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ANKÜNDIGUNG: Namibia – Faszination Südwest-Afrika

Deadvlei, Namibia | Bildhinweis: Von Texasranger92 – Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, Link

Kultur, Geschichte und Natur zwischen Swakopmund und Waterberg

Unsere für 2020 geplante Namibiareise mussten wir leider wegen der Corona-Pandemie absagen. Nun wollen wir diese außergewöhnliche Reise Ende November/Anfang Dezember 2021 erneut angehen und mit unserem bewährten Reiseleiter Dr. Raimund Waibel auf einer 15tägigen Reise die kunst- und kulturhistorischen Schätze und die faszinierende Natur Namibias erkunden. Natürlich auf Heimatbund-Art – also mit großen, weithin bekannten Höhepunkten, aber ebenso mit Überraschungen, die Sie nicht in jedem Reiseprogramm finden.

Reisetermin voraussichtlich: am oder um den 25.11.2021

Die detaillierte Reiseausschreibung erscheint voraussichtlich im Februar/März 2021.

Bitte informieren Sie unsere Geschäftsstelle, wenn Sie sich für diese Reise interessieren: telefonisch unter 0711 23942-11 oder per E-Mail an reisen@schwaebischer-heimatbund.de. Wir schicken Ihnen die Reiseausschreibung dann nach Fertigstellung gerne zu.

Namibia, das ist zunächst und allererst Afrika im südwestlichsten Zipfel des Kontinents mit all seiner Faszination von Land und Leuten, Flora und Fauna: die überwältigende Landschaft der trockenen, oft felsigen Heimat der schwarzen und weißen Namibianer. Das sind die roten Sande der Kalahari und die Wüste Namib mit den gigantischen Dünen des Sossusvlei und des Dead Vlei, zwischen denen der Tsauchab-Fluss einfach verschwindet, und die zerklüfteten Naukluft- und Erongo-Gebirge. Im Nationalpark der Etosha-Pfanne fasziniert die afrikanische Tierwelt mit Elefanten, Löwen, Geparden, Giraffen, Nashörnern, Zebras, Springböcken, Kudus und vielen anderen Wildtieren, vor allem Vögeln. Unter den wenigen Städten des Landes steht die quirlige Hauptstadt Windhuk im auffälligen Kontrast zum noch stark wilhelminisch geprägten, durch den Benguela-Strom vor der Küste gekühlten, vergleichsweise beschaulichen Swakopmund.

Nicht weniger als mit der Geologie, Flora und Fauna wollen wir uns mit der Geschichte des Landes beschäftigen – von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart. Die überwältigenden steinzeitlichen Buschmann-Felszeichnungen und -Ritzungen zeugen von einer Jahrtausende alten Besiedlung. Die Konflikte, die seit dem 18. Jahrhundert verstärkt mit europäischen Zuwanderern, Kolonisten, Missionaren, Glücksrittern und dann auch dem Militär entstanden, gehören zur namibianischen Geschichte ebenso wie die Zeugnisse der deutschen Kolonialgeschichte, die hier wie sonst nirgendwo mehr auf der Welt zu finden sind.

Das wilhelminische Kaiserreich war in seinem Überlegenheitsglauben viel zu befangen, um mit der unheilvollen Konfrontation von Schwarz und Weiß, die schließlich im Genozid an den Herero nach der Schlacht am Waterberg gipfelte, umzugehen. Der Unabhängigkeitskampf der SWAPO gegen das weiße Südafrika seit 1966 mündete schließlich, für manche vielleicht überraschend, in ein bemerkenswert friedliches Zusammenleben seit der Unabhängigkeit des Landes 1990.

Die Bezüge zu Württemberg um 1900 sind mannigfaltig. Sie werden etwa deutlich in vielen Exponaten und Erläuterungen in den historischen Museen des Landes und sind Bestandteil so manch einer Biographie der Siedler in “Deutsch-Südwest”.

So stellen wir uns den Reiseverlauf vor:

1. Tag: Auf nach Afrika: Anreise von Stuttgart zum Flughafen Frankfurt – abends Abflug nach Windhuk.

2. Tag: Faszination Kalahari: Ankunft in Windhuk – Friedhof “Heroe‘s Acre” (jüngere Vergangenheit und Gegenwart Namibias) – Rehoboth (einst Hauptort des “Homelands” der traditions- und selbstbewussten Baster, Nachkommen von Buren und Nama-Frauen, “Rehobother Museum”, Pauluskirche von 1906) – durch die rote Landschaft der Kalahari zur Übernachtung in der Savanne (Fahrt in den Dünen zum Sonnenuntergang, ein unvergessliches Erlebnis).

3. Tag: Auf zur Namib!: Über Mariental und Maltahöhe (Farmhaus des Diamantenkönigs August Stauch, Schutztruppengräber, Schutztruppengeschichte) in die Namibwüste und zum Sesriem-Canyon (geologisches Lehr- und Bilderbuch, kleine Wanderung). Abends ein namibianisches “Braai” (afrikaans: “Braten/Grillen”) unter dem einmaligen Sternenhimmel der Namib.

4. Tag: Im Bann der Namib-Wüste: Höhepunkt einer Namibiareise: Sossusvlei und Dead Vlei. Flora und Fauna dieser von 200 m hohen Sanddünen umgebenen Lehmsenken, darunter Gazellen und Antilopen, hängen von den gelegentlichen Wassern des Tsauchab-Flusses ab – durch die Namib und die wilde Landschaft der Naukluftberge, über den Wüstenort Solitaire, den Kuiseb- und den Gaub-Canyon (kleiner Spaziergang) und über den Kuiseb-Pass zur Atlantikküste nach Swakopmund.

5. Tag: Kolonialgeschichte in Swakopmund: Swakopmund war das wirtschaftliche Herz des deutschen “Schutzgebiets” Südwestafrika, der Hafen das Tor zur großen weiten Welt. Viele Gebäude haben sich als Zeugen der deutschen Kolonialgeschichte erhalten. Rundgang, u.a. “Hohenzollernhaus”, Altes Amtsgericht, Lazarett, Kaserne, Woermann-Haus (Kaufmannshaus) mit Turm, alter Bahnhof, Kirche, wilhelminische Landungsbrücke “Jetty”, Swakopmund-Museum, Leuchtturm, Denkmäler für die Gefallenen und die im Gefangenenlager umgekommenen Opfer des Hereroaufstands, Mineralienausstellung in der fantastischen “Kristall-Galerie”, Holzschnitzerstände) – Ausflug entlang der Küste nach Walvis Bay (kleine Rundfahrt, Blick in den modernen Hafen, Lagune mit Tausenden von Flamingos, Saline).

6. Tag: Die Wüste lebt!: Exkursion in die geheimnisvolle Welt der Kleinlebewesen in den Dünen bei Swakopmund – entlang der Skelettküste (Schiffsfriedhof ) durch die Savanne nach Usakos (deutscher Kolonialbahnhof mit vergessenen Waggons und einer Lokomotive, Kolonialgebäude). Übernachtung in den Erongo-Bergen.

7. Tag: Rund ums “Matterhorn Namibias” – die Erongoberge: Wanderung durch die felsige Savanne zur Phillipshöhle (Jahrtausende alte Felszeichnungen) auf dem Gelände der Ameib-Farm, einer ehemaligen rheinischen Missionsstation – zum “Matterhorn” Namibias, der Spitzkoppe (Rundfahrt, Felsenbrücke, Felszeichnungen, Klippschliefer-Beobachtung, Reste eines Schutztruppen-Wachtpostens …) – “Tsiseb-Conservancy” in Uis (indigene Organisation zur ökologisch-nachhaltigen Nutzung des Landes, auch durch Tourismus; informationsreiche Ausstellung, Gespräch mit Mitarbeitern dieses speziell namibianischen Entwicklungskonzepts).

8. Tag: Im Land der prähistorischen Felszeichnungen: Wanderung durch die atemberaubende Landschaft des Tsiseb-Tals zu beeindruckenden, Jahrtausende alten Felszeichnungen, in deren Zentrum inmitten von Menschen und Tieren das berühmte Bild der sogenannten “White Lady” steht – in Wirklichkeit die Wiedergabe eines Jägers – ins Land der Nama (Blicke auf den “verbrannten Berg” und den Basaltfluss der “Orgelpfeifen”) nach Twyfelfontein (beeindruckende Felszeichnungen) – kurze Fahrt ins Flusstal Aba Huab auf der Suche nach Wüstenelefanten.

9. Tag: Durchs Damaraland zur Etosha-Pfanne: Landschaftlich abwechslungsreiche Fahrt über das Grootberg-Plateau und Kamanjab und durch den seltener besuchten Westteil des Etosha-Nationalparks zur Etosha-(Salz-)Pfanne (Wildbeobachtung am Okondeka-Wasserloch) – weitere Tierbeobachtungen und/oder bizarrer “Märchenwald” der endemischen Moringa-Bäume – Übernachtung innerhalb des Parks; nachts beleuchtetes Wasserloch mit Dutzenden von Tieren in nächster Nähe, oft Großwild.

10. Tag: Von Wasserloch zu Wasserloch – Fotosafari in der Etosha-Pfanne: Ganztägige “Foto-Pirsch” auf den Spuren der Tierwelt der Etosha-Pfanne –Fort Namutoni (ursprünglich ein Fort der deutschen Kolonialtruppe, Übernachtung).

11. Tag: Spuren deutscher Kolonialgeschichte: Namibias Nordwesten ist noch in besonderer Weise von seiner “deutschen” Vergangenheit geprägt. Nach weiteren Tierbeobachtungen im Nationalpark ins “Maisdreieck” Namibias nach Grootefontein (Schutztruppenfort mit Museum) – Hoba-Meteorit, größter Metallmeteorit der Welt – Tsumeb (noch sehr kolonial geprägtes Zentrum von ehemals “Deutsch-Südwest”; historischer Rundgang: u.a. katholische Kirche, deutsche Schule, Minenbüro, Direktorenhaus, bemerkenswertes Museum, Übernachtung im “deutschen” “Minen-Hotel”).

12. Tag: Am Waterberg: Auf Nebenstraßen durch das ehemalige Herero-Homeland über Otavi, die Kombat-Kupfermine und das Denkmal zur Kapitulation der Schutztruppe 1914 zum Waterberg, einem rund 50 km langen Tafelberg, der zu den landschaftlichen Höhepunkten Namibias zählt (Besuch von Erinnerungsplätzen der deutschen Kolonialgeschichte im Waterberg-Plateau-Nationalpark: ehemalige Kolonial-Polizeistation, Reste der alten Anlagen, Friedhof, kleine Wanderung in herrlicher Landschaft auf dem Lehrpfad zur Geschichte der Schlacht am Waterberg 1904). Übernachtung im Nationalpark.

13. Tag: Das afrikanische Namibia in Vergangenheit und Gegenwart: Okahandja (Rundgang vom historischen Kolonialbahnhof zur Kirche der Rheinischen Mission und zum Grab des Orlam Jonker Afrikaner, eines bedeutenden Hereroführers des 19. Jhs.). Nachmittags Besuch in Katatura, dem “afrikanischen” Teil Windhuks als Kontrast zur weiß geprägten Windhuk-City. Hier leben Herero, Ovambo, Nama, Damara … quasi alle Bevölkerungsteile Namibias. Übernachtung in Windhuk.

14. Tag: Windhuk – die Hauptstadt: Ausführliche Besichtigungstour durch Windhuk-City: u.a. Christuskirche (Jugendstil), Alte Feste, Schutztruppendenkmal, Leutweinfriedhof, Parlamentsgebäude “Tintenpalast” (sofern keine Parlamentssitzung), Unabhängigkeitsmuseum, Owela-Museum (natur- und völkerkundliches Museum), modernes Zentrum. Abends Rückflug nach Frankfurt.

15. Tag: Ankunft in Deutschland und Heimreise: Ankunft inFrankfurt, Rückreise nach Stuttgart.

Bereits jetzt können Sie sicher sein, dass Sie mit dem Schwäbischen Heimatbund Land und Leute Namibias auf besonderen und nicht alltäglichen Wegen kennen lernen werden.

Information

Für Frühjahr 2021 planen wir einen Informationsabend in unserer Geschäftsstelle in Stuttgart. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung erforderlich. Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn wir Ihnen eine Einladung dazu zukommen lassen dürfen: Tel. 0711 23942-11 oder E-Mail an reisen@schwaebischer-heimatbund.de.

25. Nov. 2021 bis 10. Dez. 2021, Ganztägig

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