Die Preisträger des Kulturlandschaftspreises 1997

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Die Preisträger des Kulturlandschaftspreises 1997

Sieben Bewerber erhielten den Kulturlandschaftspreis 1997 des Schwäbischen Heimatbundes und des SparkassenVerbandes Baden-Württemberg. Die Spanne reicht von der ökologischen Landwirtschaft über die Heidepflege bis zur Rettung geschichtlicher Zeugnisse im Gelände.

Dem Schwäbischen Heimatbund ist es ein besonderes Anliegen, dass die Pflege einer Kulturlandschaft und deren Nutzung Hand in Hand gehen. Es geht nicht darum, "Museumslandschaften" einzurichten, die nur unter andauerndem Einsatz privater oder öffentlicher Mittel als "Erinnerungsstücke" früherer Wirtschaftsformen erhalten werden können. Es geht vielmehr darum, Ausschnitte unserer in Jahrhunderten gewordenen Kulturlandschaft durch traditionelle oder aber durch neue Nutzungsformen längerfristig zu sichern. Die diesjährigen Preisträger sind Musterbeispiele dafür, wie sich herkömmliche und heute übliche Nutzungsweisen verbinden lassen und wie sich Geschichtszeugnisse durch Bewusstmachung und Handanlegen vor dem Untergang bewahren und für kommende Generationen retten lassen.

Die Preisträger 1997

Überdurchschnittliches Engagement bei der Landschaftspflege und -gestaltung im gesamten Gemeindegebiet

Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Nattheim (Landkreis Heidenheim)

Grünes Tal im Sommer

Das Reibertal südwestlich von Nattheim. Trockenrasen und Heide werden gepflegt und beweidet; das Feldflorareservat liegt - im Bild rechts oben zwischen den blühenden Schlehenhecken.

Die Ortsgruppe Nattheim des Schwäbischen Albvereins und der Gaunaturschutzwart Hans-Rainer Schmid erhalten einen Preis für überdurchschnittliches Engagement bei der Landschaftspflege und -gestaltung im gesamten Gemeindegebiet. Unter dem Blickwinkel Eine Kulturlandschaft verändert ihr Gesicht sieht Hans-Rainer Schmid seine in einem dicken Ordner vorbildlich zusammengestellte Dokumentation Natur und Naturschutz in Nattheim. Was da alles in Wort und Bild dargestellt ist und was an Arbeit dahintersteckt, würde einer Doktorarbeit zur Ehre gereichen. Aus den vielfältigen Initiativen, die das gesamte Gemeindegebiet, innerorts wie die gesamte Feldflur und den Wald, umfassen, kann hier nur einiges beispielhaft erwähnt werden.

Das Reibertal im Südwesten von Nattheim, unmittelbar an der Autobahn gelegen, ist ein Trockental, dessen Flanken traditionell Schafweide waren, die dann aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts in kleine Äcker umgewandelt wurden und vor etwa 40 Jahren brachfielen. Obwohl der Schäfer die wieder zu Heide gewordene Fläche befährt, samen vom benachbarten Wald Fichten aus; zudem dringen massiv Schwarzdornhecken vor. Die Albvereins-Ortsgruppe hat den Fichtenanflug bis auf einige Solitärbäume entfernt, die alten Weidbuchen entlang des Waldrandes freigestellt und die ausufernden Schlehen auf Heckenstreifen zurückgedrängt. Nun kann der Schäfer wieder ungehindert weiden, und mit jährlichen Kontroll-Pflegemaßnahmen können über 150 Hektar Heide in ihrem charakteristischen Bild erhalten werden.

Seit 1988 betreibt die Albvereins-Ortsgruppe gemeinsam mit einigen Nattheimer Landwirten das "Feldflorareservat Solitude". Auf einem Gelände, auf dem früher "Erdbirenäcker", also Kartoffeläcker, waren, wurden vier Äcker mit knapp einem Hektar Fläche, eine kleine einmähdige Wiese und eine Art Gartengrundstück angelegt. Hier entstand das "Reservat", in dem in zumeist traditioneller Anbauweise gewirtschaftet wird.

Weitere Aktivitäten umfassen die Grünflächen- und Baumpflege in Nattheim. Ganze Alleen sind so entstanden, Obstbaumwiesen sind mit jungen Bäumen ergänzt, Feldgehölze und Hecken gepflanzt worden.

Beweidung kleiner landschaftsprägender Heideflecken sowie Pflege- und Pflanzmaßnahmen

Schäfer Karl Rothgang, Wallerstein-Ehringen, und Umweltgruppe Kirchheim am Ries (Ostalbkreis)

Schäfer mit Hund und Herde

Schäfer Karl Rothgang mit Hund und Herde am Blasienberg bei Kirchheim am Ries.

Schäfer Karl Rothgang aus dem benachbarten bayerisch-schwäbischen Wallerstein beweidet seit 1969 die gemeindeeigenen Weiden von Kirchheim am Ries und Riesbürg. Sein Wirken ist schon so selbstverständlich, dass sich der vor langem einmal geschlossene Pachtvertrag stillschweigend von Jahr zu Jahr verlängert. Den Sommer über ist der Schäfer auf den Heidebuckeln zu finden, im Herbst bringt er seine rund 300 Schafe in das Pfinztal zwischen Pforzheim und Karlsruhe, und im Frühjahr macht er sich mit der Herde auf den rund zwei Wochen langen Rückweg. Den Bürgermeistern von Kirchheim und Riesbürg erspart Karl Rothgang die aufwendige mechanische Pflege der gemeindeeigenen Flächen. Man hat dem Schäfer deshalb 1985 einen Maschinenschuppen zum Schafstall umgebaut und erweitert und unterstützt ihn.

Die aus einer Initiative gegen eine Sondermüll-Verbrennungsanlage 1990 entstandene örtliche Umweltgruppe Kirchheim am Ries weist heute 65 Mitglieder auf und hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr der Pflege und Entwicklung der heimatlichen Kulturlandschaft verschrieben. Auf Markung Kirchheim hat sie eine Art Patenschaft übernommen, wobei die Größe von wenigen Ar bis dreizehn Hektar reicht. Standorte bemerkenswerter Pflanzen, Heckengebiete, Magerrasen und kleinere Heidegebiete gehören dazu; eine wichtige Aktivität ist die Vorbereitung nicht mehr geeigneter Schafweiden für die Beweidung durch Schäfer Rothgang.

Am württembergischen Riesrand arbeiten in Kirchheim eine Umweltgruppe und ein Schäfer eng zusammen. Solche Beispiele gibt es auch andernorts, es gibt aber auch zahlreiche Fälle, wo sich örtliche Naturschützer und Schäfer nicht "grün" sind. Hier wirkt sich diese Zusammenarbeit zwischen Schäfer, ehrenamtlichen Kräften, die sich für ihre Gemeinde einsetzen, und den Gemeindeverwaltungen Kirchheim und Riesbürg sehr positiv aus.

Geschichte, Kultur, Natur und zeitgemäße Landwirtschaft in Einklang gebracht

Familie Bleher, Hofgut Uhenfels, Bad Urach-Seeburg (Landkreis Reutlingen)

Menschen beim Pflanzen junger Obstbäume

Der vordergründige Eindruck: drei arbeiten und der Rest schaut zu, täuscht. Auf Uhenfels gibt es bei Obstbaumpflanzungen und Pflegemaßnahmen zahlreiche Helfer.

Das Hofgut Uhenfels oberhalb des Weilers Seeburg (Landkreis Reutlingen) liegt abseits der Bundesstraße 465. Man erreicht es nur auf schmaler, kurvenreicher Steige. Das dem Rinderzuchtverband Baden-Württemberg gehörende Hofgut, das mit 45 Hektar Land 1989 von Rolf Bleher auf zehn Jahre gepachtet wurde, war vorher ziemlich vernachlässigt worden, hat aber sein Gesicht in den letzten Jahren vollkommen gewandelt: Mit viel Eigenarbeit, die weit über die Verpflichtung des Pächters hinausgeht, entstand ein funktions- und lebensfähiger Hof mit vielfältigen kulturellen, landschaftlichen und ökologischen Besonderheiten. Das Hofgut wird gemeinsam bewirtschaftet mit dem vier Kilometer entfernten Milchviehbetrieb der Familie Bleher in Trailfingen. Die Jungviehaufzucht wurde nach Uhenfels verlagert und dazu ein Teil des früheren Ackerlandes in Wiesen und Weiden umgewandelt. So kann vor allem das hängige Gelände mit den Obstbaumwiesen am besten bewirtschaftet werden.

Es ist unser Anliegen, die Geschichte, die Kultur, die Natur und eine zeitgemäße Landwirtschaft in Einklang zu bringen, schreibt Familie Bleher. Die zahlreichen Aktionen, die Uhenfels heute wieder zu einem Kleinod der Uracher Alb gemacht haben, können nur stichwortartig aufgeführt werden: Pflanzung von Obstbaumalleen entlang der Hauptwirtschaftswege, Ergänzung und Verjüngung der vorhandenen Obstbaumwiesen, 600 Meter Heckenpflege, 100 Meter Hecken-Neupflanzung, Zurückversetzen der Viehzäune von den Wegen zur Beibehaltung blühender Wiesensäume, Renaturierung eines früheren Reitplatzes zu einer Blumenwiese, Renovierung der Hofkapelle und des Hofbrunnens, Anlage von Ackerrandstreifen.

Im Sinn des Kulturlandschaftspreises ist besonders wichtig, dass keine "Museumslandschaft" geschaffen wurde, die nur mit Zuschüssen erhalten werden kann. Vielmehr haben alle Aktivitäten auf Hofgut Uhenfels einen wirtschaftlichen Hintergrund und Sinn - hier wird Landwirtschaft betrieben und nicht ein Freilandmuseum eingerichtet.

Landschaftspflege am früheren Weinberg des Füllmenbacher Hofbergs

Schwäbischer Albverein, Stromberg-Gau (Enzkreis)

viele Menschen rechen gemähtes Gras zusammen

"Landschaftspflegetag" am Füllmenbacher Hofberg: Das frühere Weinberggelände wird als artenreiche Magerwiese einmal im Jahr gemäht und von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern abgeräumt.

Der Stromberg-Gau des Schwäbischen Albvereins und insbesondere die Albvereinsjugend führen nunmehr seit fast zehn Jahren Landschaftspflegemaßnahmen am früheren Weinberghang des Füllmenbacher Hofbergs auf Gemarkung Sternenfels durch. Hinter dem Begriff "Stromberg-Gau" verbergen sich rund drei Dutzend Ortsgruppen, und von einem Dutzend davon kommen jeden Herbst ehrenamtliche Helfer zum Füllmenbacher Hof. Die Albvereinsjugend veranstaltet zu gleicher Zeit jeden Herbst im Jugend-Wanderheim des Vereins eine Naturschutzwoche, in der Jugendliche aus dem ganzen Land nicht nur für den Naturschutz arbeiten, sondern auch Wanderungen in die schöne Stromberglandschaft, Spielnachmittage usw. unternehmen.

Der Füllmenbacher Hofberg ist heute Naturschutzgebiet, und zwar eines der landschaftlich schönsten und erstrangigen! Seit Herbst 1989 organisiert der Schwäbische Albverein am Hofberg Pflegeaktionen zur Rettung dieser einmaligen Kulturlandschaft. Über fünf Hektar werden gemäht, wobei ein Landwirt mit seinem Traktor, der Pflegetrupp der Albvereinszentrale und der Pflegetrupp der Albvereinsjugend des Stromberg-Gaus Hand in Hand arbeiten. Angeleitet und betreut werden diese Arbeiten von Helmut Mager aus Bietigheim. Das Mähgut wird nicht deponiert oder verbrannt, sondern in landwirtschaftlichen Betrieben der Umgebung weiterverwertet; holziges Material wird gehäckselt, kompostiert und als Dünger verwendet. Über diese Pflegeaktionen hinaus wurden vom Albverein am Hofberg aber auch zahlreiche Trockenmauern instandgesetzt.

Initiative zur Offenhaltung der Steilhänge im Ettetal durch Pflege und Beweidung

Familien Herbert und Wolfgang Bachmann, Schrozberg (Landkreis Schwäbisch Hall)

zwei Kinder mit Ziegen

Ziegenherde zwischen Steinriegeln bei Bartenstein. Die Jüngsten der Familie Bachmann betreuen hier die Tiere.

Die Steilhänge an Jagst und Kocher sind mangels Nutzung großflächig von Verwachsung bedroht; aus offenen, lieblichen Tälern werden langsam Waldschluchten. Im schönen Ettetal bei Bartenstein und Ettenhausen bemühen sich die Familien Herbert und Wolfgang Bachmann, die Landschaft durch mechanische Pflege und durch Beweidung offenzuhalten. Die steilen Hänge, von denen einer Weinbergshang heißt und auf seine frühere Nutzung hinweist, gehen Jahr für Jahr mehr in Wald über. Es ist jammerschade um die in Jahrhunderten zustande gekommene Kulturlandschaft, um die offenen, unter unendlichen Mühen aufgehäuften Steinriegel, um die heckengesäumten Wege, um die blumenbunten Wiesen.

1994 begannen die Familien Bachmann mit Mäh- und Entbuschungsarbeiten auf ihrem Besitz an verschiedenen Hanglagen. Winter für Winter wurden Gehölze ausgelichtet und entfernt, im Spätsommer der Schlehenaufwuchs zurückgedrängt. Die Schafherde der Bachmanns ist aus kleinen Anfängen auf über 50 Köpfe gewachsen, zwischenzeitlich sind 16 Ziegen hinzugekommen, die den Jungaufwuchs von Gehölzen bevorzugen und deshalb in Verbindung mit Schafen die ideale Kombination zum Freihalten verbuschender Hänge sind. Von Jahr zu Jahr ist die wieder in Kultur genommene Fläche größer geworden.

Sogar die jüngsten Familienmitglieder sind dabei, und dies nicht nur, wenn es ums Feuermachen geht. Die Ortsgruppen der Naturschutzverbände BUND und NABU sind auch beteiligt, zum einen durch Landschaftspflegemaßnahmen auf eigenen Grundstücken, zum anderen durch Bereitstellen als Weideland.

Ökologische Landbewirtschaftung und Naturschutz im Großen

Axel Holland, Hofgut Holland bei Ochsenhausen (Landkreis Biberach)

Landschaft mit großem Gebäude und Kirche im Hintergrund

Heckenlandschaft bei Ochsenhausen. Das Hofgut Holland hebt sich durch Gliederungselemente von der Umgebung ab.

Vor drei Jahrzehnten übernahm Axel Holland das frühere Benediktiner-Klostergut bzw. die nachmalige Staatsdomäne irn Tausch gegen seinen früheren Hof, der der Stadterweiterung von Ulm zum Opfer fiel. Während dieser drei Jahrzehnte hat sich Axel Holland mit großem persönlichen und finanziellen Einsatz für die ökologische und kulturlandschaftliche Bereicherung der land- und forstwirtschaftlichen Flächen des Hofgutes mit seinen rund 400 Hektar Betriebsfläche eingesetzt.

Die in der Feldflur bestehenden Hecken wurden abschnittsweise mustergültig gepflegt und verjüngt, so dass sie für Kleintiere und Vögel die besten Lebensraumvoraussetzungen bieten. Neue Hecken auf mehreren hundert Meter Länge gliedern heute die Feldflur im Tal der unteren Rottum. Selbstverständlich wurden nur in die Landschaft passende Sträucher und Gehölze verwendet. Einen Seitenbach der Rotturn, in den 50er Jahren verdolt, hat Axel Holland wieder ans Tageslicht geholt und so gestaltet, dass er sich in einem breiten Ufersaum frei entwickeln kann.

Vielleicht weniger augenfällig, von den ökologischen Auswirkungen her aber sicher noch bedeutender war und ist die Umstellung des Hofgutes auf die ökologische Landbewirtschaftung nach den "Naturland-Richtlinien". 1989 wurde mit der Umstellung begonnen, bisher hat im Landkreis Biberach kein Hof ähnlicher Größe diesen Schritt gewagt. Der völlige Verzicht auf chemisch-synthetische Stickstoffdünger und auf chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel auf allen Flächen des Hofgutes ersparen der Umwelt jährlich 20 Tonnen synthetischen Dünger und ca. zwei Tonnen Pestizide. Vielfältige Fruchtfolgen und artgerechte Tierhaltung stehen für eine Form der Landwirtschaft, die Naturschutz, Landeskultur und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen versucht. Diese Wirtschaftsweise erfordert ein hohes Maß an persönlichem Einsatz und ökologischer Verantwortung. Die Umstellung zur ökologischen Landwirtschaft brachte auch alte Kulturpflanzen wieder zurück in Ochsenhausens Feldflur, die dort nach jahrhundertslangem Anbau in den letzten Jahrzehnten völlig verschwunden waren.

Rettung eines Geschichtszeugnisses: der altwürttembergische Landgraben

Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Lauffen (Landkreis Heilbronn)

deutlich sichtbarer Geländeeinschnitt

Der altwürttembergische Landgraben östlich von Lauffen am Neckar: Was hier noch etwas roh aussieht, war bis 1995 eine Abfallhalde und ist heute ein idyllischer Wanderweg und ein Geschichtszeugnis.

Aus einer wilden Müllkippe hat die Ortsgruppe Lauffen des Schwäbischen Albvereins ein kleines Paradies gestaltet. Der altwürttembergische Landgraben östlich der Stadt drohte unterzugehen und ist mit ehrenamtlicher Hilfe heute wieder ein interessantes Ziel für Ausflüge. Ein Preis ist der Lohn für über 600 Stunden Arbeit.

Die Grafschaft Württemberg hat sich um 1500 mit einem Landgraben gegen ihre nördlichen Nachbarn abgegrenzt. Zwischen dem Heuchelberg im Westen und den Löwensteiner Bergen bei Gronau im Osten verlief die Grenzlinie, die zumindest auf langen Teilstrecken mit einem tiefen Graben versehen war. Der Graben ist auf weite Strecken längst zugeschüttet, im Osten von Lauffen aber entlang der Straße in Richtung Ilsfeld blieb er offen. In den letzten 20 Jahren wurde er aber mehr und mehr zur Müllkippe. In einer Gemeinschaftsaktion zwischen der Ortsgruppe, der Bezirksstelle für Naturschutz Stuttgart und der Gemeinde wurde zunächst das etwa 600 Meter lange Grabenstück mit Maschinen- und Handeinsatz ausgeräumt. Zwischenzeitlich sind die Landschaftswunden der Baustelle vernarbt; der sehenswerte Landgraben ist wieder sauber und sogar auf einem Fußpfad begehbar.

Damit war aber die Albvereins-Ortsgruppe Lauffen nicht zufrieden. Auf gesamter Länge wurde in Zusammenarbeit mit anderen Ortsgruppen und mit örtlichen Heimatvereinen ein Wanderweg, der dem Landgraben folgt, gekennzeichnet und mit Informationsschildern versehen. Ein Dutzend große Übersichtstafeln mit Karte und Text sind zwischenzeitlich aufgestellt, an markanten Stellen weisen darüber hinaus kleinere Tafeln auf das Geschichtszeugnis hin. Anfang Juli 1996 fand ein großes "Landgrabenfest" statt.

(Texte: Reinhard Wolf; Bilder: privat, Reinhard Wolf, Hans-Rainer Schmid, Walther Feld, Gottfried Göggel)

Hinweise

In der Schwäbischen Heimat berichten wir jedes Jahr ausführlich über die aktuelle Preisverleihung und die Preisträger. Sonderdrucke können Sie kostenlos bei der Geschäftsstelle bestellen.

Die Preisträger werden im Spätsommer eines jeden Jahres bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet üblicherweise im Herbst in der Stadt oder Gemeinde eines der Preisträger statt.

Hier finden Sie Informationen über die Ausschreibung und Bewerbungskriterien sowie Hinweise zu den am Preis beteiligten Partnern