»Bäume in die Landschaft« – eine Baumpflanzaktion

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»Bäume in die Landschaft« – eine Baumpflanzaktion

Bäume geben unseren Kulturlandschaften Gestalt und Gliederung, Räumlichkeit und Maßstab. Bäume prägen eine Landschaft, sei es als Flurbaum oder als Begleiter von Gebäuden. Doch trotz ihrer vielgepriesenen Schönheit gelten Bäume oft als unzeitgemäß und störend. Damit auch zukünftig die Harmonie von Baum und Bauwerk sowie die Schönheit besonders alter Bäume erlebt werden kann, gilt es schon heute Bäume nachzupflanzen.

Lesen Sie hierzu auch den ausführlichen Beitrag über die Bedeutung der Bäume in der Landschaft.

Zum Jubiläum einhundert Bäume !

Vision einer Baumallee

Der Schwäbische Heimatbund hat eine Baumpflanzaktion ins Leben gerufen und pflanzt – dank der Förderung durch die Umweltstiftung der Stuttgarter Hofbräu AG und der Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg – zu seinem 100jährigen Jubiläum eine Allee mit 100 Bäumen im »Biosphärengebiet Schwäbische Alb« im Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen. Um den Offenlandcharakter des Münsinger Hardts zu wahren, beschränken wir uns dabei auf die Nachpflanzung einer bestehenden Allee.

Als Baumart wurde in Anbetracht der Höhenlage der Bergahorn gewählt. Für das Baumtor wurde Spitzahorn ausgesucht, um einen landschaftlichen Akzent zu setzen und um mit nachbarschaftlichen Bäumen dieser Art zu korrespondieren.

Neue Allee soll zum Bäume Pflanzen anregen

vier Herren mit Spaten

(v.l.n.r.) Ministerpräsident Günther H. Oettinger,; Fritz-Eberhard Griesinger, Vorsitzender Schwäbischer Heimatbund; Gisbert Sattler, Vorstand Stuttgarter Hofbräu; Martin Kuon, Geschäftsführer Stiftungen der Landesbank Baden-Württemberg.

Mit einer neuen Allee aus 100 Bäumen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen macht der Schwäbische Heimatbund auf die Bedeutung großer Feldbäume aufmerksam. Die ersten vier Ahorne wurden von Ministerpräsident Günther H. Oettinger am Samstag, 10. Oktober 2009, in die Erde gesetzt.

Dies ist eine großartige Aktion. Mein Dank und meine Anerkennung gilt allen, die das Projekt „Bäume in die Landschaft - 100 Jahre - 100 Bäume“ möglich gemacht haben, erklärte der Ministerpräsident. Der Schwäbische Heimatbund sei ein wichtiger Partner des Landes. Baden-Württemberg brauche engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Heimat einsetzten. Stiftungen, die ehrenamtliches Engagement unterstützen, wie die Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu oder die LBBW-Stiftung sind dabei unentbehrlich, sagte Ministerpräsident Günther H. Oettinger.

Bäume geben der Landschaft eine Struktur und ein unverwechselbares Gesicht, sagte der Vorsitzende des Schwäbischen Heimatbunds, Fritz-Eberhard Griesinger, bei der Auftaktveranstaltung auf der Schwäbischen Alb. In den letzten Jahrzehnten sind immer mehr der mächtigen Feldbäume zugunsten landwirtschaftlicher Nutzungen, Baugebieten oder Straßen gefällt worden oder altersschwache Baumriesen wurden nicht mehr ersetzt. Aus Anlass des 100jährigen Vereinsjubiläums hat der Verein unter dem Motto „100 Jahre – 100 Bäume“ deshalb die Baumpflanz-Aktion ins Leben gerufen.

Der Schwäbische Heimatbund will das Baumpflanzen wieder aktivieren, Lust auf einen Baum machen und möglichst viele Menschen dazu verführen, einen Baum selbst zu pflanzen oder hierfür Geld zu spenden. In den kommenden Jahren gilt das Augenmerk den Einzelbäumen in der Feldflur und auf dem landwirtschaftlichen Betrieb.

Denn Bäume sind nicht nur kulturlandschaftlich bedeutsam, sie sind wie schon in der Vergangenheit vor allem nützlich. Ihr Schatten spendet Kühlung, was angesichts der Klima-erwärmung auch in Zukunft wichtig bleiben wird. Ihre Krone ist Lebensraum für Kleintiere und Vögel.