Plakat mit dem Motiv des Weihnachtsmannes im Schlitten

Ulm und die Moderne. Zum 100. von Otl Aicher

(Titelbild: Otl Aicher, Christkindmarkt, 1947, © Florian Aicher HfG-Archiv – Museum Ulm (LINK)

Ulm und die Moderne. Zum Hundertsten von Otl Aicher

Führung: Sven Gormsen

Samstag, 17. Dezember 2022 (Tagesfahrt) [Reisenr. 811]

Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.40 Uhr Wendlingen, Busbahnhof

Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führungen <3 Ausstellungen!>, Eintritte): € 118,- pro Person

Keine Frage: In Ulm und um Ulm und um Ulm herum bietet die vormalige Reichstadt eine ganze Reihe bekannter Sehenswürdigkeiten. Allen voran das gotische Ulmer Münster, mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Einen Steinwurf davon entfernt das Frührenaissance-Rathaus mit üppiger Fassadenbemalung. Unser Besuch nimmt allerdings Ulms modernes Erbe in den Blick, speziell die Kunsthochschule für Gestaltung, vor allem aber den bemerkenswerten Gestalter Otl Aicher, der dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Eng verbunden sind dabei der politische Zusammenhang seines Lebens und sein Einfluss auf grafische Gestaltung und Corporate Design.

Schon mit fünfzehn Jahren verweigerte er den Beitritt zur Hitlerjugend. Er hielt engen Kontakt zur Familie Scholl und heiratete später Inge Scholl. Sein politisches Engagement prägte ihn in vieler Hinsicht und womöglich am erkennbarsten bei der Entwicklung des Auftritts der Olympischen Spiele in München, die er bewusst als Gegenstück zu den Spielen 1936 präsentieren wollte.

Es liegt also nahe, die Tour durch sein Ulmer Leben mit der Ausstellung Widerstand und Protest zu beginnen. Sie stellt im Museum Ulm Werke von Aicher und zeitgenössischen Künstlern aus neun Ländern und vier Kontinenten zu Themen wie Frieden, Umwelt und Demokratie aus.

Zur gestalterischen Einordnung der Werke Aichers besuchen wir auch die Kunsthalle Weishaupt in Ulms Neuer Mitte, die zu den bedeutendsten privaten Sammlungen in Baden-Württemberg zählt. Die Ausstellung Reine Formsache! Konstruktiv-konkrete Kunst aus der Sammlung Weishaupt öffnet den Blick auf Werke z.B. von Max Bill, Verena Loewensberg und Richard Paul Lohse.

Zentraler Punkt in der Geschichte des modernen Ulm ist die Hochschule für Gestaltung, die von Otl Aicher, Inge Scholl und dem Schweizer Max Bill in der Fortführung der Bauhaus-Tradition gegründet und nach Plänen Max Bills erbaut wurde. Mit dem Blick auf den Bau selbst, sein Archiv und die Ausstellung Otl Aicher. 100 Jahre, 100 Plakate beschließen wir unseren Besuch in der Ulmer Design-Geschichte.

17. Dez. 2022, 8:00-19:30

Museum Ulm

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