Von Didier Descouens - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53336104

Wie Venedig wurde, was es heute ist

Santi Giovanni e Paolo, Venedig | Bildhinweis: Von Didier Descouens – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Reise Nr. 94

Leitung: Sven Gormsen

Abreise: Sonntag, 7. November 2021
Rückreise: Donnerstag, 11. November 2021 (5 Reisetage)

Treffpunkt: Flughafen Stuttgart-Echterdingen
Voraussichtliche Flugzeiten: Hinflug am Vormittag, Rückkehr am Abend (unverbindliche Zeitangaben, Änderungen vorbehalten)
Die genauen Flugzeiten und Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.

Bei meinem ersten Besuch in Venedig, das war Mitte der 1970er-Jahre, habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass da tatsächlich Menschen wohnten. (Sven Gormsen).

Der Ruf der Lagunenstadt lässt es schon lange so erscheinen, dass es sich um eine Art Museum handelt, das tagsüber von Touristen überschwemmt und nachts geschlossen wird. Bis heute ist die Einzigartigkeit Venedigs noch deutlich mehr zu einem Magneten für Massen aus der ganzen Welt geworden, die die Schönheiten der Stadt vorwiegend im Vorübergehen und ohne tiefere Einblicke oder gar Zusammenhänge betrachten.

Das ist verständlich, wenn man die Pracht und die Besonderheit der Kanälestadt wahrnimmt. Auf unserer Studienreise wollen wir aber einen Blick auf die Entwicklung werfen, in der sich Venedig von einer auf mehrere Inseln in der Lagune verstreuten ländlichen Gemeinschaft von Fischern und Bauern zu einer Seemacht und Handelsmetropole entfaltete, die ihren Schmuck zuallererst für die eigenen Bewohner errichtete.

Unsere Gänge durch die Gassen und Gässchen eröffnen einerseits immer wieder den Blick auf die Sehenswürdigkeiten, wir begeben uns aber vor allem auf die Suche nach der Evolution des Alltäglichen über die Jahrhunderte. Dazu gehören die Bauweise der Häuser und Paläste und ihre Entwicklung von zweigeschossigen Holzhäusern zu mehrgeschossigen Geschäftshäusern und Palästen, die Brunnenanlagen, die Fortbewegungs- und Transportmittel bis hin zu den massiven Veränderungen der letzten Jahre, in denen nicht nur der Kreuzfahrtverkehr die Stadt überschwemmt und mehr und mehr internationale Konzerne lokale Händler und Gaststätten verdrängen. Ganz zu schweigen von den Einwohnern, die sich ihre Stadt immer weniger leisten können. Auch prägende Figuren und Einzelschicksale werden wir immer wieder ins Auge fassen. Und das tägliche Leben, das sich bis heute deutlich von anderen Tourismusmetropolen unterscheidet.

1. Tag: Willkommen in der Serenissima: Flug von Stuttgart mit Umstieg nach Venedig. Transfer ins Hotel, danach erster Rundgang in der Stadt. 4 Übernachtungen in Venedig.

2.–4. Tag: Venedig über die Jahrhunderte: Die Fahrt durch die nördliche Lagune nach Torcello (Santa Maria Assunta mit bedeutenden Mosaiken) richtet unseren Blick zunächst auf die Umgebung, die unzähligen Inseln, die anfangs Arbeit und Schutz boten und aus denen sich die Stadt um das hohe Ufer Rialto (rivo alto) erst nach und nach entwickelte. Venedigs Alltagsleben abseits der großen Attraktionen erkunden wir am Squero di San Trovaso, einer der wenigen verbliebenen Gondelwerkstätten, am Campo S. Margherita als Teil des Studentenviertels, natürlich erst recht im Ghetto (der Name stammt ja aus Venedig, wo das Viertel der jüdischen Einwohner in der Nachbarschaft einer Gießerei – auf Italienisch “ghetto” – entstand) und nicht zuletzt im Arsenal und seinem Stadtteil Castello. Natürlich ordnen wir auch die Monumente der Stadt in die geschichtliche Entwicklung ein: den Markusplatz (samt Besichtigung des Dogenpalastes und der Markuskirche mit Mosaiken und der Pala d’Oro), das Rialto-Quartier (der neu eingerichtete Fondaco dei Tedeschi samt Blick über die Stadt und die Märkte), die Frari-Kirche (Tizian-Gemälde, darunter die “Assunta”, Altar von Bellini), die Zanipolo-Kirche (Dogen-Grabmäler) neben der Scuola di San Marco, dazu die überragende Scuola di San Rocco (Bilderzyklus von Tintoretto) und die bescheidene Scuola di San Giorgio degli Schiavoni (Bilderzyklus von Carpaccio); nicht zu vergessen die viel geliebte Santa Maria dei Miracoli (Renaissancebau von Pietro Lombardo), San Zaccaria, San Giorgio Maggiore (Architektur von Palladio, Werke von Tintoretto), Santa Maria della Pietà (“Vivaldi-Kirche”) und nicht zuletzt die Accademia (mit Blick auf die Entwicklung der venezianischen Malerei), um nur die wesentlichen Glanzpunkte zu nennen.

5. Tag: Arrivederci, Venezia: Nach einem letzten Rundgang Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Umstieg nach Stuttgart.

In Venedig bewegen wir uns hauptsächlich zu Fuß. Für die Überfahrt nach Torcello und zurück sowie für einige Teilstrecken nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel (Vaporetti).

Leistungen:

  • Taxiservice
  • Linienflug (Economy-Klasse) Stuttgart-Venedig-Stuttgart (Umsteigeverbindungen) inkl. Steuern und Gebühren
  • Transfer Flughafen-Hotel-Flughafen in Venedig mit Flughafenbus und Vaporetto
  • Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Vaporetti) nach Torcello und in Venedig
  • fachlich qualifizierte Reiseleitung
  • 4 Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel der guten Mittelklasse, Zimmer mit Dusche/WC
  • 4 Abendessen in Restaurants
  • ggf. Kurtaxe/Tourismusabgabe
  • alle Führungen
  • alle Eintrittsgelder
  • Stornokosten-Versicherung

Preis:

€ 1590,- pro Person im Doppelzimmer
€ 1690,- pro Person im Einzelzimmer

Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Reisepreis enthalten.

Reisepapiere für deutsche Staatsangehörige: gültiger Reisepass oder Personalausweis Als ausführende Fluggesellschaft vorgesehen ist Austrian Airlines. Änderungen der ausführenden Fluggesellschaft behalten wir uns ausdrücklich vor. Selbstverständlich werden wir Sie darüber rechtzeitig informieren.

Zu Mindestteilnehmerzahl, Absagefrist und Gruppengröße siehe die Allgemeinen Hinweise

7. Nov. 2021 bis 11. Nov. 2021, Ganztägig

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