Kulturlandschaft des Jahres: 2013 | 2014 Das württembergische Allgäu

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Kulturlandschaft des Jahres: 2013 | 2014 Das württembergische Allgäu

Baden-Württemberg ist reich an schönen Landschaften – jede von ihnen zeigt ein unverwechselbares Gesicht. Ihr hoher Wert ist vielen Menschen allerdings nicht immer bewusst. Das ist umso bedauerlicher, weil sich manche Gebiete angesichts eines rasanten ökonomischen und sozialen Wandels geradezu dramatisch verändern. Nicht immer zum Guten: Die Landschaften werden gleichförmiger und verlieren oft ihre individuellen Züge.

Wir vom Schwäbischen Heimatbund kämpfen seit Langem um eine nachhaltige und nicht nur auf materiellen Gewinn zielende Entwicklung unserer Landschaften. Mit dem Projekt «Kulturlandschaft des Jahres» soll auf deren Schönheit und Vielfalt aufmerksam gemacht werden. Dabei werben wir mit örtlichen Partnern und durch vielerlei Veranstaltungen für die Pflege der Landschaft und eine schonende künftige Gestaltung.

Bei dem Projekt wird jeweils über einen Zeitraum von zwei Jahren ein Gebiet unseres Landes in all seiner Eigenart ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Stromberg, Heuchelberg und Zabergäu waren die ersten so hervorgehobenen Kulturlandschaften. Albuch, Härtsfeld und Lonetal folgten danach. 2013/2014 ist das Württembergische Allgäu als «Kulturlandschaft des Jahres» ausgewählt worden. Diese Landschaft im äußersten Südosten Baden-Württembergs nimmt durch ihre Lage am Rande der Alpen, ihre spezialisierte Landwirtschaft und ihre Streusiedlungsstruktur eine Sonderstellung im Lande ein. Viele Naturschönheiten und Kulturgüter lassen sich hier entdecken und erleben: unzählige Moränenhügel, Moore und Seen ebenso wie die altehrwürdigen Reichsstädte Isny, Leutkirch und Wangen sowie die barocken Residenzen der Waldburger in Bad Wurzach, Kißlegg und Wolfegg. Um der Vielfalt dieser Landschaft gerecht zu werden, sind zahlreiche Vorträge, Tagungen, Workshops und Exkursionen zu den Themen Landschaft und Naturschutz, Denkmalschutz, Landeskunde und Archäologie geplant. Eine Wanderausstellung steht allen Gemeinden und Einrichtungen im gesamten Zeitraum zur Verfügung. Die Organisation und Durchführung geschieht in enger Abstimmung mit der «Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im württembergischen Allgäu e.V.».

Das Projektgebiet

beschreibt Manfred Thierer in einem Beitrag über Das Württembergische Allgäu. Landschaftliches Erbe eiszeitlicher Gletscherkraft.

Der Schwäbische Heimatbund und seine Partner haben für 2013 zahlreiche Veranstaltungen vorgesehen, unter anderem Studienfahrten und Exkursionen zur Landschaftsgeschichte, zu den zahlreichen Burgen, Schlössern, Residenzen und Städten des Gebiets. Die Veranstaltungen und Ausflüge werden ergänzt durch kulinarische, touristische und volkskundliche Angebote sowie Mitmachaktionen wie offenes Singen und Volkstanz.

Eine Tagung im Herbst widmet sich den Zukunftschancen der Heimatpflege angesichts veränderter gesellschaftlicher und demografischer Bedingungen.

Bei der Veranstaltung im Oktober 2014 wurden die beiden Projektjahre feierlich abgeschlossen.

Der Schwäbische Heimatbund dankt seinen Partnern für die Unterstützung des Projekts: der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege im württembergischen Allgäu e. V. (www.heimatpflege-wuerttembergisches-allgaeu.de), der Kreissparkasse Ravensburg und dem Landkreis Ravensburg, insbesondere Herrn Landrat Widmaier.