Kirche

In unserer Erde. Grabfunde des Frühen Mittelalters im Südwesten

Titelbild: Sülchenkirche, Rottenburg | Bildhinweis: Von Matthias Drengk – www.suelchen.de, gemeinfrei | Link

Reise Nr. 834

Diözesanmuseum Rottenburg am Neckar
Leitung: Dr. Melanie Prange (Kuratorin) und Mitarbeiter

Donnerstag, 29. Oktober 2020 (Halbtagesfahrt)

Abfahrt: 11.40 Uhr Stuttgart, Karlsplatz / Zustieg: 12.30 Uhr Tübingen, Busbahnhof

Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führung, Eintritte): € 87,- pro Person

Bei den im Zuge der Neugestaltung der bischöflichen Grablege in der Rottenbuger Sülchenkirche (2011–2017) erfolgten archäologischen Grabungen wurden bedeutende frühmittelalterliche Grabschätze gefunden. Das Diözesanmuseum stellt nun Sülchens 1500-jährige ununterbrochene Bestattungstradition in den Mittelpunkt einer großen Ausstellung. Die Präsentation fragt danach, wer die im 6./7. Jahrhundert in Sülchen bestatteten Personen waren, welchen ethnischen Gruppen sie angehörten, welche religiösen Vorstellungen sie hatten. Diese Fragen können nur anhand der Sülchener Grabbeigaben und vergleichbarer Objekte aus der Umgebung diskutiert werden, denn schriftliche Berichte gibt es aus dieser Zeit fast nicht.

Das Frühmittelalter war eine Zeit, in der die Menschen einerseits kleinräumig zusammen lebten, andererseits aber durchaus mobil waren und Handels- und Verwandtschaftsbeziehungen über  große Distanzen hinweg pflegten. So werden aus südwestdeutschen Gräbern auch wertvolle byzantinische Schmuckobjekte, burgundische Fibeln, langobardisch geprägte Goldblattkreuze oder Bernsteine aus Nordeuropa gezeigt. Eine Besichtigung der Sülchenkirche rundet das Programm ab.

29. Okt. 2020, 11:40-19:00

Rottenburg am Neckar

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