Die Träger des 'Sonderpreises Kleindenkmale' 2011

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Die Träger des 'Sonderpreises Kleindenkmale' 2011

Der 1999 erstmals als Sonderpreis Kleindenkmale ausgelobte Preis für Bemühungen um Kleindenkmale mausert sich mehr und mehr zu einem Dauerthema: Was bis vor einigen Jahren als Betätigungsfeld einiger weniger begeisterungsfähiger "Sonderlinge" galt, ist geradezu modern geworden. Im ganzen Land nimmt die Zahl der Freunde von Kleindenkmalen zu, alles Leute, die mit großem Eifer Kleindenkmale dokumentieren und nach dem Rechten schauen! Weitere Informationen zum Thema Kleindenkmale finden Sie unter Denkmale erhalten. Lesen Sie auch mehr über die Hauptpreisträger des Kulturlandschaftspreises 2010.

Wir stellen Ihnen hier die Preisträger des Sonderpreises Kleindenkmale 2010 kurz vor. Ausführlichere Beschreibungen sind in der 'Schwäbischen Heimat' 2010/4 abgedruckt sowie in einem Sonderdruck enthalten, der ab November diesen Jahres verfügbar ist.

Horst Veitinger in 74078 Heilbronn (Stadt Heilbronn)

Erfassung von Hausinschriften in Eberstadt.

Zeichnung einer Inschrift

Vor der Zeit der Hausnummern: Inschriften wie diese waren früher in Eberstadt an fast jedem Haus zu finden.

Der Ortspfarrer Paul Gottlob Moser von Filseck war von 1904 bis 1930 in Eberstadt tätig. In seinem Nachlass finden sich Aufzeichnungen von Hausinschriften, die heute verschwunden sind. Mit diesen stummen Zeugen der ehemaligen Einwohner Eberstadts befasste sich auch Horst Veitinger und hat die Aufzeichnungen Pfarrer von Mosers ausgearbeitet.

Ortsgruppe Mainhardt des Schwäbischen Albvereins (Kreis Schwäbisch Hall)

Renovierung des Felsenkellers Mainhardt, eines verzweigten Eiskellers der ehemaligen Ritterbrauerei.

Männer arbeiten in einem Gewölbekeller

Der Schwäbische Albverein Mainhardt legt den Felsenkeller wieder frei.

In Zeiten als es noch keine Kühltechnik gab, lagerte man im Winter Eis in tiefen Kellern. Im Sommer diente es dann zur Kühlung von Getränken und anderen Lebensmitteln. Zu diesem Zweck wurde der Felsenkeller in Mainhardt gebaut und genutzt. Im Zweiten Weltkrieg diente der verzweigte Eiskeller dem Luftschutz. Danach stand er leer, wurde mit Erde verfüllt und der Eingang zugemauert.

Durch die Baulanderschließung Brettachhöhe kam der Felsenkeller in ein Wohngebiet und sollte als Kulturdenkmal erhalten bleiben. Von 2005 bis heute haben Mitglieder des Schwäbische Albvereins unterstützt von der NABU-Gruppe den Keller ausgeräumt und saniert.

Ortsgruppe Würtingen des Schwäbischen Albvereins (Kreis Reutlingen)

Wiederaufbau des eingefallenen Gewölbes eines Wetterschutz-Unterstandes am Kirchelesberg.

Männer mauern ein neues Gewölbe

Das Wetterschutzgewölbe wird neu gemauert.

Wer früher auf freiem Feld von einem Unwetter überrascht wurde befand sich in einer bedrohlichen Lage. Deshalb gab es viel mehr Unterstände und Schutzhütten als heute. Drei Kilometer von Würtingen entfernt gibt es am Kirchelesberg ein Wetterschutzgewölbe, das bis in die 1950er Jahre genutzt wurde. Die zunehmende Motorisierung machte diese Einrichtung entbehrlich und sie verfiel.

Bei der Flurbereinigung wurde das Flurstück mit der Ruine der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins zugeteilt. Als neue Eigentümer fühlten sich die SAV-ler verpflichtet das Denkmal wieder aufzubauen. Auch heutige Wandersleute werden dies zu schätzen wissen, wenn sich über ihnen ein Gewitter zusammenbraut.

Erich Müller in 88239 Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg)

Sanierung von 10 Bildstöcken und Feldkreuzen in Wangen-Neuravensburg.

Kreuz in der Landschaft

Feldkreuze prägen die Landschaft Oberschwabens.

Erich Müller kümmert sich um Kleindenkmale in Wangen-Neuravensburg. Er wendet sich an Eigentümer von Bildstöcken und Feldkreuzen, die einer Restaurierung bedürfen. Stolz ist er darauf, dass seine Bitte noch nie abgelehnt wurde und so erstrahlen zehn Kleindenkmale in Neuravensburg wieder in neuem Glanz.