Gustav-Schwab-Preis für junge Wissenschaftler

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Gustav-Schwab-Preis für junge Wissenschaftler

Aus Anlass seines hundertjährigen Jubiläums stiftete der Schwäbische Heimatbund den Gustav-Schwab-Preis. Der Preis würdigt herausragende Arbeiten junger Wissenschaftler auf dem Gebiet der Geschichte (auch Rechts-, Kunst-, Kirchengeschichte, Volkskunde), der Literatur und Landeskunde des schwäbischen Raums. Der Heimatbund will mit dem Preis die Erforschung des schwäbisch-fränkischen Raums, seiner Landesnatur, seiner Menschen und seiner Geschichte fördern.

Prof. Franz Quarthal über den Gustav-Schwab-Preis: Landesgeschichte ohne Promotionen

Der Preis ist mit 3000 € dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen, erstmals 2009. Mit ihm soll der wissenschaftliche Nachwuchs, die Arbeit junger Forscherinnen und Forscher in Schwaben gefördert werden.

Über die Preisvergabe entscheidet eine vom Schwäbischen Heimatbund eingesetzte Jury, der Experten aus den Reihen des Vereins angehören.

Das Preisgeld für das Jahr 2017 wird vom Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co. KG, Tübingen zur Verfügung gestellt.

Preisträgerinnen und Preisträger des Gustav-Schwab-Preis

2009: Dr. R. Johanna Regnath aus Tübingen und Dr. Daniel Kirn aus Stuttgart. Mehr ...

2012: Dr. Manuela Oberst aus Beilngries. Mehr ...

2013 Dr. Claudius Kienzle aus Marburg/Stuttgart. Mehr ...

2017 (geteilter Preis) Stefanie Neidhardt aus Stuttgart und Matthias Slunitschek aus Schwäbisch Hall. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Über Gustav Schwab

Mann mit Buch in der Hand

Gustav Schwab (Foto: wikipedia.de)

Der Schwäbische Heimatbund benennt seinen Wissenschafts-Förderpreis nach dem Literaten, Pfarrer und Dichter Gustav Schwab (17921850), geboren und gestorben in Stuttgart, aufgewachsen und verheiratet im Umfeld der gebildeten württembergischen Ehrbarkeit. Nach dem Besuch des Stuttgarter Gymnasiums studierte er in Tübingen, war Zögling des Evangelischen Stifts und seit 1817 Professor für alte Sprachen am oberen Gymnasium in Stuttgart. Als langjähriger Mitarbeiter der Verlage Brockhaus und Cotta wurde er zum Förderer vieler schwäbischer Autoren.

1837 als Pfarrer in Gomaringen wurde ihm die Schwäbische Alb zur Lebensheimat. Dort entstand 18381840 das Werk, das ihn deutschlandweit bekannt machte, die Sagen des klassischen Altertums, das bis heute die Rezeption antiker Mythologie in Deutschland beeinflusst. Schwab zählt zu den Dichtern der Schwäbischen Romantik; viele seiner Gedichte sind bis heute populär und bekannt. Er brachte die Schwäbische Alb, das vaterländische Gebirge der Württemberger des 19. Jahrhunderts, wie kein anderer den Menschen nahe: Geologie, Geschichte, Literatur und Sagen verwoben sich mit Bildern und praktischen Reisehinweisen. 1823 erschien sein Werk: Die Neckarseite der Schwäbischen Alb, 1837 folgten die Wanderungen durch Schwaben.

Schwab wurde 1841 Stadtpfarrer an der Leonhardskirche in Stuttgart, ein Jahr später Dekan und 1845 Oberkonsistorialrat für die höheren Schulen in Württemberg. 1847 machte ihn die Universität Tübingen zum Ehrendoktor der Theologie. Seine Leidenschaft für die Wissenschaft, seine Kreativität, sein pädagogisches Engagement und seine Liebe zu Schwaben hofft der Schwäbische Heimatbund in den künftigen Preisarbeiten gespiegelt zu sehen.

(F. Quarthal)