SHB fordert Landesregierung auf, Landschaftsverbrauch einzudämmen

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SHB fordert Landesregierung auf, Landschaftsverbrauch einzudämmen

Der Schwäbische Heimatbund beklagt den hohen Landverbrauch für Siedlungen und Verkehrsinfrastruktur und fordert die Landesregierung auf, ein Programm zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung des innerörtlichen Potenzials (MELAP) nach Abschluss der Modellphase aufzulegen und finanziell auszustatten. Damit soll auch den Forderungen des Nachhaltigkeitsbeirates des Landes Rechnung getragen werden.

Der Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Baden-Württemberg hat es 2004 der Landesregierung und dem Landtag ins Stammbuch geschrieben: runter von zwölf Hektar täglichen Landschaftsverbrauchs, Ziel sei drei Hektar.

Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg hat im Jahr 2002 ein Modellprojekt zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung des innerörtlichen Potenzials (MELAP) ausgeschrieben. 41 Städte und Gemeinden bewarben sich, 13 kamen ins Programm mit einer Finanzausstattung von 10,4 Mio. von 2004 bis 2008. Der Schwäbische Heimatbund begrüßt das MELAP-Programm. Mit dem Programm wird ein Thema aufgegriffen, das seit Jahrzehnten latent vorhanden und in dreierlei Hinsicht bedeutsam ist:.

1. Verringerung des Landschaftsverbrauchs
2. Nutzung erschlossener Grundstücke (Baulücken)
3. Umnutzung bestehender Bausubstanz

Das sind alles Maßnahmen im bisherigen Siedlungsbereich und nicht am Ortsrand in Streuobstwiesen oder auf herausragenden landwirtschaftlichen Böden.

Deshalb fordert der Schwäbische Heimatbund die Landesregierung auf:

a) das Programm nach Abschluss und Auswertung der 13 Modellgemeinden fortzusetzen
b) die Ergebnisse als Hilfestellung für andere kommunale Initiativen zu dokumentieren
c) die Erkenntnisse und Erfahrungen der Modellphase in konkrete Förderprogramme des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum als Anreiz für Kommunen umzusetzen.
(Mai 2004)