100 Jahre Schwäbischer Heimatbund 2009
Im Jahre 2009 feierte der Schwäbische Heimatbund sein hundertjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab es bis zum Herbst 2009 zahlreiche Initiativen, Aktionen, Projekte und Termine - und dabei natürlich auch viele Möglichkeiten für Mitglieder und (Noch-)Nicht-Mitglieder des Vereins, sich an den Vorbereitungen und der Durchführung der Festlichkeiten mit Rat und Tat zu beteiligen.
Übersicht
- Wir stiften den Gustav-Schwab-Preis für herausragende Arbeiten junger Wissenschaftler auf dem Gebiet der Geschichte, der Literatur und Landeskunde des schwäbischen Raumes
- Das Mitgliederfest am 11. Juli 2009
- Empfang im Neuen Schloss in Stuttgart mit einem Festvortrag von Altbundespräsident Prof. Roman Herzog am 12. März 2009
- Wir pflanzten 100 Allenbäume am 10. Oktober 2009 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen
- Wir veranstalteten eine Publikums-Tagung zum Thema Heimatschutz vom 13. bis zum 15. Februar 2009
- Wir geben eine Buchreihe zur wechselvollen Geschichte Schwabens heraus.
- Wir küren die Region Stromberg-Heuchelberg-Zabergäu zur Kulturlandschaft des Jahres.
- Unser Naturschutzzentrum Pfrunger-Burgweiler Ried in Wilhelmsdorf veranstaltete ein Wochenende lang im Oktober 2009 Moorerlebnistage für die ganze Familie
Selbstkritischer Blick zurück
Unser Jubiläum fordert schon im Vorfeld eine kritische Standortbestimmung heraus, ein Nachdenken darüber, was in diesen 100 Jahren geschehen ist, was vom Verein bewirkt und geleistet wurde, auch eine Reflexion darüber, was für eine Rolle der Verein, damals noch unter dem alten Namen Bund für Heimatschutz in Württemberg und Hohenzollern, in den Jahren 1933 bis 1945 gespielt hat. Die Forschung darüber ist schwierig, weil die Archivunterlagen in der Stuttgarter Zentrale im Krieg untergegangen sind. Jedoch lässt sich Geschichte nicht auslöschen, und ein Verein, der die Erhaltung der kulturellen Grundlagen unserer Heimat als Satzungszweck definiert und damit die Geschichte einbindet, wird sich einer Klärung seiner eigenen geschichtlichen Vorgänge nicht entziehen und sich bemühen, noch vorhandene Unterlagen aufzufinden und auszuwerten.
Klarer Blick nach vorn
Ebenfalls wichtig ist der Blick nach vorne. Nicht die Frage, was hat der Verein getan, sondern was kann er künftig in Wahrnehmung seiner Satzungsziele tun.
- Wie entwickeln sich die bisherigen Aufgabenschwerpunkte weiter?
- Welche Themen werden wichtig?
- Sind die Ziele im Rahmen der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft richtig definiert?
- Wie reagiert der Verein auf Veränderungen etwa im Blick auf die demographische Entwicklung in unserem Land?
Es zeichnet sich also ab, dass ein 100-Jahr-Jubiläum nicht nur zum Feiern, sondern mehr noch zum Nachdenken und Arbeiten Anlass gibt. Und natürlich gibt so ein herausragendes Datum auch den Anstoß, über die konkreten Leistungen nachzudenken, die der Heimatbund erbringt oder bei entsprechender finanzieller Grundlage erbringen kann.
Über die Zukunft des Schwäbischen Heimatbunds äußerte sich der Vorsitzende Fritz-Eberhard Griesinger in Heft 4 der Schwäbischen Heimat 2009.
Unsere Zeitschrift
Die Vereinszeitschrift Schwäbische Heimat ist
dabei das Mittel der Darstellung der Vereinsarbeit
und des Vereinsinhaltes nach außen. Viele Mitglieder
sind dieser Zeitschrift wegen im Verein. Es ist
eine ständige Herausforderung, sie auf dem
gewohnten und geschätzten hohen Niveau zu halten.
Sie trägt einen großen Anteil an der Lebendigkeit
des Vereins, und die Höhe ihrer Auflage, die von
der Mitgliederzahl abhängig ist, stärkt den Verein.
Vereinsmitglieder und Leser der Zeitschrift sollten
daher dazu beitragen, neue Leser und damit Mitglieder
zu gewinnen.
(Mehr über die Zeitschrift)
Der Heimatbund vor Ort
Wichtige Standbeine der Vereinsarbeit sind die
Orts- und Regionalgruppen. In ihnen findet die Vereinsarbeit
ihre lokale Konkretisierung. Mehr noch
als die Stuttgarter Geschäftsstelle sind sie in der
Lage, örtliche Handlungsfelder zu erkennen und
aufzugreifen. Diese Arbeit kann im Rahmen des
Jubiläums deutlich gemacht und gewürdigt werden.
(Mehr über die Ortsgruppen)
Ehrenamtliche Hilfe
Da die laufende Geschäftsabwicklung im Verein
nicht ohne eine Vielzahl von ehrenamtlich Mitarbeitenden
leistbar wäre, die im Hintergrund hilfreich
mitarbeiten, ist ein Festjahr auch geeignet, diese Hilfen
in angemessener Form darzustellen und sichtbar
zu machen.
(Mehr über das Ehrenamt im SHB)
Vielseitige Aktivitäten
Die Tagesarbeit des Vereins nach den Satzungszwecken findet in einer Fülle von Aktivitäten statt, deren Intensität, Vielfalt und Vielseitigkeit letztlich nur in den vorhandenen Mitteln ihre Grenzen finden. Die Arbeit im Denkmalschutz, im Naturschutz mit dem Unterhalt eines eigenen Naturschutzzentrums und einem Bildungsauftrag insbesondere für Jugendliche, die Auslobung von Preisen, die Veranstaltung von Vortragsreihen, Bildungsreisen und Tagungen dienen dazu, die naturgegebenen und kulturellen Grundlagen unserer schwäbischen Heimat (zu) erhalten und (zu) stärken ... und ... dadurch einen sachgerechten und zeitgemäßen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und ihrer Umwelt zu leisten, wie der Satzungstext lautet.
Ein Verein "macht" sich nicht von selbst
Der Aufwand dafür geht weit über die Summe
der reinen Mitgliedsbeiträge hinaus. Diese Arbeit
war aber in den vergangenen Jahren zu leisten, weil
eine große Anzahl von kleinen und großen Spenden,
auch von Legaten und Vermächtnissen dem Verein
zugewendet und zum Teil in eine Stiftung eingebracht
wurden. Es wäre schön, wenn das bevorstehende
Jubiläum von vielen Mitgliedern, die dazu in
der Lage sind, zum Anlass genommen würde, den
Verein oder seine Stiftung mit einer Zuwendung
zum Denkmalschutz, zum Naturschutz und zum
Naturschutzzentrum oder für die laufende Arbeit zu
bedenken, um ihm damit seine Arbeit weiterhin im
bisherigen oder gar erweiterten Umfang zu ermöglichen.
(Informationen über Spenden für den SHB)
Machen Sie mit!
Wir wollen die verbleibende Zeit nützen, das Jubiläumsjahr 2009 zu einem herausragenden Jahr in der Vereinsgeschichte zu gestalten, und rufen Mitglieder und Freunde schon heute auf, an den Veranstaltungen und Aktivitäten im Veranstaltungsjahr tatkräftig mitzuwirken.
(Fritz-Eberhard Griesinger, Vorsitzender)
