Ehrenmitglied Oswald Rathfelder vestorben

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Ehrenmitglied Oswald Rathfelder vestorben

Am 25. Februar 2011 starb im Alter von 88 Jahren unser früherer Vorstand und stellvertretender Vorsitzender Dr. Oswald Rathfelder. Lesen Sie hier die Laudatio zu seiner Ehrenmitgliedschaft im Jahr 1994 sowie die Glückwünsche des Vereins zu seinem 80. Geburtstag.

Dr. Oswald Rathfelder Ehrenmitglied

Seit Mitte der 50er Jahre hat sich Dr. Oswald Rathfelder mit großem Einsatz in vielen heimatpflegerischen Vereinen und Verbänden engagiert, auch und gerade im Schwäbischen Heimatbund, wo er von 1956 bis 1994 - also 38 Jahre lang! - Mitglied des Vorstandes und stellvertretender Vorsitzender war. Sein fachkundiges Urteil in Sachen Natur- und Landschaftsschutz und seine Ratschläge waren in dieser unglaublich langen Zeit der Mitarbeit im Führungsgremium stets gefragt.

In vielen Vorträgen und Führungen hat er zahllose Mitglieder und Gäste des Schwäbischen Heimatbundes dank seiner vorzüglichen Landeskenntnis und seiner Kontaktfähigkeit zu begeistern gewusst, wobei er sein Wissen über Geologie, Botanik und Zoologie sowie über Land und Leute anschaulich und lebhaft zu vermitteln wusste, stets gewürzt mit Humor und ausgeprägtem Mutterwitz.

Dr. Oswald Rathfelder ist eine integrierende Persönlichkeit, der der Schwäbische Heimatbund außerordentlich viel zu verdanken hat.

Oswald Rathfelder ist seit 1994 Ehrenmitglied.

Oswald Rathfelder zum 80. Geburtstag (August 2002)

Am 23. August 2002 ist unser geschätztes Ehrenmitglied Dr. Oswald Rathfelder, der in Bad Cannstatt wohnt, 80 Jahre alt geworden. Zusammen mit seiner Frau, seinen drei Kindern und den Enkeln, über deren Zahl sich Großvater und Großmutter nicht einigen können, hat er diesen Ehrentag im geliebten Südtirol oberhalb von Meran erlebt. Erwiesen ist allerdings, dass alle Enkel weiblich und sehr musikalisch sind.

1922 in Meßstetten auf der Südwestalb geboren, hat Oswald Rathfelder den Krieg als Pilot und Fluglehrer überlebt. Nach Kriegsende studierte er in Tübingen Naturwissenschaften und arbeitete als wissenschaftlicher Assistent am Institut für angewandte Botanik. Danach war er fast zwei Jahrzehnte lang im amtlichen Naturschutz tätig, bis er 1973 ins Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Umwelt und Forsten berufen wurde, wo er als Leitender Ministerialrat auch für Fragen des Naturschutzes zuständig war.

Oswald Rathfelders Bedeutung für den Schwäbischen Heimatbund, für den Schwäbischen Albverein, für den Landesnaturschutz-Verband und andere Vereine liegt in dem erstaunlichen Einsatz, den er diesen Organisationen in Form von freiwilliger Mitarbeit geschenkt hat. Geschenkt aus der Überzeugung, dass man überreden, dass man überzeugen muss, um andere zu begeistern. Das war die Basis für sein langjähriges Engagement als Stellvertretender Vorsitzender im Heimatbund und als Vizepräsident des Deutschen Heimatbundes. Bei den Reiseteilnehmern ist seine Kontaktfähigkeit und seine vorzügliche Landeskenntnis in bester Erinnerung. In Vorträgen und Führungen, bei Tagungen und Studienfahrten hat Oswald Rathfelder sein unerschöpfliches Wissen über Land und Leute, über Geologie, Botanik und Zoologie allgemeinverständlich zu vermitteln gewusst. Stets gewürzt mit Humor und Mutterwitz. Diese Einstellung hilft ihm auch, mit den leichten Gebrechen des Alters fertig zu werden.

(im Herbst 2002)