Schwarzweißfoto verschiedener rechteckiger Wasserbecken

Lieber weiter draußen! 100 Jahre Tübinger Kläranlage

Mittwoch, 16. September 2026, 14 Uhr

Mit Albert Füger und Björn Loos

Treffpunkt: Eingang Kläranlage Nürtinger Straße (nördlich des Neckars), erreichbar mit dem TüBus Linie 21
Unkostenbeitrag: 5 Euro
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Anmeldung: nicht erforderlich

1926 – also vor 100 Jahren – wurde die Tübinger Kläranlage auf der Gemarkung der damals noch selbstständigen Gemeinde Lustnau in der Weiherhalde fertiggestellt. Vorausgegangen waren lange Verhandlungen zwischen Tübingen und Lustnau: Die Tübinger wollten eigentlich im Äule bauen, die Lustnauer aber lieber talabwärts und weiter draußen. Doch dann kam der Erste Weltkrieg und anschließend die große Inflation von 1923. Das Projekt wurde dadurch zeitlich weit zurückgeworfen. Die Spuren der allerersten Bauwerke, die sogenannten Emscherbecken und die Wohn- und Betriebsgebäude, sind noch erhalten.

100 Jahre später ist die Anlage auf dem neuesten technologischen Stand – mit  der sogenannten 4. Reinigungsstufe, einer Heizzentrale für das Baugebiet der Alten Weberei und der Planung für eine Wärmegewinnung aus Abwasser, die in das städtische Fernwärmenetz eingespeist werden soll.

Bei einer Sonderführung für die Regionalgruppe Tübingen im SHB wird der Betriebsleiter Björn Loos die Anlage vorstellen, während Albert Füger, der vormalige Tiefbauamtsleiter, auf die heimatgeschichtlichen Aspekte und die schrittweise Entwicklung der Abwasserreinigung und -behandlung eingehen wird.

Titelbild: Erste Tübinger Kläranlage auf Lustnauer Markung (Foto 1925 Eugen Rühle, Stadtarchiv Tübingen)

16. Sep.. 2026, 14:00-15:30

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