Die Museumsreise 2020 Bayern, regional

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Die Museumsreise 2020 Bayern, regional

Reise Nr. 42

In Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Baden-Württemberg

Leitung:Susanne Goebel M.A., Dr. Martina Schröder und Werner Unseld M.A.

Abreise: Donnerstag, 8. Oktober 2020
Rückreise: Sonntag, 11. Oktober 2020 (4 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Echterdingen, S-Bahnhof (Rückkehr ca. zwischen 18.30 und 20.00 Uhr)
Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 9.00 Uhr Autobahnraststätte Seligweiler (Ulm-Ost; nur auf der Hinfahrt)

Unverbindliche Zeitangaben, Änderungen vorbehalten.
Über etwaige Änderungen werden Sie ggf. rechtzeitig vor Abreise informiert.

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Die Museumsreise in Kooperation mit dem Museumsverband Baden-Württemberg soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Mit einem spannenden Programm wendet sich das neue Format sowohl an leidenschaftliche Museumsbesucher wie auch an aktive Museumsleute.

Der Clou: Bei jedem besuchten Museum steht neben dem Rundgang ein exklusiver Blick hinter die Kulissen auf dem Programm: eine spezielle Führung, ein Gespräch mit den jeweiligen KuratorInnen und Museumsmachern vor Ort oder Einblicke in Depots, Werkstätten, auf laufende Projekte und Planungen. Die museale Sicht auf das kulturelle Erbe ist für Fachleute wie für interessierte Nicht-Fachleute stets aufs Neue faszinierend: ein sinnliches Abenteuer und eine intellektuelle Herausforderung.

Die "Premiere" führt 2020 nach Bayern. Dessen vielfältige und, gemessen an modernen Standards, sehr attraktive Museumslandschaft hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und kann mit neuen Ausstellungen und Häusern aufwarten. Neben den Museen, die stets auch regionale Kulturzentren sind und Perspektiven auf Land und Leute eröffnen, ergänzen drei altehrwürdige und zugleich pulsierend vitale Aufenthaltsorte, sämtlich UNESCO-Welterbe-Städte, das Programm atmosphärisch: Augsburg (seit 2019) mit seinem einzigartigen historischen Wassermanagement-System, Regensburg (seit 2006), die am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt in Deutschland, und Bamberg (seit 1993), das in einzigartiger Weise die auf einer frühmittelalterlichen Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt repräsentiert.

1. Tag: Von ländlichem Alltag und Städten der Wittelsbacher: Das Museum Oberschönenfeld in Gessertshausen, in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden einer aktiven Zisterzienserinnenabtei untergebracht, präsentiert die ländliche Alltagskultur Bayerisch-Schwabens seit etwa 1800 bis zur Gegenwart. Der rasante Wandel nach 1900 im Alltag sowie in der Arbeits- und Freizeitkultur wird anhand eines historischen Überblicks und biografischer Geschichten eindrucksvoll dargestellt. 2018 zeitgemäß umgestaltet, wurde es mit dem Bayerischen Museumspreis 2019 ausgezeichnet. Die vom Haus der Bayerischen Geschichte konzipierte Landesausstellung "Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte" in Friedberg und Aichach hebt die Rolle der Wittelsbacher als Städtegründer hervor. Die so zwischen 1200 und 1300 entstandene Siedlungsstruktur prägt die bayerische Landschaft noch heute. Übernachtung in Augsburg.

2. Tag: Textilindustrie, Mobilität und ein neues Haus für Bayerns Geschichte: Das preisgekrönte Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) ist in der ehemaligen, 1836 gegründeten Augsburger Kammgarnspinnerei (AKS) untergebracht. In vier Ms Mensch, Maschine, Muster, Mode geht es um Geschichten von einflussreichen Unternehmern und Bankiers, Arbeiterinnen und Arbeitern. Gezeigt werden historische Webstühle neben modernen High-Tech-Maschinen sowie ein spannender Streifzug durch die Mode- und Kostümgeschichte der vergangenen 200 Jahre. Im Audi museum mobile, Ingolstadt, illustrieren über 100 historische Automobile und Zweiräder die Geschichte des Unternehmens und der Mobilität. Multimediale Inszenierungen erläutern Fakten und große Ereignisse der Konzerngeschichte wie die Fusion zur Auto Union 1932. Eine Technikgalerie mit interaktiven Exponaten zum Anfassen und Wechselausstellungen runden die interessante Schau ab. Das 2019 eröffnete Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg möchte Begeisterung für die Geschichte Bayerns und seiner Landesteile wecken. Hauptthema sind die letzten 200 Jahre: der Wandel von der Monarchie zur Demokratie, vom Agrarstaat zum Hightech- und Wissenschaftsstandort. Ästhetische Inszenierungen vermitteln Bekanntes und Unbekanntes aus der Ereignis- und Kulturgeschichte, teils mit leicht ironischem Blick auf die Wurzeln vieler regionaler Traditionen. Übernachtung in Regensburg.

3. Tag: Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und Europas größtes Porzellanmuseum: Zwei Dauerausstellungen informieren ausführlich über das Konzentrationslager Flossenbürg 1938-1945 und über dessen Nachwirkungen. Erst lange nach 1945 wurden hier Maßnahmen zur Erhaltung historischer Gebäude und zur Freilegung der Lagerstrukturen ergriffen. Entstanden ist ein würdiger Ort des Gedenkens, der Besuchern zugleich den Ort des Schreckens beklemmend nahebringt. Im Porzellanikon in Selb wird am einzigartigen Originalschauplatz, der 1969 stillgelegten Rosenthal-Fabrik, der aufwändige Herstellungsprozess vom Rohstoff bis zum fertigen Stück nachvollziehbar. Interaktive Stationen informieren über die soziale Seite der Produktion und den Arbeitsalltag damals. Ein abwechslungsreicher Gang führt durch mehr als 120 Jahre Kunst- und Designgeschichte rund um das "Weiße Gold" hochkarätige Objekte und High-Tech-Keramik inklusive! Übernachtung in Kemmern bei Bamberg.

4. Tag: Von Gärtnern und Häckern, Stadt am Fluss und Kunst aus 12 Jahrhunderten: Gärtner und Häcker (Weingärtner) prägten Jahrhunderte lang die Bamberger Stadtgesellschaft mit. Ihre Häuser mit den dahinterliegenden Gütern und Gärten bildeten einen eigenen Stadtteil. Das ihnen gewidmete Museum in einem 1767 errichteten Gärtnerhaus dokumentiert deren Arbeit, Alltag und zünftiges Leben. Tradierte Anbauverfahren werden im Außenbereich erläutert, ein Schaugarten zeigt alte lokale Gemüsesorten. Das Historische Museum Bamberg bietet außergewöhnliche Perspektiven auf die 1000-jährige Geschichte, Entstehung und Entwicklung der Bischofs- und Domstadt. "Im Fluss der Geschichte. Bambergs Lebensader Regnitz" rückt die ökologische Basis, das Wechselspiel von Fluss und Stadtgeschichte, von Natur und Kultur facettenreich in den Mittelpunkt. "Jüdisches in Bamberg" würdigt den Beitrag der Juden, die seit dem Mittelalter kontinuierlich in der Stadt lebten bis zum Holocaust. Mittagspause in Buttenheim mit Gelegenheit zum Kurzbesuch des Levi-Strauß-Museums auf eigene Faust: Das Geburtshaus des Mannes, der nach seiner Auswanderung in die Neue Welt die Jeans global bekannt gemacht hat, erhielt 2002 eine Erwähnung beim europäischen Museumspreis. Das Museum am Dom in Würzburg, 2003 eröffnet und 2007 umgestaltet, zeigt das spannende Miteinander und Gegenüber von Kunstwerken aus dem 10. bis ins 21. Jh.. Die Konzeption basiert nicht auf kunsthistorischen Einteilungen, sondern auf dem Dialog der Werke. Der Besucher kann so Gemeinsamkeiten ausloten, Vergleiche ziehen und sich mit eigenen und den gespiegelten Lebens- und Glaubenserfahrungen auseinandersetzen. Rückfahrt nach Echterdingen.

Leistungen:

Preis:

€ 745,- pro Person im Doppelzimmer
€ 840,- pro Person im Einzelzimmer

Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Preis enthalten.

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen. Eine eventuelle Absage muss Ihnen spätestens 3 Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein.

Maximale Gruppengröße: 30 Personen