«Erbärmde-Christus» wieder in Tübingen

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«Erbärmde-Christus» wieder in Tübingen

Man kann es schon fast als eine Odyssee bezeichnen, die der Tübinger Schmerzensmann oder Erbärmde-Christus, ursprünglich für das Umfeld der Jakobuskirche in der Tübinger Unterstadt gestaltet, hinter sich hatte, bevor er nun glücklich und hoffentlich endgültig im Tübinger Stadtmuseum angekommen ist.

männliche STeinfigur

Der Tübinger «Schmerzensmann»

Die im Volksmund ’s Măle genannte Steinskulptur, vermutlich im 15. Jahrhundert in der Uracher Bauhütte geschaffen, stand lange Zeit in einer Nische am Haus Hohentwielgasse 12 in der Tübinger Unterstadt. In den 60er Jahren musste sie einem Garagenneubau weichen und galt lange als verschollen, bevor sie von einem interessierten SHB-Mitglied auf dem Dachboden des Hauses wiederentdeckt wurde. Über einen Antiquitätenhändler kam sie an den Reutlinger Kunstmaler Anton Geiselhart, der die Skulptur für lange Jahre an einem der Rundtürme seines Schlosses in Niedergundelfingen eingemauert hatte.

Der Ortsgruppe Tübingen des Schwäbischen Heimatbunds und dem Verein der Freunde des Stadtmuseums ist es nun gelungen, das wertvolle Măle, eines der ganz wenigen Zeugnisse aus dem öffentlichen Raum dieser Zeit, für die Stadt und ihr Museum zu erwerben. Die Schmidmaier-Rube-Stiftung des Schwäbischen Heimatbunds unterstützte dieses Vorhaben mit einem Betrag von € 3.000,– aus den Erträgen des Nachlasses von Dr. Peter Helge Fischer aus Tübingen.