Deckengemälde in einer Kirche

Raritäten in den Klosterkirchen Mönchsdeggingen und Maihingen

Deckenfresko im ehem. Benediktinerkloster Mönchsdeggingen (Aufnahme: Rikiwiki2, CC BY-SA 4.0, LINK)

Eine Orgelreise ins Nördlinger Ries

Fahrt Nr. 15

Leitung: Hans-Eugen Ekert

Samstag, 22. Juni 2024 (Tagesfahrt)

Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Jägerstraße 34 (5 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof, bei der IHK)
Zustieg: 8.30 Uhr Schorndorf, Bahnhofsvorplatz

Der ca. 40 Kilometer durchmessende Meteoritenkrater des Nördlinger Ries war bis ins 18. Jahrhundert ein kultureller Hotspot, an dem die Klöster, die Herrschaft Öttingen-Wallerstein und die Freie Reichsstadt Nördlingen wesentlich beteiligt waren. Der Reichsdeputationshauptschluss 1803 bereitete dieser kulturellen Blüte ein jähes Ende.

So ist an der einmalig gut erhaltenen Baumeister-Orgel von 1734 im ehemaligen Kloster Maihingen heute noch das Siegel der Beschlagnahmung durch die Fürstlich Öttingen-Wallersteinische Gutsverwaltung im Rahmen der Säkularisation erhalten. Die Klosterkirche wurde danach nur noch gelegentlich benutzt, die Orgel dann über 160 Jahre gar nicht mehr. Sie fiel in einen Dornröschenschlaf. Als sie 1990 wieder restauriert und spielbar gemacht worden war, konnte sich in Maihingen niemand mehr daran erinnern, jemals von einem Vorfahren gehört zu haben, dass die Orgel einmal gespielt wurde. Heute haben wir es hier mit einem Erhaltungszustand zu tun, der seinesgleichen sucht! An diesem Instrument wurde – bis auf ein paar gestohlene Pfeifen, die ersetzt werden mussten – nichts verändert. Auch die Balganlage lässt sich noch mit Muskelkraft bedienen. Den berührenden Klang muss man einfach erlebt haben.

In der ehemaligen Klosterkirche Mönchsdeggingen (wegen ihrer einheitlichen Rokoko-Ausstattung nennt man sie auch „Die Wies im Ries“) besuchen wir gleich zwei Orgeln. Die Emporenorgel stand vormals im Kloster Maihingen und wurde von den Gebr. Allgeyer aus Wasseralfingen 1755 nach Mönchsdeggingen versetzt und mit einem eleganten Rokoko-Prospekt versehen. Die wunderbare Chororgel hinter dem Altar wurde 1693 von Paulus Prescher in einem liegenden Schrank gebaut – ein weiteres Unikat. Wegen ihrer Einzigartigkeit und Praktikabilität wurde sie in diesem Jahrhundert schon mehrfach nachgebaut, u. a. für die Kreuzkirche in Dresden.

Alle Orgeln werden für uns auch erklingen.

Programm:

Mönchsdeggingen (Emporenorgel und Chororgel in der Klosterkirche) – Maihingen (Baumeister-Orgel in der Klosterkirche).

Leistungen:

  • Fahrt im modernen Reisebus
  • fachlich qualifizierte Reiseleitung
  • alle Führungen
  • Orgelvorspiel

Preis:

€ 144,– pro Person

Reise buchen

Unsere Studienfahrten und Exkursionen sind bei unserem Partner Hartmann Reisen in Rottenburg-Oberndorf buchbar.

Direktlink: https://www.hartmann-reisen.eu | Die Reisen 2024 sind ab ca. 15. November buchbar.

Sie können auch eine E-Mail schreiben an info@hartmann-reisen.eu oder anrufen (Mo-Fr 9-17 Uhr) unter 07073 915-00. Es ist zunächst auch weiterhin möglich, sich beim Schwäbischen Heimatbund anzumelden; wir leiten Ihre Anmeldung gerne weiter. Die Abwicklung erfolgt auf jeden Fall über Hartmann Reisen. Einen Reisekatalog senden wir Ihnen übrigens gerne zu.

22. Jun. 2024, 8:00

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