Walheim

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    1. Die Aussagen der Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut und der CDU, dass sich der Denkmalrat darin einig war, dass es bezüglich der Struktur der Denkmalfachbehörden in Baden-Württemberg, also des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, keinen organisatorischen Handlungs- bzw. Änderungsbedarf gibt, ist schlichtweg falsch.

      Als Mitglied des Denkmalrates habe ich beantragt, wieder ein Landesdenkmal als Sonderbehörde mit direkter Zuordnung zum zuständigen Ministerium zu schaffen. Dieser Antrag wurde in der Sitzung des Denkmalrates am 9. Dezember 2019 unter TOP 5 als Schwerpunktthema behandelt. Ich konnte mich dort mit meinem Antrag nicht durchsetzen. Ausschlaggebend war offensichtlich eine Absprache seitens der vier Regierungspräsidenten, diesen Antrag zu verhindern. Auch konnten sich einige Mitglieder des Denkmalrates aus Gründen einer subjektiven Befangenheit nicht äußern, da sie dadurch persönliche Nachteile befürchteten. Einige Mitglieder haben mir das im persönlichen Gespräch auch gesagt.

      Erfreulich ist, dass die Grünen in Ihrer Stellungnahme mitgeteilt haben, dass sie eine Neuorganisation des Landesamtes für Denkmalpflege gerne prüfen und sich mit uns darüber austauschen werden. Hoffentlich folgen den Worten auch Taten. Sollte ich auch weiterhin als Mitglied dem Landesdenkmalrat angehören, werde ich erneut den Antrag auf Neuorganisation der Denkmalpflege in Baden-Württemberg stellen.

      Alle Bundesländer, außer Baden-Württemberg, bündeln die Denkmalpflege in einer obersten Denkmalbehörde. In Baden-Württemberg erfolgt dies in einer Abteilung in einer Mittelbehörde. Dies ist ein Armutszeugnis für ein Kulturland.

      Jürgen Ehret, Heitersheim
      Mitglied des Landesdenkmalrates und Vorsitzender des Förderkreises Archäologie in Baden e.V.

      1. Sehr geehrter Herr Ehret, vielen Dank für Ihren Beitrag. Der Hoffnung, dass die neue Landesregierung den Denkmalschutz in geeigneter Weise stärkt, schließen wir uns an. Die SHB-Redaktion

    2. Schade daß Sie nicht alle im Landtag vertretenen Parteien zu ihren Positionen befragt haben. Es bleibt eine Informationslücke und betrifft gerade die Partei, die mit so großen Worten vom Schutz von Heimat und des kulturellen Erbes spricht. Da wäre deren Konzept zur Sicherung der Denkmalpflege ein guter Prüfstein ihrer Kompetenz und Seriosität gewesen. Diese Chace wurde verpasst (könnte aber doch wohl nachträglich noch ergriffen werden?!)

      1. Sehr geehrter Herr Dreher, vielen Dank für Ihren Hinweis. Uns als Heimatbund geht es aktuell und konkret um die Fortentwicklung unserer Themen in der künftigen politischen Verantwortung, sprich Regierung. Wir haben daher jene Parteien befragt, die Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung hatten. Ihre SHB-Redaktion.

    3. “… machten sie zum perfekten Opfer”: ich habe gelesen, daß der Mann der Frau Kepler sich als Söldner anwerben ließ. Zweimal sei er zurückgekehrt und hätte sich von dem Soldgeld ein Haus kaufen können. Das dritte Mal sei er nicht mehr zurückgekommen. Wieso war dann die Witwe so, wie Sie sie beschrieben haben, quasi rechtlos?

      Noch eins zum Schriftbild: Warum ist hier die Schrift grau???? Sie ist einfach schlecht lesbar, da kein Kontrast. Ich weiß, das wird woanders auch öfters so gehalten, ist aber finde ich, ein Unsinn.

      1. Sehr geehrter Herr Thurm, zur Schriftfarbe: 70% schwarz ist für die Mehrzahl der Menschen hervorragend lesbar. Richtig ist, dass es Menschen gibt, die einen stärkeren Kontrast benötigen. Richtig ist aber auch, dass es Menschen gibt, für die ein stärkerer Kontrast (100% schwarz auf weiß oder andere Kombinationen wie gelb auf blau) nicht lesbar sind. Wir haben diese Abstufung gewählt, um möglichst allen gerecht werden zu können. Internet-Nutzerinnen und -Nutzer können übrigens in Ihren Browser-Einstellungen je nach Einschränkungsgrad Kontrast, Schriftgröße, Schriftart und manchmal auch Farbe individuell einstellen, um genau auf diese Probleme, wie Sie sie beschreiben, zu reagieren. Insofern ist das alles andere als Unsinn.

        Zu Katharina Kepler: Der Beitrag über sie in der neuen SH, die in diesen Tagen zu Ihnen kommen wird, zeigt die Umstände nochmals deutlich. Wenn es an der Darstellung Zweifel gibt, laden wir Sie ein, unter Angabe Ihrer Quelle in der SH (Stichwort “Leserforum”) wie auch an dieser Stelle hier darüber zu diskutieren.

      2. Sehr geehrter Herr Thurm, von einem ausgewiesenen Spezialisten ehielten wir auf Ihre Anmerkung hin folgende Reaktion: “In den Fokus der Hexenverfolgung gerieten häufig ältere, verwitwete Frauen, oftmals schon kurz nach dem Tod ihres Ehemannes. Einer der Gründe war, dass man bei ihnen einen Verstoß gegen die Lutherische Ehelehre argwöhnte, in welcher klar geregelt ist, dass die Ehefrau dem Mann untergeordnet, seiner Verfügungsgewalt unterstellt, auf Haus, Küche und Kinder eingegrenzt und im Übrigen von allen anderen Lebensbereichen ausgeschlossen ist. Eine Witwe, die keinem Schutz eines Mannes mehr unterstand, hatte sich daher tunlichst in ihren eigenen vier Wänden aufzuhalten. Katharina Kepler hingegen pflegte – so wird im Prozess berichtet – nicht nur dagegen zu verstoßen, sondern auch ungefragt in anderer Leute Häuser herumzulaufen. In der Anklage heißt es: „Beclagte Kepplerin nun vil Jar hero mit hin vnd widerlauffen an die jenige orth, da sie nichtz zu verrichten gehabt, also verdächtig gemacht, dass sie nahe meniglich für ein Hexen gehaltten.“ Zum Verhängnis wurde ihr unter anderem auch „ihre Eigenheit, dem Gegenüber nicht in die Augen zu sehen, sondern den Blick auf den Boden zu heften“.
        Als Frau, deren Mann zu Lebzeiten nicht nur immer wieder durch Streitigkeiten und unsteten Lebenswandel auffiel, sondern schließlich endgültig davonlief und sie mit ihren Kindern zurückließ, war Katharina Kepler alles andere als eine unauffällige Persönlichkeit in der Leonberger Einwohnerschaft. Auch wusste man, dass sie trotz ihres verblichenen Mannes (er verließ sie im Januar 1589 und starb im August 1590 in der Nähe von Augsburg als Söldnerhauptmann „einen schlimmen Tod“, die Todesnachricht erreicht seine Frau allerdings frühestens im Jahr 1594) durchaus noch vermögend war: Zunächst erwarb die Alleinstehende 1595 das Viertel eines Hauses in Leonberg, im Dezember 1595 daraufhin an selbem Ort ein gesamtes, größeres Haus. Kurz bevor die Reinbolds ihre Schadensersatzklage für die angeblich erlittenen Leiden gegen Katharina stellen, lässt der Leonberger Vogt ihr gesamtes Vermögen ausforschen – und exakt auf die Höhe desselben, 1000 Gulden, belief sich dann auch deren Forderung.
        Insgesamt kann festgestellt werden, dass die einzelnen Schritte des Prozesses und seiner Vorgeschichte durchaus Kalkül hatten: Bereits ein halbes Jahr, nachdem ihr Sohn Heinrich, der dem Vater in Grobheit in nichts nachstand und sie zuvor noch öffentlich als Hexe verleumdet hatte, stirbt, wird Katharina 1615 einem ersten widerrechtlichen Verhör durch den Leonberger Vogt unterzogen. Ins Rollen wird der weitere Verlauf des Prozesses im Wesentlichen erst 1619 gebracht, als man witterte, dass Johannes Kepler nach dem Tod von Kaiser Matthias seine Stellung als kaiserlicher Mathematiker und damit seinen Einfluss verloren hätte.”

    4. Guten Tag
      Ein sehr schön gemachter Film zu einem alten Handwerk! Vielleicht lässt sich ein Besuch ds Kalkofenmuseums einmal mit einem Radurlaub am Bodensee oder mit einer Radreise übe den Donau-Radwanderweg verbinden.

      Weiterhin frohes Schaffen

    5. Am 27.7.21 wurde im Schwäbischen Tagblatt endlich mal die negative Seite der geplanten Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn vorgestellt, daneben aus der Kreisecke Herr Strasdeit desgleichen. Das war höchste Zeit, denn schon länger habe ich den Eindruck, dass das Tagblatt parteiisch für die Innenstadttrasse eintritt, fast täglich ein Bild der schicken Bahn bringt und die Befürworter zu Wort kommen lässt. Mein Gesamteindruck: Es geht um´s Geld, das man sich nicht entgehen lassen will. Dabei geht es doch um das Stadtbild und, wie Triebold den Heimatbund zitiert, den “Charme und die Atmosphäre unserer Stadt”. Meine Frage: Wie positioniert sich eigentlich der Denkmalschutz, der zwar erwähnt wird, aber kann er sich nicht auch auf einer Seite äußern?

    6. Extreme Enge in Verbindung mit vergleichbaren Stadtbahnfahrzeugen kann man sich ohne großen Aufwand in Bad Wildbad anschauen.
      Die Tische der Gastronomiebetriebe am Ufer der Enz sind bei schönem Wetter gut besucht, aber unmittelbar neben den Gleisen platziert. Wer dort – in erstaunlicher Ruhe- seinen Cappuccino genießt, wird zugeben müssen, wie wenig lästig ein LANGSAM fahrender Tramtrain für seine Umgebung ist. Lärm? Zugluft? Erschütterungen? Störend ist das in der Wahrnehmung sehr vieler Menschen kaum.
      Auch die Fahrdrähte und ihre Stützen beeinträchtigen das Stadtbild Bad Wildbads eher marginal, von einer grundlegenden Zerstörung kann überhaupt nicht die Rede sein. Bad Wildbad lebt vom Tourismus, muss aber einen strukturellen Wandel durchstehen, die „Kur“ liegt als Wirtschaftsfaktor darnieder, ohne den erstarkenden „Eventtourismus“ könnten die noch vorhandenen Dienstleistungsbetriebe nicht überleben. Die S6 bringt mit ihren stark gestiegenen Fahrgastzahlen umsteigefrei Kunden aus einem großen Einzugsgebiet, deren dann fehlende Autos vor Ort gar niemand vermisst. Übrigens hat der SHB den Erhalt und die Erweiterung dieser Bahn durch den Ort bis zum Kurpark am Anfang des Jahrtausends gebührend positiv gewürdigt.
      Für den, der nicht mal hinfahren will oder kann, gibt es hier mal nur die Adresse eines Bildes:
      https://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~s-bahnen-und-regionalstadtbahnen~stadtbahn-karlsruhe-hier-nur-die-s-bahnen/336223/eng-geht-es-zu—in.html

    7. Eine Gegenfrage zur Ihren Fragen oben (Zitat: “Wie gestaltet sich die Aufenthaltsqualität der Fußgänger in diesen Bereichen? Auch für sie wird es eng und hektisch werden in der Karlstraße, auf der Neckarbrücke, in der Mühl- und Wilhelmstraße.”)
      Was finden Sie weniger hektisch an den derzeit vielen PKWs und Bussen?!?

    8. Der ernste Blick soll sicherlich u. a. ausdrücken, dass Schaller-Härlin als ernstzunehmende Malerin anerkannt werden will. Denn bis heute gibt es Leute, die Frauen gerne verniedlichen und verdummen wollen, um ihre Leistung nicht honorieren zu müssen, nach dem Motto “Was sie tut interessiert mich gar nicht, Hauptsache sie sieht gut aus und lässt mit einem Lächeln erkennen, dass ich mit ihr machen könnte, was ich will.”
      Zudem ist es weder in der Fotografie noch in der Porträtmalerei aller Jahrhunderte üblich, dass die Porträtierten “sympathisch” lächeln, wie für ein Familienalbum. Solche Art von “Charakteranalysen” sind bei Otto Dix, Max Beckmann oder van Gogh eher unüblich, obwohl auch deren Porträts und Selbstporträts Kühle und Strenge aufweisen.
      Freundliche Grüße, W. Pilch