Ortsgruppe Tübingen
Unsere Gruppe hat rund 350 Mitglieder. Unsere Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Denkmalpflege, Naturschutz sowie Pflege der Kulturlandschaft und reichen über das Stadtgebiet Tübingens in die nähere Umgebung hinaus.
Denkmalpflege:

Auf dem Tübinger Stadtfriedhof
Wir bemühen uns, das schützenswerte Kulturgut der im Zweiten Weltkrieg unzerstört gebliebenen Altstadt von Tübingen lebendig zu erhalten in ihrer Mischung aus Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Universitätseinrichtungen und öffentlichem Raum. Die Authentizität der historischen Bebauung soll erhalten bleiben. Unsere Mitglieder wirken dabei - teilweise federführend - mit in den Arbeitsgruppen und dem Forum Tübingen 2030 - Leitlinien für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Neben dem SHB sind dort die Kunstgeschichtliche Gesellschaft, mehrere Universitätsinstitute und Mitglieder der Architektenkammergruppe vertreten. In jüngster Zeit gab es vielbeachtete Stellungnahmen, zum Beispiel:
- zur Neunutzung von Stadtbrachen, insbesondere der Maschinenfabrik Majer am westlichen Altstadtrand,
- zur Planung eines Investors auf Grundstücken zwischen Pfleghof und Mühlstraße (Abriss mehrerer frühklassizistischer Gebäude) oder
- zur Planung und Entwicklung des Technologiequartiers Obere Viehweide.
Naturschutz und Pflege der Kulturlandschaft:
Wir arbeiten mit an mehreren Agenda 21-Projekten, z.B. Freihaltung der Mittelhangzonen von Verwilderung und Verbuschung oder Neugestaltung des Anlagensees. In jüngster Zeit hat sich die Ortsgruppe bei der Standortsuche für eine Großsporthalle erfolgreich für den Erhalt der historischen Tübinger Alleen mit ihrer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt eingesetzt.
Stadtfriedhof Tübingen:
Der größte Erfolg der letzten Jahre war die Wiedereröffnung und Weiterbelegung des historischen Tübinger Stadtfriedhofs am 1. Januar 2002.
In unserem Jahresprogramm bieten wir regelmäßig mehrere Vorträge, Führungen und Tagesfahrten an.
| (Kostenbeiträge für die Sonderbusfahrten (soweit nicht gesondert angegeben - inkl. Führungen): 26,- Euro p.P., Personen mit Begleitung 37,- Euro, in Ausbildung 16,- Euro, Storno nach Anmeldeschluss 10,- Euro; je mind. 18 Teilnehmer) | |
| Datum | Veranstaltung |
|---|---|
| Mittwoch, 21. März 2012, 19.00 Uhr |
Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Tübingen, anschl. öffentlicher Vortrag mit Lichtbildern (ca. 20.15 Uhr) zum Auftakt des Uhland-Jubiläums-Jahres (150. Todestag) von dem Kunsthistoriker Gernot Närger mit dem Thema: Das Tübinger Uhlanddenkmal von Gustav Adolph Kietz. Die Besteller. Der Wettbewerb. Das Bildungsprogramm. (Tübingen, Club Voltaire, Haaggasse 26b). Mitglieder und Freunde der SHB-Ortsgruppe Tübingen erhal-ten hierzu eine gesonderte Einladung. |
| Samstag, 12. Mai 2012, 14.00 Uhr |
Exkursion nach Dettensee, Ihlingen und Rexingen In Dettensee lohnt zunächst ein kurzer Weg zum dortigen jüdischen Friedhof. Im Zentrum des Dorfes steht die Vogtei des 1585 erbauten, später barockisierten Renaissanceschlosses, das im 18. Jh. im Besitz des Klosters Muri stand und nach der Säkularisierung zusehends baufällig wurde und zerfiel. Erst in den 1980er-Jahren gelang es dem Architekten Albrecht Laubis, die verbliebene Anlage behutsam zu restaurieren. Er wurde 1992 für seine mustergültige Arbeit mit dem Preis des SHB ausgezeichnet. Ein kleiner Rundgang durch den Hof und den ehemaligen Schlossgarten bietet sich an, vielleicht eröffnet sich ein Blick in das von Privat bewohnte Anwesen. Durchs romantische Isenburger Tal erreichen wir auf der gegenüberliegenden Neckarseite die einstige Mutterkirche von Horb, die im 12. Jahrhundert erbaute Jakobskirche von Ihlingen. Im nahen Rexingen fand die jüdische Bevölkerung einen besonderen Schutz unter der Herrschaft der 1275 dort heimisch gewordenen Johanniterkommende. Durch die Nähe zur Neckar-, Gäu- und Nagoldbahn florierte der Viehmarkt und Rexingen entwickelte sich zur "Viehbörse" Süddeutschlands. In der ehemaligen Synagoge und im größten Judenfriedhof unserer Region werden wir von einem der Vorsitzenden des dortigen Fördervereins orts- und sachkundig geführt. Zum Abschluss werden wir auf der Heimfahrt, wenn es Zeit und Wetter erlauben, ein Stück weit den im letzten Jahr bei der Horber Gartenschau neugewonnenen Neckaruferweg erkunden. Männliche Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzunehmen. Reiseleitung: Dr. Johanna Petersmann Abfahrt mit Sonderbus: 14.00 Uhr ab Tübingen Obf., Bahnsteig A. Rückkehr: ca. 19.00 Uhr Schriftliche Anmeldung beim Vorsitzenden Frieder Miller erbeten (Adresse siehe unten) bis spätestens Freitag, 4. Mai 2012, notfalls auch über Tel. 07071/253388 (Miller). |
| Samstag, 16. Juni 2012 | Jahreshauptversammlung des SHB in Nürtingen Weitere Infos in der SH 2012/1 sowie hier Anmeldung bei der Geschäftsstelle in Stuttgart (0711/2394211) oder per email Kontaktformular |
| Samstag, 23. Juni 2012, 14.00 Uhr |
Exkursion nach Ofterdingen: Mauritiuskirche und Heimatmuseum Ofterdingen hat mehr zu bieten als nur Tankstellen an der Bundesstraße. Die Wurzeln des Ortes gehen über 850 Jahre zurück. Ob allerdings der sagenhafte Minnesänger Heinrich von Ofterdingen aus dem Steinlachtal stammt, ist historisch nicht belegbar. Dennoch steht er als lebensgroße Bronze-Statue auf dem Kirchplatz. Die spätgotische Mauritiuskirche, eine der schönsten Dorfkirchen im Kreis Tübingen, trägt Bebenhäuser Handschrift, weil Ofterdingen ab 1417 im Besitz des Klosters war. Das schöne Chorgestühl ist sogar noch älter. Es stammt aus der Vorgängerkirche, die früher außerhalb des Dorfes stand. Bemerkenswert auch die hervorragende Rokokko-Orgel von 1775, deren Ursprünge auf den Tübinger Orgelmacher Hans Rüdiger zurückgehen. 1995 erhielt sie zwar ein neues Innenleben, wurde jedoch äußerlich in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die eine oder andere Hörprobe wird unseren Kirchgang unter kundiger Führung von Pfarrer Albrecht Esche abrunden. Ein Gang durchs Dorf führt uns anschließend in das Ofterdinger Heimatmuseum. Dort steht das frühere Orgelrückpositiv, das vor kurzem restauriert und wieder spielbar gemacht wurde. Bei einem Rundgang durchs Museum erhalten wir interessante Einblicke in die frühere dörfliche Arbeits- und Lebenswelt. Dazu gehört auch eine restaurierte Dampfmaschine (heute allerdings elektrisch betrieben), die früher die Geräte in einer der vielen Stielfabriken angetrieben hat. Reiseleitung: Udo Rauch Abfahrt mit Sonderbus: 14.00 Uhr ab Tübingen Obf., Bahnsteig A. Rückkehr: ca. 19.00 Uhr Schriftliche Anmeldung beim Vorsitzenden Frieder Miller erbeten (Adresse siehe unten) bis spätestens Freitag, 15. Juni 2012, notfalls auch über Tel. 07071/253388 (Miller). |
| Samstag, 7. Juli 2012, 14.00 Uhr |
Die Herrenberger Straße in Tübingen Wahrscheinlich folgt die Herrenberger Straße einem uralten Verlauf und wurde schon in römischer Zeit begangen. Im Mittelalter verlief hier die alte Reichsstraße, die Tübingen über den Schwarzwald hinweg mit Straßburg verband. Seit der Gründung des pfalzgräflichen Tübingen war sie auf jeden Fall eine wichtige Ausfallstraße, die ausgehend vom Schmiedtor den Verkehr ins Ammertal hinauf vermittelte. Die Herrenberger Straße liegt in der Tübinger Weststadt, in der seit Beginn des 20. Jahrhunderts Handwerker, Gewerbe-treibende, Gärtnereien, kleinere Industriebetriebe und Wohnhäuser Tübinger Bürger angesiedelt sind. Die Ortsgruppe des SHB veranstaltet aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der "Bürgerinitiative Weststadt" eine Führung durch die Herrenberger Straße. Besonders Augenmerk wird dabei gelegt auf die Laupp'sche Druckerei, heute die Volksbank, die Gaststätte "Marquardtei", das Hessehaus, das Haus des Bildhauers Ugge Bärtle, das Steinhilber-Areal, das Haus, in dem Papst Benedikt während seiner Tübinger Zeit gewohnt hat und die Gaststätte "Stadt Herrenberg". Durch die Herrenberger Straße führen: Gabriele Huber, Frieder Miller, Gernot Närger und Udo Rauch. Treffpunkt: Beim Brunnen im Hof der Volksbank, Herrenbergerstraße 1-5, Beginn: 14.00 Uhr Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Spende für die Ortsgruppe des SHB wird gebeten. Anmeldung nicht erforderlich. |
| Freitag, 3. August 2012, 8.00 Uhr |
Tagesfahrt auf den Bussen und in das Kalkofenmuseum
Der Bussen wird der heilige Berg Oberschwabens genannt. Von seiner Höhe aus hat man bei gutem Wetter die weite Alpenkette vor sich. Vom alten Turm, genannt der Burgfried, öffnet sich der Rundblick auch auf die Schwäbische Alb. Bereits die Kelten haben dort vermutlich Fruchtbarkeitsopfer dargebracht. Die Kirche ist 805 erstmals benannt und spätestens seit 1521 ein Wallfahrtsort zur Schmerzhaften Mutter Gottes. Die Burg auf dem Bussen reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, sie gehörte zu Vorderösterreich und war den Truchsessen von Waldburg in Scheer und Dürmentingen zu Lehen gegeben. Die Schweden zerstörten die Burg 1633, von da an war sie nur noch Symbol einstiger Macht. Die Kirche wurde nach 1960 umgestaltet und ist geprägt durch die Künstler Herrmann Geyer und Josef Henselmann. Ferdinand Kramer führt uns über den Bussen und bietet außerdem einen Fahrdienst an für Personen, die nicht gut zu Fuß sind. Nach dem Mittagessen geht es weiter nach Untermarchtal in das Kalkofenmuseum. Der Kalkofen ist das letzte vollständig erhaltene Bauwerk dieser Art im Alb-Donau-Kreis. Er legt Zeugnis ab vom Gewerbezweig der Kalkbrennerei, der die Industriealisierung dieses Gebietes eingeleitet und geprägt hat. Er wurde 1922 zur Herstellung von Schwarz- und Weißkalk errichtet und war bis 1939 in Betrieb. Der Kalkofen, ein technisches Kulturdenkmal, veranschaulicht auf Grund seiner vollständig erhaltenen Anlage die verschiedenen Phasen der frühindustriellen Kalkproduktion. Die Besucher erfahren, unter welchen Bedingungen die Arbeiter den Kalk brechen, brennen und löschen mussten. Der Kalkofen ist Eigentum des Schwäbischen Heimatbundes, der ihn aufwändig restaurieren ließ. Das Museum wird von der Ortsgruppe Untermarchtal des SHB betrieben, die uns auch führen wird. Reiseleitung: Gabriele Huber Abfahrt mit Sonderbus: 8.00 Uhr ab Tübingen Obf., Bahnsteig A. Rückkehr: ca. 20.00 Uhr Kostenbeitrag (inkl. Führungen und Eintritte, aber ohne Mittagessen): 42,- Euro, Personen mit Begleitung : 75,- Euro. Schriftliche Anmeldung beim Vorsitzenden Frieder Miller erbeten (Adresse siehe unten) bis spätestens Freitag, 20. Juli 2012, notfalls auch über Tel. 07071/253388 (Miller). |
| Samstag, 8. September 2012, 14.00 Uhr |
Pfäffingen, das reichsritterschaftliche Dorf an der Ammer Der ehemalige Bürgermeister Frieder Miller führt durch die Ortsgeschichte, die 300 Jahre alte Michaelskirche und zu anderen Zeugnissen der Vergangenheit: Schlosshof, Alte Kelter, Herzogliche Schafscheuer, Pfarrhaus und Dorfstraße. Den Tag wollen wir mit einer "Hockete" im historischen Mühlehof beschließen. Reiseleitung: Frieder Miller Treffpunkt Am Bahnhof in Pfäffingen, 14.00 Uhr, Abfahrt mit der Ammertalbahn: 13.47 Uhr ab Tübingen Hbf., Gleis 1. Rückkehr: ca. 19.00 Uhr Kostenbeitrag (inkl. Führungen und Hockete): 12,- Euro, Personen mit Begleitung : 75,- Euro. Schriftliche Anmeldung bis Freitag 31. August 2012 beim Vorsitzenden der Ortsgruppe erforderlich (siehe unten) - notfalls auch über Tel. 07071/253388 (Miller)! |
| Samstag, 20. Oktober 2012, 14:00 Uhr |
Stift und Fachwerk in Sindelfingen zum 749sten Alle diejenigen, die Sindelfingen nur von der Durchfahrt auf der A8 oder von den großen Kaufhäusern her kennen, verbinden den Ortsnamen mit einer modernen Industriestadt. Wer den Industriegürtel aber durchdringt, gelangt in eine geschichtsträchtige Fachwerkstadt, die kommendes Jahr den 750. Jahrestag ihrer Stadtrechtsverleihung begeht. Die Altstadt birgt einen umfassend erhaltenen historischen Hausbestand, an dem die Entwicklung des mittelalterlich-neuzeitlichen Holzbaus in Süddeutschland anschaulich aufgezeigt werden kann. Daneben findet sich in Sindelfingen noch eine weitere Sehenswürdigkeit von hohem Rang: Die hochromanische Stiftskirche St. Martin. Einzigartig ist das heute noch annähernd vollständig erhaltene Dachwerk von 1132. Die bauhistorische Führung durch Sindelfingens Geschichte zeigt auch die engen Verbindungen zur Universität Tübingen auf. Es führt uns der Bauhistoriker Tilmann Marstaller M.A. Abfahrt mit Sonderbus: 14.00 Uhr ab Tübingen Obf., Bahnsteig A. Rückkehr: ca. 19.00 Uhr Schriftliche Anmeldung beim Vorsitzenden Frieder Miller erbeten (Adresse siehe unten) bis spätestens Freitag, 12. Oktober 2012, notfalls auch über Tel. 07071/253388 (Miller). |
| Für die Reisen und Exkursionen der Orts-, Stadt- und Regionalgruppen
gelten die Reisebedingungen des Schwäbischen
Heimatbundes. Weitere Informationen über unsere vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen erhalten Sie gerne direkt bei der Ortsgruppe. |
|
| Die Bankverbindung der Ortsgruppe für die Veranstaltungen lautet: Konto-Nr. 11 242 53 bei der KSK Tübingen (BLZ 641 500 20). Das zusätzliche Konto für Spenden und Denkmalschutz lautet: Nr. 11 242 15 KSK Tübingen. |
|
