Der Schwäbische Heimatbund möchte mehr über seine eigene Geschichte wissen

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Der Schwäbische Heimatbund möchte mehr über seine eigene Geschichte wissen

Natürlich ist vieles über die Vergangenheit des Heimatbunds bekannt. Doch manches Vertraute erweist sich beim näheren Betrachten als unklar, schemenhaft oder in seinem Aussagewert als brüchig, zudem gibt es tatsächlich zahlreiche Wissenslücken.

Deshalb hat der Vorstand zur Erforschung der Geschichte des Schwäbischen Heimatbunds eine Projektgruppe unter Federführung von Dr. Benigna Schönhagen und Prof. Dr. Wilfried Setzler eingesetzt. Sie soll in den nächsten Monaten den einstigen Aktivitäten des Schwäbischen Heimatbunds nachgehen, seine Rolle in Politik und Gesellschaft, insbesondere auch in der NS-Zeit, untersuchen, die Wahrnehmung seiner Aufgaben analysieren und die Lebenslinien seiner Funktionäre aufzeigen.

Da ein Luftangriff am 25./26. Juli 1944 die Geschäftsstelle mit der gesamten Einrichtung, mit allen Akten und Büchern vernichtet hat, ist der Schwäbische Heimatbund für die Zeit vor seiner Wiedergründung 1949 fast ohne eigene Unterlagen. Natürlich wird sich auch das eine oder andere in staatlichen oder kommunalen Archiven finden lassen. Doch kann man davon ausgehen, dass über den als Bund für Heimatschutz in Württemberg und Hohenzollern gegründeten Verein, der in den 1920er- und 1930er-Jahren über rund 80 (!) Orts- und Regionalgruppen verfügte, noch manche Unterlagen vor allem in Privatbesitz schlummern.

Die Projektgruppe bittet deshalb um Mithilfe: Wir suchen Zeugnisse der Vergangenheit: Schriftstücke aller Art, Briefe, Protokolle, Akten, Tagebucheinträge, Fotos. Sollten Sie selbst, etwa aus einem Nachlass, über solche Materialien verfügen oder wissen, wo sich welche befinden, wären wir Ihnen für eine Nachricht, die gerne auch vertraulich behandelt wird, sehr dankbar.