Eine kleine Kunstgeschichte von Stromberg-Heuchelberg-Zabergäu

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Eine kleine Kunstgeschichte von Stromberg-Heuchelberg-Zabergäu

(von Bernd Langner)

Altar in einer Kirche

Einer der schönsten Altäre des Zabergäu: der Marienaltar von 1523 in Schwaigern.

Wenn eine Kulturlandschaft des Jahres gekürt wird, lohnt nicht nur ein Blick auf ihre Geschichte und vielfältigen landschaftlichen Elemente, sondern auch auf die Kunst und Kunstgeschichte. Zwar war die Region für eine künstlerische Entwicklung, die man betont zabergäu-spezifisch nennen könnte, in ihrer Geschichte herrschaftlich und konfessionell zu sehr zersplittert. Dennoch möchte dieser Beitrag einen kleinen Überblick mit einigen kunstgeschichtlichen Wegmarken bieten, ohne freilich nach Vollständigkeit zu streben. Die Baukunst werden wir hierbei ausklammern. Sie findet ihre Höhepunkte im Kloster Maulbronn, in den Pfarrkirchen und Fachwerkbauten sowie in einigen Schlössern und Burgen.

Wie kaum anders zu erwarten, sind die meisten künstlerischen Glanzlichter der Region in und an den Kirchen zu finden: Altäre, Kruzifixe, Statuen, Grabmale, Kanzeln, Epitaphien, Kapitelle und Ausmalungen verschiedenster Art. Der Schwerpunkt liegt in diesen Fällen auf dem ausgehenden Mittelalter und der späten Renaissance, während die Barockzeit selbst in den katholischen Kirchen geringere Spuren hinterlassen hat. Interessant sind in manchen Gotteshäusern Begegnungen mit der modernen Kunst, etwa bei Wandgestaltungen oder Glasfenstern. Auch bei zahlreichen Brunnenfiguren gehen historische und zeitgenössische Gestaltungen Hand in Hand.

Kirchenraum

In der Schwaigerner Stadtkirche begegnet man einer Fülle an herausragenden Kunstwerken. Im Chorscheitel schwebt ein überlebensgroßer Kruzifix aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert.

Bedeutende Namen von Malern und Bildhauern aus dem Zabergäu mit überregionalem Ruf sind keineswegs rar. Zu den mit der Region verbundenen Künstlern zählen beispielsweise der Schwäbisch Gmünder Jerg Ratgeb (um 1480-1526), ein Zeitgenosse Dürers also, und Walter Strich-Chapell (1877-1960), der in Sersheim lebte und 1909 das Gründungsplakat für den Württembergischen Bund für Heimatschutz schuf, aus dem der Schwäbische Heimatbund hervorging. Ratgeb wohnte zeitweilig in Heilbronn und schuf 1510 einen Altar für die Stadtkirche in Schwaigern. Der aus Nördlingen stammende Jerg Kugler (gest. nach 1534) schuf ebenfalls Altäre und Tafeln für Schwaigern, Stockheim und die Kapelle auf dem Michaelsberg. Unter den moderneren Glasmalern gehören Wilhelm Geyer (1900-1968) und Adolf Valentin Saile (1905-1994) erwähnt. Beide wirkten weit über das Land hinaus. In Häfnerhaslach ist Adam Lude Döring (geb. 1925) zu Hause, der in der Güglinger Mauritiuskirche ein Zeugnis seiner Kunst abgegeben hat.

Zu den herausragenden Kunstwerken zählen einige bemerkenswerte Altäre allen voran die Hochaltäre in der Cyriakuskirche Bönnigheim, in der Johanneskirche Schwaigern und in der katholischen Ulrichskirche von Stockheim sowie zwei ungefasste Schnitzaltäre ebenfalls in Schwaigern. In fast jedem Ort findet sich ein künstlerisch bedeutender Kruzifix, manche Kirche ist mit bemerkenswerten Malereien ausgestattet.

Flügel-Altar

Kein Geringerer als Jerg Ratgeb schuf 1510 den Barbara-Altar für die Kirche in Schwaigern.

Die Schwaigerner Stadtkirche St. Johannes gleicht geradezu einem Museum für mittelalterliche Kirchenkunst. Es grenzt an ein Wunder, dass die fünf Altäre die Reformation unbeschadet überstehen konnten. In der kunstgeschichtlichen Bedeutung steht über allen Jerg Ratgebs Barbara-Altar von 1510. Bei geöffneten Flügeln des Triptychons blickt man auf die Mitteltafel mit zehn Szenen aus dem Leben der Märtyrerin mit ihrer Enthauptung im Mittelpunkt des Geschehens. Mit seinen leuchtenden Farben und dem gestischen und mimischen Reichtum ist dieses Werk in einem Atemzug zu nennen mit dem berühmten Herrenberger Altar in der Stuttgarter Staatsgalerie.

Im Chor derselben Kirche stehen wir vor einem typischen Beispiel für viele Hunderte von Flügelaltären aus der Zeit um 1500 im südwestdeutschen Raum: Der kostbare dreiflügelige Marienaltar von 1523 zeigt im Schrein die Darstellung des Marientodes als farbiges Relief. Darüber entwickelt sich in spätgotischen Formen ein kunstvolles Gesprenge mit einem Gnadenstuhl (Gottvater hält seinen toten Sohn Jesus Christus) in der Mitte. Im Gipfel tötet Georg den Drachen. Flankiert wird der Chor von zwei hervorragenden unbemalten Schnitzaltären aus Lindenholz um 1520.

Ein weiteres Glanzlicht der Schwaigerner Kirche ist der ursprünglich an der Außenseite angebrachte und deshalb sehr verwitterte Schmerzensmann um 1500. Wie in den meisten Andachtsbildern wirkt das klaglos ertragene Martyrium Christi sehr ergreifend und stellt eindringlich eine Verbindung zwischen dem Heiland und den Gläubigen her. Auch im Torso ist die meisterhafte Qualität der Steinskulptur noch erkennbar. Beachtenswert ist auch der große, hoch im Chorbogen angebrachte Kruzifix mit dem überlebensgroßen Gekreuzigten aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Bei einem Besuch dieses besonderen Gotteshauses kann man sich schließlich auch ein Bild machen von der künstlerischen Gestaltung der Gewölbe, Schlusssteine und Grabmäler.

Altar in einer Kirche

Der Hochaltar in der Ulrichskirche von Stockheim eine der wenigen katholischen Pfarrkirchen der Region.

Einige Kilometer südlich erreichen wir Stockheim, das im Unterschied zu den meisten anderen Gemeinden der Region aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Deutschen Orden katholisch geblieben ist. Der Hochaltar in der kleinen Pfarrkirche St. Ulrich zwischen 1515 und 1530 ist dem Schwaigerner im Aufbau ähnlich hier mit den Schnitzfiguren des Kirchenpatrons sowie den Heiligen Petrus und Paulus im Schrein.

Im ausladenden Gesprenge eine Kreuzigungsgruppe sowie im wahrsten Sinne als Bekrönung die gekrönte Maria zwischen Gottvater und Sohn; in der Predella die vier Kirchenväter. Die fein gemalten Ranken und Blätter im Netzgewölbe des Chorraums gehören derselben Epoche an wie der filigrane Altaraufbau, bilden mit ihm eine Einheit und führen gemeinsam den Gesamteindruck zu hoher Harmonie.

Der ehemals im Chorbogen schwebende Kruzifix ist heute an der südlichen Wand vor dem Chor angebracht. Noch eindrucksvoller als in Schwaigern kommt hier das Leiden Christi zum Ausdruck: Blut fließt aus allen Wunden, die Adern scheinen durch die Haut des im Augenblick gestorbenen Christus hindurch, der Mund ist noch leicht geöffnet. Die Figur dürfte kurz vor 1500 entstanden sein und stammt wohl aus dem Umkreis von Konrad Seyfer (Conrad Syfer), der am Oberrhein wirkte. Etwas früher noch entstand die Mutter Gottes mit Kind (um 1470) auf der Nordseite des Langhauses eine gelassen-freundliche Maria in vergoldetem Gewand.

Altar in einer Kirche

Gold ist die vorherrschende Farbe im spätgotischen Hochaltar der Cyriakuskirche in Bönnigheim passend zur thronenden Maria als Königin.

Der Hochaltar im Chor der evangelischen Cyriakuskirche in Bönnigheim entstand um 1500 aus der Hand eines Meisters der oberrheinischen Schule. Im Zentrum steht die Anbetung der Könige. Zwei Weise knien neben der thronenden Maria mit dem Kind, der dritte König steht in der Seitennische rechts, ihm gegenüber Josef. Der Kirchenpatron Cyriakus ist unterhalb der Maria zu sehen; er gilt unter anderem auch als Schutzheiliger der Winzer. Im geöffneten Zustand sind alle Bereiche des Altars mit geschnitzten Figuren besetzt: vollplastisch im Schrein und als Reliefs in den mehrzonigen Flügeln. Die beherrschende Farbe der Gewänder und des Rankenwerks ist Gold. Dies gilt auch für das Abendmahl in der Predella. Ganz oben im Gesprenge weist Christus auf seine Wundmale hin.

Chor und Kirchenschiff werden durch einen gotischen Lettner getrennt, in dessen Mitte der blutüberströmte Christus am Kreuz über dem Laienaltar aufgestellt ist. Die Figur stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der ausgezehrte Körper und die Wunden lassen uns unmittelbar Anteil nehmen am Leiden Christi.

farbiges Glasfenster

Adolf Valentin Saile schuf 1962 dieses moderne Glasfenster für die Stadtkirche St. Cyriakus in Bönnigheim.

In den beiden Seitenschiffen schuf Adolf Valentin Saile im Jahr 1962 zwei moderne Glasfenster. Eines davon widmet sich dem Thema Wasser und ist dem Taufstein zugeordnet; das andere zeigt u.a. Jesu Geburt und die Verkündigung an die Hirten. Unmittelbar daneben ist ein Ölberg aus Holz von etwa 1470 mit einer nahezu lebensgroßen Christusfigur und ansonsten recht volkstümlich anmutenden Gestalten aufgestellt.

Unweit von Bönnigheim begegnet uns in der evangelischen Stadtkirche St. Jakobus von Brackenheim abermals ein großer und großartiger Kruzifix von ca. 1510/20. Es steht auf dem Altar vor dem kleinen Chor und stammt wohl aus der Schule von Hans Seyfer, dem Schöpfer des Hochaltars in der Heilbronner Kilianskirche. Ähnlich wie in Schwaigern sehen wir den blutenden, aber bereits gestorbenen Heiland vor uns, der wenige Augenblicke zuvor das Es ist vollbracht! ausgesprochen hat.

große wappenartige Tafel

Eine von zwei großen Holztafeln aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in der Brackenheimer Jakobuskirche.

Die Kreuzigung korrespondiert mit einem teils gemalten, teils plastisch ausgeführten Heiligen Grab (Christus von 1464) im nördlichen Seitenschiff. An den Innenwänden finden wir außerdem zwei großdimensionierte farbig gefasste hölzerne Tafeln aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1630) mit Passionsszenen und Apostelfiguren. Die Wappen Württembergs und Brandenburgs weisen auf eine Stiftung der aus Brandenburg stammenden Witwe Herzogs Johann Friedrich hin, die zeitweilig im Brackenheimer Schloss gewohnt hatte.

Zu den eher seltenen oder zumindest nur fragmentarisch erhaltenen Kunstwerken der Zabergäu-Kirchen gehören mittelalterliche Wandmalereien. Zu den besterhaltenen und interessantesten gehört die Chorausmalung der evangelischen Friedhofskirche St. Johannis in Brackenheim aus der Zeit um 1400. In mehreren großen Feldern auf allen drei Wänden des rechteckigen Chores finden wir miteinander disputierende Apostel und Propheten mit Schriftbändern, zahlreiche Ranken und Pflanzen sowie Johannes den Täufer mit dem Opferlamm.

Grabstein

Eines von zahlreichen Grabdenkmälern im Zabergäu: der manieristische Epitaph an der Brackenheimer Friedhofskirche erinnert an den 1604 verstorbenen Georg Andreas Machtolff.

Auf dem Altar ein kleiner, sehr realistischer Holzkruzifix aus dem späteren 17. Jahrhundert. Er stand bis 1912 auf dem Michaelsberg. Innen und außen sind zahlreiche Grabdenkmäler an den Wänden angebracht. Sie entstanden zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert, wobei die Steinplatten des Manierismus und der Barockzeit durch ihren Detailreichtum und die sprechenden Darstellungen den größten Eindruck hinterlassen.

Die kleine katholische Kirche St. Michael auf dem Michaelsberg bei Cleebronn ist das Wahrzeichen der Region. Sie ist nicht nur baugeschichtlich von Bedeutung, man findet in ihr auch einige herausragende Kunstwerke: die symbolreichen romanischen Figurenkapitelle an den Säulen des Baldachins, die frühgotische Marienstatue und die spätgotische Figur des Heiligen Michael, dessen Schwert 1743 hinzugefügt wurde. Dazu die farbigen Glasfenster im Chor und im Vorraum, die 1959 von Wilhelm Geyer geschaffen wurden. Eines bezieht sich auf die benachbarte Jugendbildungsstätte (u. a. mit Johannes, der seinen Kopf vertrauensvoll in Christi Schoß legt, und Nikolaus von der Flüe, dem Patron der katholischen Landjugend), während ein leuchtend rotes Fenster im Westen die Verkündigung der Geburt Jesu darstellt.

Das benachbarte Güglingen ist in künstlerischer Hinsicht ein Sonderfall. Im Zuge umfangreicher Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahre bereicherten mehrere renommierte Künstler mit über dreißig Skulpturen, Reliefs, Wandgestaltungen, Glasmalereien und Brunnenfiguren den Lebensraum Innenstadt. Die größte Überraschung bietet jedoch die 1977 umgebaute evangelische Mauritiuskirche. Da ist zunächst die Ostwand des quadratischen Kirchenraumes, die 1977/78 mit einer rund 20 m breiten und 8 m hohen Wandmalerei von Adam Lude Döring gestaltet wurde. Die sehr abstrakt-geometrisch aufgefasste figürliche Darstellung hat das Handeln Gottes und die Erlösung zum Thema, lässt dem Betrachter aber viel Spielraum für eigenes Empfinden. Ein weißes Rechteck dient gleichzeitig als Projektionsfläche, als Ruhezone für das Auge und als Symbol für die noch ungewisse Zukunft. Der Regenbogen gilt als das Zeichen für den Bund Gottes mit den Menschen.

Ebenfalls in der Mauritiuskirche ist das monumentale Güglinger Palmtuch von 1988 angebracht, zu dem 40 Künstlerinnen und Künstler mit je einem Bild im Format von 70 x 70 cm beigetragen haben. Das insgesamt 6 m hohe und 3,70 m breite Tuch stellt biblische Szenen von der Erschaffung der Welt bis zum Pfingstwunder, der Ausgießung des Heiligen Geistes, dar. Die Vielgestaltigkeit und Ausdrucksstärke der Darstellung erzeugt bei vielen Betrachtern ein tieferes Nachdenken über Schöpfung, Opfer und Erlösung. Ebenfalls einen Besuch wert ist die westlich der Innenstadt am alten Kirchhof gelegene Leonhardskapelle mit zwölf steinernen Grabdenkmälern aus dem 16. und 18. Jahrhundert.

Weiter die Zaber hinauf stoßen wir in der evangelischen Mauritiuskirche von Zaberfeld abermals auf die reizvolle Kombination eines gotischen Kirchenraumes mit moderner Glasmalerei und Grabmälern aus dem 16. Jahrhundert. Unter diesen ragt die Renaissance-Grabplatte des EDEL UND VEST VEIT VON STERNENFELS (Inschrift) heraus, der 1571 starb. Die hervorragende Steinmetzarbeit zeigt den Adligen betend vor einem Kruzifix mit den Worten O Fili Dei Miserere Mei (Oh Sohn Gottes, Erbarme Dich Meiner). Die Maßwerkfenster des Chores sind mit drei 1959 eingesetzten Glasmalereien von Adolf Valentin Saile ausgefüllt, die Christus als Weltenrichter und fünf Werke der Barmherzigkeit darstellen.

Noch etwas weiter westlich in Kürnbach beschließen wir unsere Reise zur religiösen Kunst im Zabergäu, am Stromberg und am Heuchelberg. Die evangelische Liebfrauenkirche birgt wohl das imposanteste aller Grabmäler unserer Region und eines der schönsten im Land überhaupt. Fast bis zum Scheitel des Chorbogens reicht das um 1600 gestaltete Epitaph für den letzten Ortsadligen Bernhard von Sternenfels und seine Gemahlin Maria Agatha von Weitershausen. Der große Kruzifix im Chor mit dem sehr realistisch dargestellten Christus stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Es fällt auf, dass die Kunst des Barock in der größtenteils protestantischen Region im Vergleich mit Bildwerken des Mittelalters und der späten Renaissance eine geringere Präsenz zeigt. Sie äußert sich in einigen Kruzifixen (z. B. in Cleebronn), Orgelprospekten (etwa St. Jakobus in Brackenheim, Ochsenbach und Weiler) und Kanzeln (u. a. in Freudental und Neipperg), verschiedenen Grabmälern und Ausmalungen. Zu den ganz wenigen Altären dieser Epoche gehört der vergoldete Herz-Jesu-Altar von 1741 in der katholischen Pfarrkirche von Massenbachhausen. Das Andachtsbild im Zentrum zeigt Maria im Kreise der 14 Nothelfer.

Über die Kunst im öffentlichen Raum moderne Skulpturen, Figurengruppen, Brunnen, Reliefs und Fassadengestaltungen halten die Diskussionen oft über Jahre an (was an sich zu begrüßen ist), doch über vieles, wie über das zeitgenössische künstlerische Schaffen allgemein, wird man erst in einigen Jahren und mit gewissem Abstand urteilen können. Um sich aber ein Bild von der aktuellen Kunst zu machen, kann man beispielsweise die Ausstellungen der Kunstvereine in Brackenheim, Güglingen oder Pfaffenhofen oder der privaten Galerien etwa in Maulbronn und Bönnigheim besuchen.

Wahrhaft als Zabergäu-Künstler ist der in Karlsruhe bei Gustav Schönleber ausgebildete Walter Strich-Chapell (18771960) zu bezeichnen, der seit 1904 bis zu seinem Tod in Sersheim lebte und arbeitete. Stromberg, Mettertal und Sersheims Kirchturm waren seine Lieblingsmotive. In vielen stimmungsvollen Landschaften hielt er die Vorzüge und Eigenheiten seiner Heimat fest. Einen Eindruck von seiner Kunst und seinem Leben erhält man im Sersheimer Archiv, worin ein Walter-Strich-Chapell-Zimmer mit Werken, Mobiliar und persönlichen Gegenständen aus seinem Besitz eingerichtet ist.

Literatur

Eine Beschreibung der Kunst im Zabergäu mit den Ortschaften an Heuchelberg und Stromberg muss unvollständig bleiben, weil die Beschäftigung mit den Kunstschätzen in weit über 40 Kirchen und Kapellen, in privaten und öffentlichen Museen und Sammlungen diesen Rahmen sprengen würde. Einen Überblick über die Kirchen und ihre Ausstattung bietet Heinz Ralls Büchlein Historische Kirchen im Zabergäu und Umgebung (2003), das beim Zabergäuverein und einigen Kirchengemeinden der Region erhältlich ist. Darüber hinaus liegen in den meisten Kirchen Informationen über die jeweilige Bau- und Kunstgeschichte aus. Aufgrund seiner besonderen Thematik und Gestaltung sei auf die ausführliche Publikation Das Güglinger Palmtuch von 1988 hingewiesen.

Hilfreich sind auch die im Theiss-Verlag erschienen Bände Kunst- und Kulturdenkmale in Pforzheim und im Enzkreis (2002), Kunst- und Kulturdenkmale in Stadt- und Landkreis Heilbronn (2002) sowie Kunst- und Kulturdenkmale im Kreis Ludwigsburg (1998).

Abbildungen
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