Mit einem Vortragsabend am 16.3.2026 in der Architektenkammer Baden-Württemberg ging das vom SHB über vier Jahre hinweg unterstützte Projekt zur Erforschung und Inventarisation der Gärten und Parks des Büros Albert Lilienfein & Sohn zu Ende.
Seit der Gründung des Betriebs im Jahr 1871 gehörten Albert Lilienfein und Sohn zu den herausragenden und äußerst vielbeschäftigten Gartenarchitekten im privaten wie öffentlichen Gartenbau bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Ihre Arbeiten sind im gesamten württembergischen Raum, aber auch darüber hinaus zu finden und teilweise bis heute in erstaunlich gutem Zustand zu entdecken. Zu den größten gehört beispielsweise der Park der bekannten Villa Franck in Murrhardt.

Thomas Hauptmann, ebenfalls Landschaftsarchitekt aus Nürtingen, stattete als Projektbearbeiter und Autor des jüngst im Eigenverlag veröffentlichten Buches den rund 70 Gästen einen ausführlich bebilderten und unterhaltsamen Bericht ab, der illustrierte, wie vielseitig das Büro war und wie prägend die Garten- und Parkgestaltungen vor allem für die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts waren.
Zuvor hatten Carmen Mundorff, Geschäftsführerin Architektur und Baukultur der AKBW, und SHB-Geschäftsführer Dr. Bernd Langner begrüßt und zum Ausdruck gebracht, wie wertvoll die „Fleißarbeit“ von Thomas Hauptmann ist und wie bereichernd für die Kenntnis des Landschaftsbaus vor 100 bis 150 Jahren. Ein Vortrag von Hannes Rother von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur über den denkmalpflegerischen Umgang mit historischen Landschaftsgärten ergänzte den Abend.
Das Buch ist erhältlich über die Geschäftsstelle des Schwäbischen Heimatbundes zum Preis von 15 € zzgl. Versandkosten.
Bernd Langner
Titelbild: Albert Lilienfein, Hausgarten Oskar Keller in Albstadt ca. 1925 (Foto Stadtarchiv Albstadt)
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