Zügen einer neuen Bauauffassung, im Inneren jedoch noch deutlich konventionelle Vorstellungen) – Kath. Pfarrkirche St. Antonius Stuttgart-Kaltental (1932 vollendet, von Architekt Hans Herkommer, „Längsbinderbau“; in der NS-Zeit erzwungene Änderungen; interessant die vor einigen Jahren erfolgte Renovierung) – Kath. Pfarrkirche St. Georg Stuttgart-Nord (Weihe 1930, nach Plänen von Hugo Schlösser; bedeutendster kath. Sakralbau der Stadt in diesem Jahrzehnt; noch Orientierung an älteren historischen Bauformen) – neu renovierte Brenzkirche (Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz „Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal“ im Gemeindesaal; als Gesprächspartner beim Gang durch die Präsentation wird Dr. Fritz Fischer, Leiter des Ortskuratoriums der Stiftung in der Region Stuttgart, zur Verfügung stehen).

In Kooperation mit der Volkshochschule Herrenberg.

Leistungen:

  • fachlich qualifizierte Führungen

Preis:

€ 61,- pro Person

Hinweis

Die Fahrten zwischen den einzelnen Besichtigungspunkten werden mit dem ÖPNV durchgeführt. Teilnehmenden, die nicht über ein Abonnement der Stuttgarter Verkehrsbetriebe verfügen, empfehlen wir vor Fahrtantritt den Kauf eines Tagestickets des Verkehrsverbundes Stuttgart (VVS).

Reise buchen

Unsere Studienfahrten und Exkursionen sind bei unserem Partner Hartmann Reisen in Rottenburg-Oberndorf buchbar. Direktlink: https://www.hartmann-reisen.eu

Sie können auch eine E-Mail schreiben an info@hartmann-reisen.eu oder anrufen (Mo-Fr 9-17 Uhr) unter 07073 915-00. Es ist zunächst auch weiterhin möglich, sich beim Schwäbischen Heimatbund anzumelden; wir leiten Ihre Anmeldung gerne weiter. Die Abwicklung erfolgt auf jeden Fall über Hartmann Reisen. Einen Reisekatalog senden wir Ihnen übrigens gerne zu.

15. Sep.. 2027, 8:00-18:30