100 Jahre Schwäbischer Heimatbund 2009

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100 Jahre Schwäbischer Heimatbund 2009

Im Jahre 2009 feierte der Schwäbische Heimatbund sein hundertjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab es bis zum Herbst 2009 zahlreiche Initiativen, Aktionen, Projekte und Termine - und dabei natürlich auch viele Möglichkeiten für Mitglieder und (Noch-)Nicht-Mitglieder des Vereins, sich an den Vorbereitungen und der Durchführung der Festlichkeiten mit Rat und Tat zu beteiligen.

Übersicht

Selbstkritischer Blick zurück

Unser Jubiläum fordert schon im Vorfeld eine kritische Standortbestimmung heraus, ein Nachdenken darüber, was in diesen 100 Jahren geschehen ist, was vom Verein bewirkt und geleistet wurde, auch eine Reflexion darüber, was für eine Rolle der Verein, damals noch unter dem alten Namen Bund für Heimatschutz in Württemberg und Hohenzollern, in den Jahren 1933 bis 1945 gespielt hat. Die Forschung darüber ist schwierig, weil die Archivunterlagen in der Stuttgarter Zentrale im Krieg untergegangen sind. Jedoch lässt sich Geschichte nicht auslöschen, und ein Verein, der die Erhaltung der kulturellen Grundlagen unserer Heimat als Satzungszweck definiert und damit die Geschichte einbindet, wird sich einer Klärung seiner eigenen geschichtlichen Vorgänge nicht entziehen und sich bemühen, noch vorhandene Unterlagen aufzufinden und auszuwerten.

Klarer Blick nach vorn

Ebenfalls wichtig ist der Blick nach vorne. Nicht die Frage, was hat der Verein getan, sondern was kann er künftig in Wahrnehmung seiner Satzungsziele tun.

Es zeichnet sich also ab, dass ein 100-Jahr-Jubiläum nicht nur zum Feiern, sondern mehr noch zum Nachdenken und Arbeiten Anlass gibt. Und natürlich gibt so ein herausragendes Datum auch den Anstoß, über die konkreten Leistungen nachzudenken, die der Heimatbund erbringt oder bei entsprechender finanzieller Grundlage erbringen kann.

Über die Zukunft des Schwäbischen Heimatbunds äußerte sich der Vorsitzende Fritz-Eberhard Griesinger in Heft 4 der Schwäbischen Heimat 2009.

Unsere Zeitschrift

Die Vereinszeitschrift Schwäbische Heimat ist dabei das Mittel der Darstellung der Vereinsarbeit und des Vereinsinhaltes nach außen. Viele Mitglieder sind dieser Zeitschrift wegen im Verein. Es ist eine ständige Herausforderung, sie auf dem gewohnten und geschätzten hohen Niveau zu halten. Sie trägt einen großen Anteil an der Lebendigkeit des Vereins, und die Höhe ihrer Auflage, die von der Mitgliederzahl abhängig ist, stärkt den Verein. Vereinsmitglieder und Leser der Zeitschrift sollten daher dazu beitragen, neue Leser und damit Mitglieder zu gewinnen.
(Mehr über die Zeitschrift)

Der Heimatbund vor Ort

Wichtige Standbeine der Vereinsarbeit sind die Orts- und Regionalgruppen. In ihnen findet die Vereinsarbeit ihre lokale Konkretisierung. Mehr noch als die Stuttgarter Geschäftsstelle sind sie in der Lage, örtliche Handlungsfelder zu erkennen und aufzugreifen. Diese Arbeit kann im Rahmen des Jubiläums deutlich gemacht und gewürdigt werden.
(Mehr über die Ortsgruppen)

Ehrenamtliche Hilfe

Da die laufende Geschäftsabwicklung im Verein nicht ohne eine Vielzahl von ehrenamtlich Mitarbeitenden leistbar wäre, die im Hintergrund hilfreich mitarbeiten, ist ein Festjahr auch geeignet, diese Hilfen in angemessener Form darzustellen und sichtbar zu machen.
(Mehr über das Ehrenamt im SHB)

Vielseitige Aktivitäten

Die Tagesarbeit des Vereins nach den Satzungszwecken findet in einer Fülle von Aktivitäten statt, deren Intensität, Vielfalt und Vielseitigkeit letztlich nur in den vorhandenen Mitteln ihre Grenzen finden. Die Arbeit im Denkmalschutz, im Naturschutz mit dem Unterhalt eines eigenen Naturschutzzentrums und einem Bildungsauftrag insbesondere für Jugendliche, die Auslobung von Preisen, die Veranstaltung von Vortragsreihen, Bildungsreisen und Tagungen dienen dazu, die naturgegebenen und kulturellen Grundlagen unserer schwäbischen Heimat (zu) erhalten und (zu) stärken ... und ... dadurch einen sachgerechten und zeitgemäßen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und ihrer Umwelt zu leisten, wie der Satzungstext lautet.

Ein Verein "macht" sich nicht von selbst

Der Aufwand dafür geht weit über die Summe der reinen Mitgliedsbeiträge hinaus. Diese Arbeit war aber in den vergangenen Jahren zu leisten, weil eine große Anzahl von kleinen und großen Spenden, auch von Legaten und Vermächtnissen dem Verein zugewendet und zum Teil in eine Stiftung eingebracht wurden. Es wäre schön, wenn das bevorstehende Jubiläum von vielen Mitgliedern, die dazu in der Lage sind, zum Anlass genommen würde, den Verein oder seine Stiftung mit einer Zuwendung zum Denkmalschutz, zum Naturschutz und zum Naturschutzzentrum oder für die laufende Arbeit zu bedenken, um ihm damit seine Arbeit weiterhin im bisherigen oder gar erweiterten Umfang zu ermöglichen.
(Informationen über Spenden für den SHB)

Machen Sie mit!

Wir wollen die verbleibende Zeit nützen, das Jubiläumsjahr 2009 zu einem herausragenden Jahr in der Vereinsgeschichte zu gestalten, und rufen Mitglieder und Freunde schon heute auf, an den Veranstaltungen und Aktivitäten im Veranstaltungsjahr tatkräftig mitzuwirken.

(Fritz-Eberhard Griesinger, Vorsitzender)