Gemälde mit Früchten und Blumen

Paula Modersohn-Becker (Schirn Kunsthalle Frankfurt/Main)

Paula Modersohn-Becker: Stillleben mit Blattpflanze, Zitrone und Apfelsine (Ausschnitt), 1906, Privatsammlung; Tempera auf Leinwand. Gemeinfrei, LINK

Reise Nr. 1

Leitung: Sibylle Setzler M.A.

Mittwoch, 26. Januar 2022 (Tagesfahrt)

Zustieg: 6.35 Uhr Tübingen, Busbahnhof
Abfahrt: 7.30 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.15 Uhr “Parken und Mitnehmen” an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach

Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gilt als die bedeutendste deutsche Künstlerin der Klassischen Moderne. In ihrem kurzen Leben hat sie ein umfassendes vielseitiges Werk geschaffen, das bis heute fasziniert. Zunächst beheimatet in der Künstlerkolonie Worpswede beförderten längere Aufenthalte in Paris ihre künstlerische Entwicklung. Eigenständig fand sie in der Auseinandersetzung mit der älteren Kunstgeschichte und der aktuellen Malerei, der sie in der französischen Kunstmetropole begegnete, zu Bildern, die Tendenzen der Moderne vorwegnahmen. Ihr umfangreiches OEuvre von rund 700 Gemälden spiegelt die Einflüsse der beiden gegensätzlichen Orte wider. Zu Lebzeiten kaum wahrgenommen, wurde ihr einzigartiges Werk erst nach ihrem Tod entdeckt, gewürdigt und in zahlreichen Ausstellungen präsentiert.

Neben wenigen Landschaften zählten Stillleben zu den zunächst bekanntesten und ausgestellten Werken. Ein besonderer Schwerpunkt im Schaffen Paula Modersohn-Beckers liegt aber auf der Darstellung des Menschen, dem Porträt. In ihrer Art der Darstellung, vor allem der Nahsicht, zeigt sich deutlich der Einfluss ägyptischer Mumienporträts aus dem Louvre. Ihre Modelle wählte sie aus der Worpsweder Umgebung: Kinder und Mütter, Armenhäuslerinnen, Bäuerinnen und Bauern. Von herausragender Bedeutung sind ihre Selbstporträts, sie zeigen ihr Ringen um die Ausdrucksmöglichkeiten als Künstlerin und als Frau. Eine Sonderrolle nimmt das “Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag” ein, der erste bekannte Selbstakt einer Künstlerin und zum Zeitpunkt der Entstehung nicht ausstellbar.

Die Kunsthalle Schirn widmet sich dem Gesamtwerk Paula Modersohn-Beckers mit aktuellem Blick und zeigt in einer umfassenden Retrospektive, wie entschieden sie sich über gesellschaftliche und künstlerische Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzte. Besondere Beachtung finden in der nach Serien und Bildmotiven gegliederte Präsentation Modersohn- Beckers außergewöhnlicher Malduktus und ihre künstlerischen Methoden. Die Ausstellung versammelt 116 ihrer Gemälde und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen, darunter Hauptwerke, die heute als Ikonen der Kunstgeschichte gelten.

Leistungen:

  • Fahrt im modernen Reisebus
  • fachlich qualifizierte Reiseleitung
  • alle Führungen
  • alle Eintrittsgelder

Preis: € 139,– pro Person

26. Jan. 2022, 6:30-19:00

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