Juden in Schwäbisch Gmünd

Judenhaus und Imhofstraße 11 (Nordfassaden) mit freigelegten Funden am Judenhaus | Bildhinweis: Von Gmünder, CC BY 3.0, Link

Geschichte und Kultur der Juden in Südwestdeutschland XI

Fahrt Nr. 831

In Kooperation mit dem Ev. Bildungszentrum Hospitalhof und dem Kath. Bildungswerk Stuttgart

Leitung: Prof. Dr. Benigna Schönhagen
Sonntag, 18. Oktober 2020 (Tagesfahrt)

Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.30 Uhr Schorndorf, Bahnhof (nur auf der Hinfahrt)
Preis (inkl.Fahrt im modernen Reisebus, Führungen, Eintritte): 79,- € pro Person

Nachholtermin zu Fahrt 5 im Reiseprogramm “Kultur- und Studienreisen 2020”

Diese Fahrt war vor der coronabedingten Absage bereits ausgebucht. Die angemeldeten Teilnehmer werden direkt benachrichtigt. Falls dann noch Plätze frei bleiben, können sich weitere Interessenten anmelden. Bei sehr große Nachfrage bieten wir ggf. einen weiteren Termin an. Bitte kontaktieren Sie bei Interesse unsere Geschäftsstelle unter Tel. 0711 23942-11

Als bei Sanierungsarbeiten in der staufischen Altstadt von Schwäbisch Gmünd 2015 zu Tage kam, dass es sich bei dem Haus Imhofstraße Nr. 9 vermutlich um das einstige Gemeindezentrum mit Synagoge der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde von Schwäbisch Gmünd handelt, war die Sensation groß. Denn das aus dem späten 13. Jahrhundert stammende Gebäude, das freilich viele Veränderungen durchgemacht hat, wäre damit das älteste erhaltene Synagogengebäude in Deutschland. Mittlerweile sind die Sanierungsarbeiten fast abgeschlossen und haben gewichtige neue Erkenntnisse zur Geschichte des ehemaligen jüdischen Viertels von Gmünd erbracht.

Ein Rundgang mit dem Stadtarchivar erschließt das “Judenhaus” (domus judaeorum) und das einstige Judenviertel, ermöglicht aber auch einen Blick auf die Spuren der Gmünder Juden in der Neuzeit bis zum Holocaust.

Ein Besuch der neuen Dauerausstellung im Jüdischen Museum Jebenhausen ergänzt die mittelalterliche jüdische Geschichte um den Aspekt des Landjudentums. 1777 von den Freiherrn von Liebenstein angesiedelt, entwickelte sich die jüdische Gemeinde dort zu einer beachtlichen Größe. Im Königreich Württemberg stellte sie eines der 13 neu geschaffenen Rabbinate, bis dieses mit der Übersiedlung zahlreicher Jebenhäuser Juden nach Göppingen in die Kreisstadt verlegt und die Jebenhäuser Synagoge von 1881 bereits 1905 verkauft und abgerissen wurde. Wie immer gibt es auch auf dieser Fahrt Gelegenheit, sich mit den unterschiedlichen Formen von Erinnerungsarbeit auseinander zu setzen.

18. Okt. 2020, Ganztägig

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