Satzung des Schwäbischen Heimatbundes e.V.

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Satzung des Schwäbischen Heimatbundes e.V.

(vom 11.5.1991, geändert am 16.5.1998, am 23.6.2007 und am 19.12.2016)

§ 1 Name und Sitz des Vereins

  1. Der Verein führt den Namen Schwäbischer Heimatbund e. V.
  2. Der Verein ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Er hat seinen Sitz in Stuttgart.

§ 2 Zweck des Vereins

  1. Der Schwäbische Heimatbund will die naturgegebenen und kulturellen Grundlagen unserer schwäbischen Heimat erhalten und stärken, für die Aufgaben der Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft nutzen und dadurch einen sachgerechten und zeitgemäßen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und ihrer Umwelt leisten.
  2. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
    a) vereinseigene Veröffentlichungen,
    b) Vorträge, Führungen, Studien- und Lehrfahrten, Ausstellungen, Konzerte, Dichterlesungen, Tagungen, Verleihung von Preisen,
    c) sachverständige Beratungen und Stellungnahmen zu wichtigen, mit der Arbeit des Vereins zusammenhängenden Tagesfragen, auch in Presse und Rundfunk,
    d) Erwerb und Pflege von Kulturdenkmalen und naturschutzwürdigen Grundstücken.
  3. Ausgehend von der Ausdehnung des einstigen Herzogtums Schwaben sowie der Prägung Europas vom deutschen Südwesten aus seit der Stauferzeit, hat sich der Schwäbische Heimatbund weiter zum Ziel gesetzt, die bedeutendsten deutschen Einflüsse und Spuren in Kunst, Architektur und Kultur im gesamten, insbesondere deutschsprachigen, europäischen Raum zu erkunden, aufzuzeigen und der Allgemeinheit zugänglich zu machen sowie das dort vorgefundene kulturelle Erbe zu vermitteln, zu fördern und zu erhalten. Im Sinne eines gelebten Völkerverständigungsgedankens kann dies auch im Zusammenwirken mit vor Ort ansässigen Einrichtungen auf den Gebieten der Kulturpflege und des Denkmalschutzes erfolgen.
  4. Der Schwäbische Heimatbund verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts «Steuerbegünstigte Zwecke» der Abgabenordnung, und zwar insbesondere durch Förderung der Volksbildung, der Denkmalpflege und des Naturschutzes.
  5. Der Schwäbische Heimatbund ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  6. Der Schwäbische Heimatbund ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können natürliche Personen (persönliche Einzelmitgliedschaft) und juristische Personen (körperschaftliche Mitgliedschaft) werden. Die Mitgliedschaft wird durch Abgabe einer Beitrittserklärung beantragt.
  2. Über die Aufnahme eines Mitglieds entscheidet der Vorstand. Er kann die Entscheidung auf ein anderes Organ des Vereins übertragen.
  3. Zu Ehrenmitgliedern kann die Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstands Personen ernennen, die sich um den Verein und seine Ziele besonders verdient gemacht haben.
  4. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.
  5. Der Austritt ist nur auf Ende eines Geschäftsjahres zulässig; er muss dem Verein mindestens 3 Monate vorher schriftlich erklärt werden.
  6. Ein Mitglied kann vom Vorstand ausgeschlossen werden,
    a) wenn es dem Zweck des Vereins zuwiderhandelt,
    b) wenn es trotz schriftlicher Erinnerung in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Jahresbeitrag nicht bezahlt hat.

§ 4 Jahresbeitrag

  1. Natürliche Mitglieder leisten einen Jahresbeitrag, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird. Er wird am 1. Januar für das neue Jahr fällig.
  2. Körperschaftliche Mitglieder bezahlen einen Jahresbeitrag, der höher ist als der Jahresbeitrag für natürliche Personen. Die Höhe wird vom Vorstand festgesetzt.

§ 5 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 6 Organe des Vereins

  1. Organe des Vereins sind:
    a) die Mitgliederversammlung,
    b) der Vorstand,
    c) der Vorsitzende und seine beiden Stellvertreter,
    d) der Beirat.
  2. Der Vorsitzende und seine beiden Stellvertreter bilden den Vorstand im Sinne von § 26 BGB; jeder ist allein vertretungsberechtigt.
  3. Die Tätigkeit des Vorstands und der Mitglieder der anderen Organe des Vereins ist ehrenamtlich. Notwendige Aufwendungen, insbesondere Reisekosten, können erstattet werden.

§ 7 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung findet jährlich mindestens einmal statt.
  2. Sie hat die Aufgabe,
    a) den Vorsitzenden, seine beiden Stellvertreter, den Schatzmeister, den Schriftführer und zwei weitere Mitglieder sowie die Beiratsmitglieder auf die Dauer von drei Jahren zu wählen,
    b) den Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden, den Kassenbericht des Schatzmeisters und den Prüfungsbericht des vom Vorstand bestimmten Kassenprüfers entgegenzunehmen und dem Vorstand Entlastung zu erteilen,
    c) die Höhe des Jahresbeitrages für die natürlichen Mitglieder festzusetzen,
    d) über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins zu beschließen,
    e) die vom Vorstand vorgeschlagenen Ehrenmitglieder zu ernennen,
    f) über sonstige wichtige Angelegenheiten des Vereins sowie über Anträge der Mitglieder zu beschließen.
  3. Die Mitgliederversammlung ist vom Vorsitzenden rechtzeitig, jedoch mindestens 10 Tage vorher, unter Angabe der Tagesordnung durch Mitteilung in der vereinseigenen Zeitschrift einzuberufen.
  4. Anträge der Mitglieder zur Tagesordnung sind spätestens fünf Tage vor der Versammlung dem Vorsitzenden schriftlich zu übermitteln.
  5. Der Vorsitzende hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn die Belange des Vereins es erfordern oder wenn mindestens 5% der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Zwecks verlangen.
  6. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden geleitet. Sie beschließt mit der einfachen Stimmenmehrheit der erschienenen Mitglieder. Satzungsänderungen und die Ernennung von Ehrenmitgliedern bedürfen einer Dreiviertelmehrheit der erschienenen Mitglieder.

§ 8 Der Vorstand

  1. Der Vorsitzende, seine beiden Stellvertreter, der Schatzmeister, der Schriftführer und zwei weitere Mitglieder bilden den Vorstand.
  2. Der Vorstand beschließt über alle Angelegenheiten des Vereins, die nicht der Mitgliederversammlung oder dem Vorsitzenden vorbehalten sind.
  3. Der Vorstand tritt möglichst monatlich zusammen.

§ 9 Vorsitzender

  1. Der Vorsitzende lädt unter Angabe der Tagesordnung zu den Sitzungen der Vereinsorgane ein und leitet sie.
  2. Der Vorsitzende erledigt mit Hilfe des Geschäftsführers die laufenden Geschäfte.
  3. Im Verhinderungsfall wird der Vorsitzende durch einen der beiden Stellvertreter vertreten.

§ 10 Beirat

  1. Der Beirat berät den Vorstand vor allem in Fachfragen und in Angelegenheiten von regionaler Bedeutung. Der Beirat soll helfen, die Verbindung zwischen den Organen des Vereins und seinen Mitgliedern zu stärken. Der Beirat tritt mit dem Vorstand zu gemeinsamer Sitzung zusammen, wenn dieser es für notwendig hält oder mindestens die Hälfte der Beiratsmitglieder es wünschen, jedenfalls aber zweimal im Jahr.
  2. Die Beiratsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Dem Beirat sollen angehören: Fachleute der für Naturschutz und Landschaftspflege, Denkmalpflege, Volkskunde und für technische Aufgaben zuständigen Behörden, die im Arbeitsbereich des Vereins tätig sind, ferner Mitarbeiter des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart, des Württembergischen Landesmuseums, der Württembergischen Landesbibliothek und der Staatlichen Archivverwaltung.

§ 11 Geschäftsführer

Der Geschäftsführer erledigt mit Vertretungsmacht die laufenden Geschäfte und führt die Beschlüsse des Vorstands und der Mitgliederversammlung aus. Er ist dem Vorstand verantwortlich. Sein Aufgabenbereich und die Arbeitseinteilung in der Geschäftsstelle werden durch eine vom Vorstand zu erlassende Geschäftsordnung bestimmt. Der Geschäftsführer ist Angestellter des Vereins.

§ 12 Ausschüsse

  1. Der Vorstand bildet Ausschüsse. Deren Vorsitzende werden vom Vorstand berufen.
  2. Die Ausschüsse haben folgende Aufgaben:
    a) Auseinandersetzung mit Problemen des Fachgebietes
    b) Durchführung laufender Aufgaben im Fachgebiet
    c) Beratung von Vorstand sowie örtlichen und überörtlichen Gruppierungen in Fachfragen
  3. Die Ausschüsse haben ein Selbstergänzungsrecht. Eine solche Ergänzung ist dem Vorstand mitzuteilen.
  4. Die Amtsdauer des Ausschussvorsitzenden und der Ausschussmitglieder läuft parallel zur Amtsdauer des Vorstands.
  5. Folgende Ausschüsse sollen gebildet werden: Redaktion für die Zeitschrift Schwäbische Heimat, Natur- und Umweltschutz, Denkmalschutz, Städtebau, Allgemeine Heimatpflege, Liegenschaften, Veranstaltungen, Werbung. Bei Bedarf können weitere Ausschüsse gebildet werden.
  6. Auf Wunsch des Ausschusses hat der Vorstand einen Vertreter des Ausschusses zu hören.

§ 13 Örtliche und überörtliche Gruppen

  1. Der Schwäbische Heimatbund bildet gebietlich abgegrenzte, örtliche und überörtliche Gruppen, z. B. Regional-, Stadt- und Ortsgruppen. Sie arbeiten im Sinne des Vereinszwecks und auf der Grundlage dieser Vereinssatzung in ihrem Bereich.
  2. Die Leitung der Gruppen übernehmen deren Vorstände.
  3. Die im Gebiet einer Gruppe wohnenden Mitglieder des Schwäbischen Heimatbundes wählen den Vorsitzenden der Gruppe und bis zu zwei Stellvertreter mit einfacher Stimmenmehrheit auf die Dauer von drei Jahren.
  4. Die Vorstände der Gruppen treffen sich mindestens einmal im Jahr mit dem Vereinsvorstand zu einer gemeinsamen Sitzung und einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vereinsvorstand und dem Beirat.
  5. Auf Wunsch des Vorstands der Gruppe hat der Vereinsvorstand einen Vertreter der Gruppe zu hören.

§ 14 Niederschriften

Über die Sitzungen des Vorstands und über die Mitgliederversammlungen sind Niederschriften aufzunehmen die mindestens die gefassten Beschlüsse enthalten müssen: Der Schriftführer beurkundet die Beschlüsse.

§ 15 Auflösung des Vereins

Über die Auflösung des Vereins kann nur eine zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung entscheiden, wenn mindestens 10% der Mitglieder anwesend sind. Ist dies nicht der Fall, so muss eine neue Mitgliederversammlung unter Einhaltung einer Frist von mindestens einem Monat einberufen werden, die dann ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist. Für den Beschluss ist eine Mehrheit von vier Fünfteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.

§ 16 Gemeinnützigkeit

  1. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
  2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  3. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an das Land Baden-Württemberg, und zwar an die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

§ 17 Inkrafttreten

Die Satzung tritt am 19. Dezember 2016 in Kraft. Damit erlischt die Satzung vom 23. Juni 2007.