Ausstellungs- und Museumsreisen Herbst und Winter 2018/2019

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Ausstellungs- und Museumsreisen Herbst und Winter 2018/2019

drei Bilder: italienischer Renaissancealtar, goldene Maske eines Mannes, Treppenaufgang in einem Schloss (Bildhinweis unten)

Auch nachdem das SHB-Reiseprogramm gedruckt ist, ergeben sich immer noch reizvolle Themen und Ziele. Dazu gehören vor allem Ausstellungen in Kunsthallen, Sammlungen und Museen. Daher ergänzen wir unser Reiseprogramm durch einige Sonderfahrten. Bitte lassen Sie sich in der Geschäftsstelle in den Verteiler aufnehmen.

Wichtige Informationen:

Unsere Studienfahrten und Exkursionen stehen immer im Vordergrund unseres Angebots. Aber beachten Sie dennoch die Reisebedingungen, die allgemeinen Hinweise, Informationen über Mindestteilnehmerzahlen, Zahlungsmodalitäten und Versicherungen am Ende dieser Seite.

801. Markgräfin Sibylla Augusta und die Prachtbauten in Rastatt und Ettlingen

Reiseleitung: Prof. Dr. Franz Quarthal
Mittwoch, 26. September 2018 (Tagesfahrt)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 9.00 Uhr Karlsruhe, Busbahnhof hinter dem Hbf
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führungen, Eintrittsgelder): € 109,- pro Person

Franziska Sibylla Augusta, geb 1676, übernahm nach dem frühen Tode ihres Mannes 1707 die Regentschaft der Markgrafschaft Baden-Baden, wo sie sich durch eine kluge Finanzverwaltung und eine Reform der Verwaltung Respekt und Anerkennung verschaffte. Ein lebendiges Zeugnis ihrer tiefen Frömmigkeit - sie hatte insbesondere eine enge Beziehung zum schweizerischen Kloster Einsiedeln - ist die Schlosskirche des Rastatter Schlosses, die nunmehr nach einer mehrjährigen Restaurierung wieder für Besichtigungen zugänglich ist. Die Exkursion gibt einen Eindruck der wichtigsten Bauten der katholischen Linie der badischen Markgrafen von Baden-Baden: Schloss Rastatt (Schlosskapelle und Prunkräume), Schloss Favorite und Schloss Ettlingen (Asamsaal).

802. "Wissen + Macht. Der heilige Benedikt und die Ottonen" und "Thietmars Welt": Zwei Sonderausstellungen in Memleben und Merseburg zur glanzvollen Epoche der ottonischen Kaiser und Könige.

Reiseleitung: Sibylle Setzler M.A. und Prof. Dr. Wilfried Setzler
Abreise: Donnerstag, 27. September bis Samstag, 29. September 2018 (3 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz (Rückkehr ca. zwischen 18.30 und 20.00 Uhr)
Zustieg: 8.45 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach (Rückkehr ca. zwischen 17.45 und 19.15 Uhr)
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, 2 Übernachtungen mit Halbpension in einem guten Mittelklassehotel, Zimmer mit Dusche/WC, ggf. Kurtaxe/Tourismusabgabe/Beherbergungssteuer, alle Führungen, alle Eintrittsgelder, Stornokostenversicherung): € 485,- pro Person im Doppelzimmer / &euro 515,- pro Person im Einzelzimmer

Die Reiseleistungen werden als Teil einer Gruppe erbracht. Maximale Gruppengröße: 30 Personen. Mindestteilnehmerzahl: 17 Personen. Die eventuelle Absage muss Ihnen spätestens drei Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein. Wir werden die Absage der Reise ggf. unverzüglich erklären, wenn feststeht, dass sie wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl nicht durchgeführt wird.

Zu den glanzvollsten Phasen der deutschen Geschichte zählt die Epoche der Ottonen im hohen Mittelalter. In der Heimat der sächsischen Könige und Kaiser nehmen sich in diesem Jahr gleich zwei große Sonderausstellungen jener Zeit an.

1. Tag: In Memleben, einst beliebter Aufenthaltsort von Otto dem Großen (936-973), wo er auch starb, thematisiert das dortige Museum die enge Verbindung von Kirche und Herrschaft. Gezeigt wird insbesondere, welche Rolle dabei dem Benediktinerorden zugefallen ist. Eindrucksvoll sind nicht nur einzelne herausragende Ausstellungsobjekte und mehrere spektakuläre Inszenierungen in der Ausstellung "Wissen + Macht. Der heilige Benedikt und die Ottonen", sondern auch Zeitzeugen vor Ort, wie beispielsweise imposante Reste des Klosters, das Otto II. in Memleben zum Gedächtnis seines Vaters gestiftet hat. 2 Übernachtungen in Merseburg.

2. Tag: Im Dom zu Merseburg wird an den Bischof Thietmar erinnert, aus dessen Feder eine der wichtigsten Geschichtsquellen der Ottonenzeit stammt. In seiner Chronik zur "Geschichte der Stadt Merseburg" und zu den "Lebenswegen und Taten der frommen Könige aus Sachsen" erzählt er, lebendig und anschaulich, von den politischen Ereignissen und geistlich-geistigen Strömungen des Hochmittelalters. Religiöse, wirtschaftliche und kulturelle Beobachtungen seiner Zeit hielt er für die Nachwelt fest. Zu Recht gilt er heute als einer der Väter der mittelalterlichen deutschen Geschichtsschreibung. Die Sonderausstellung visualisiert mit hochrangigen Leihgaben aus ganz Europa die Nachrichten der Chronik, taucht den Besucher in die Vorstellungswelt des mittelalterlichen Menschen ein, inszeniert Kaiserkrönungen, prachtvolle Hoftage und kirchliche Feste, aber auch den Alltag der Burg- und Dorfbewohner. Der Besuch der Sonderausstellungen wird abgerundet durch Besichtigungen weiterer zum Thema gehörenden Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

3. Tag: Die Heimfahrt nach Stuttgart führt über das ehemalige Zisterzienserkloster Schulpforte, dem in der Reformationszeit Moritz von Sachsen die Güter und Baulichkeiten des nun aufgelösten Klosters Memleben übertragen hat.

803. Trier: Von römischer Pracht bis zur Gesellschaftskritik des 19. Jahrhunderts. Mit Besuch der Sonderausstellung "Karl Marx 1818-1883. Leben. Werk. Zeit" (Rheinisches Landesmuseum und Simeonstift Trier)

Reiseleitung: Jörg Widmann M.A.
Abreise: Mittwoch, 3. Oktober bis Donnerstag, 4. Oktober 2018 (2 Reisetage)
Abfahrt: 7.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz (Rückkehr ca. zwischen 20.00 und 20.30 Uhr)
Zustieg: 8.00 Uhr Karlsruhe, Busbahnhof hinter dem Hbf (Rückkehr ca. zwischen 19.00 und 19.30 Uhr)
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, 1 Übernachtung mit Halbpension in einem guten Mittelklassehotel, Zimmer mit Dusche/WC, Beherbergungssteuer, alle Führungen, alle Eintrittsgelder): € 325,- pro Person im Doppelzimmer / &euro 345,- pro Person im Einzelzimmer

Die Reiseleistungen werden als Teil einer Gruppe erbracht. Maximale Gruppengröße: 30 Personen. Mindestteilnehmerzahl: 17 Personen. Die eventuelle Absage muss Ihnen spätestens drei Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein. Wir werden die Absage der Reise ggf. unverzüglich erklären, wenn feststeht, dass sie wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl nicht durchgeführt wird.

Die Reise steht ganz im Zeichen der - nördlich der Alpen - unvergleichlichen römischen Hinterlassenschaften in der ehemaligen Kaiserresidenz Trier. Bei einer Stadtführung erleben Sie den römischen Lebensstil aus der Spätphase des Kaiserreichs zwischen Porta Nigra, den Kaiserthermen, der Basilika und dem Dom, einem der Schnittpunkte zwischen Antike, Christen- und Germanentum und der älteste Kirchenbau Deutschlands. Hier wurde jedoch auch einer der einflussreichsten Philosophen und Gesellschaftstheoretiker des 19. und 20. Jhs. geboren. Zum 200. Geburtstag feiert die Stadt Trier mit der fulminanten Sonderausstellung "KARL MARX: Leben. Werk. Zeit." Eine Gelegenheit, neu und gründlich über die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen innerhalb Europas nachzudenken...

1. Tag: Mittelalterliche Pracht trifft auf römische Residenzstadt: Stuttgart - Trier: Augusta Treverorum ist eine der ältesten Städte nördlich der Alpen, römische Residenzstadt unter Kaiser Konstantin II. und einer der frühesten Bischofssitze der Christenheit. Hier im mittleren Moseltal liegt die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches und seiner Wurzeln dem Betrachter wirklich zu Füßen. Ein Höhepunkt folgt dem anderen: Porta Nigra, Kaiserthermen, Konstantinsbasilika… Wunderbar erhalten und teilweise im Mittelalter künstlerisch und architektonisch überformt mit dem Dom und der Liebfrauenkirche bietet Trier einen glanzvollen Parcours durch die Geschichte zweier römischer Reiche. Übernachtung in Trier.

2. Tag: Karl Marx zum 200. Geburtstag: Zum Jubiläum des berühmtesten Sohnes der Stadt präsentiert das Rheinische Landesmuseum in seinen Räumen und im Simeonstift die umfassende Sonderausstellung "Karl Marx: Leben. Werk. Zeit". Eine Sonderführung, teils vor den regulären Öffnungszeiten, bietet Möglichkeiten der Reflektion über die Auswirkungen, das Scheitern und die immer noch große Aktualität seines Werkes bis heute. Auch auf Marx' barockes Geburtshaus (1727) werfen Sie einen Blick. Am Nachmittag Abstecher nach Nennig, wo in einer römischen Villa Mitte des 19. Jhs. eines der bedeutendsten Fußbodenmosaike der Römerzeit aus dem 2. bis 3. Jh. freigelegt wurde (Sonderführung durch den Sammlungsleiter des Museums für Vor- und Frühgeschichte Saarbrücken). Anschließend Heimfahrt nach Stuttgart.

804. "Halb Frau, halb Künstlerin. Käte Schaller-Härlin und Mathilde Vollmoeller-Purrmann" (Kunsthalle Vogelmann Heilbronn)

Reiseleitung: Dr. Carla Heussler
Freitag, 12. Oktober 2018 (Halbtagesfahrt)
Abfahrt: 13.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führung, Eintrittsgelder): € 64,- pro Person

Um 1900 war es für Frauen nicht selbstverständlich, eine Laufbahn als professionelle Malerin einzuschlagen. Begabten Frauen blieb der Zugang zu den staatlichen Kunstakademien verschlossen. Käte Schaller-Härlin (1877-1973) und Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1876-1943) setzten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen die vorhandenen Widerstände durch.

Käte Härlin studierte in Stuttgart, München und Zürich und hielt sich von 1903 bis 1906 zu Studienzwecken in Italien auf, Mathilde Vollmoeller war in Berlin Schülerin der Malerin Sabine Lepsius. Ihre Wege kreuzten sich vermutlich in Paris, wo beide vermutlich Unterricht bei Henri Matisse genossen. 1914 sind Werke beider Künstlerinnen im Kunsthaus Schaller in Stuttgart zu sehen. Käte Härlin heiratet den Kunsthändler Dr. Hans Otto Schaller, Mathilde Vollmoeller den Maler Hans Purrmann.

Vor dem Ersten Weltkrieg vor allem für ihre sakralen Wand- und Glasmalereien bekannt, startet Käte Schaller-Härlin ab 1918 eine Karriere als Porträtmalerin; sie gilt sogar als die Porträtistin Württembergs. Mathilde Vollmoeller-Purrmann bekommt drei Kinder und ringt mit dem Konflikt, Familie und Beruf gleichermaßen gerecht zu werden. Sie tauscht die Ölfarben gegen den Aquarellkasten, und es entstehen beeindruckende Landschaften, Stillleben und Porträts.

Ihre Reiseleiterin ist als Biografin Käte Schaller-Härlins mit dem Thema bestens vertraut, war an der Konzeption der Ausstellung beteiligt und hat Beiträge zum Ausstellungskatalog verfasst.

805. "Florenz und seine Maler: Von Giotto bis Leonardo da Vinci" (Alte Pinakothek) - München als Stadt der Künste und Kulturgüter

Reiseleitung: Prof. Wolfgang Urban M.A.
Abreise: Mittwoch, 21. November bis Freitag, 23. November 2018 (3 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz (Rückkehr ca. zwischen 18.30 und 20.00 Uhr)
Zustiege: 8.40 Uhr Wendlingen, Bahnhof (Rückkehr ca. zwischen 17.50 und 19.20 Uhr); 9.15 Uhr Raststätte Seligweiler (Ulm-Ost, Rückkehr ca. zwischen 17.15 und 18.45 Uhr)
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, 2 Übernachtungen mit Halbpension in einem guten Mittelklassehotel, Zimmer mit Dusche/WC, ggf. Kurtaxe/Tourismusabgabe/Beherbergungssteuer, alle Führungen, alle Eintrittsgelder, Stornokostenversicherung): € 585,- pro Person im Doppelzimmer / &euro 645,- pro Person im Einzelzimmer

Die Reiseleistungen werden als Teil einer Gruppe erbracht. Maximale Gruppengröße: 30 Personen. Mindestteilnehmerzahl: 17 Personen. Die eventuelle Absage muss Ihnen spätestens drei Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein. Wir werden die Absage der Reise ggf. unverzüglich erklären, wenn feststeht, dass sie wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl nicht durchgeführt wird.

Mit einer Sonderausstellung zur Florentiner Malerei des 14. bis 16. Jhs. mit über 80 Werken der Meister der italienischen Renaissance wie Giotto di Bondone, Fra Angelico, Fra Filippo Lippi, Sandro Botticelli, Leonardo da Vinci, Raffael, um nur diese zu nennen, feiert die Alte Pinakothek München ihre Wiedereröffnung nach einer fast fünfjährigen Sanierungsphase.

Der Aufenthalt in der bayerischen Metropole will diesen besonderen Kunstschatz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung mit den hier sich offenbarenden Denk- und Sichtweisen des neuen Menschen- und Weltverständnisses der frühen Neuzeit nahebringen. Mit diesem besonderen Schwerpunkt, wobei selbstverständlich auch die Meisterwerke niederländischer Malerei und altdeutscher Kunst wie der Columba-Altar des Roger van der Weyden, des Stephan Lochner, die Arbeiten von Michael Pacher, Matthias Grünewald, Albrecht Dürer berücksichtigt werden, widmet sich die Fahrt darüber hinaus in umfassender Weise der bayerischen Hauptstadt als einer Metropole der Künste.

Schon die bayerischen Herzöge der ersten Hälfte des 16. Jhs. wandelten aus dem Geist des Renaissance-Humanismus ihre Residenzstadt München in eine Stadt der Präsenz europäischen Kulturschaffens. Einmaliges Beispiel dafür ist das von Herzog Albrecht V. von Bayern (1528-1579) für seine Antikensammlung errichtete Antiquarium der Münchner Residenz, eines der größten Gewölbe der Epoche. Einzigartige Pretiosen vom 9. bis zum 19. Jh. bietet die Schatzkammer der Residenz, darunter das Gebetbuch (um 860) Karls des Kahlen, die Krone der Kaiserin Kunigunde (um 980-1033), das Gisela-Kreuz (um 1000), die Georgsstatuette von 1590, die bayerischen Kroninsignien. Die Glyptothek wartet mit einer Fülle grandioser Schöpfungen der griechischen und römischen Antike auf, so mit drei großartigen Kouroi, Skulpturen schreitender Jünglinge der archaischen Zeit, außerdem mit den Giebelfiguren des Aphaia-Tempels von Ägina als großartigen Beispielen des Übergangs von der Archaik zur Klassik in Griechenland aus der Zeit um 510 v. Chr., dem berühmten Barberinischen Schlafenden Faun der Zeit um 220 v. Chr. oder der römischen Plastik der "Trunkenen Alten" von etwa 260 v. Chr. Eingebunden ist ebenso ein Besuch der Antikensammlung am Königsplatz mit dessen Hauptwerken der Vasenmalerei des antiken Griechenlands und ein Besuch des Bayerischen Nationalmuseums. Hier begegnet der Besucher nicht zuletzt auch Werken des Kunstschaffens in schwäbischen Klöstern und Reichsstädten wie Ulm und Augsburg mit Schöpfungen von Michel Erhart oder Niklaus Weckmann.

Ein überwältigender Kontrast zu Antike, Mittelalter und Neuzeit eröffnet sich bei einem Besuch des Lenbachhauses mit seinen erlesenen Exponaten aus der Zeit Expressionismus, mit Hauptwerken von Franz Marc, August Macke, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky. Ein Rundgang im Zentrum führt zu den Orten großer bauschöpferischer Leistungen wie der Michaelskirche, der Liebfrauenkirche, der Asamkirche. 2 Übernachtungen in München.

806. Renaissance in Florenz und an der Isar: "Florenz und seine Maler: Von Giotto bis Leonardo da Vinci" (Alte Pinakothek München) und Besuch der Residenz

Reiseleitung: Sabine Lutzeier M.A.
Dienstag, 22. Januar 2019 (Tagesfahrt)
Treffpunkt: 7.35 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof
Preis (inkl. Bahnfahrt IC oder ICE 2. Klasse ab/bis Stuttgart, Sitzplatzreservierung im Zug, Fahrten mit ÖPNV in München, Führungen, Eintrittsgelder): € 109,- pro Person

Das Florenz der Medici war die Geburtsstätte der Renaissance: Hier konnten sich Künstler mit bahnbrechenden Werken entfalten, die bis heute durch ihre Schönheit in Bann schlagen. Ausgehend von der Antike als Ideal studierten sie erstmals nach der Natur und Zentralperspektive und entwickelten in Bilderzählungen und Porträts innovative Ausdrucksformen. Die Schau präsentiert rund 120 hochkarätige Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen der bedeutendsten Künstler, wie Giotto, der ab 1305 erstmals Figuren und Raum in Beziehung setzte, Uccello, dem "Entdecker" des Bildraumes in der Tafelmalerei, bis hin zum bis 1517 in Florenz tätigen Künstlergenie Leonardo.

Der Ausstellungsbesuch mit fachkundiger Führung wird ergänzt von der Besichtigung des größten deutschen Innenstadt-Schlosses, der Münchner Residenz: Als ältester Bau der herzoglichen Anlage gilt das 1571 fertiggestellte Antiquarium, gefolgt von Grotten- und Brunnenhof. Mit ihrem plastischen Schmuck sind sie glanzvolle Beispiele der Renaissance nördlich der Alpen und der höfischen Prachtentfaltung der damaligen bayerischen Herrscher Albrecht V. und Wilhelm V.

807. "Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht" (Städel Museum Frankfurt)

Reiseleitung: Stefanie Alber M.A.
Samstag, 9. Februar 2019 (Tagesfahrt)
Treffpunkt: 7.45 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof
Preis (inkl. Bahnfahrt IC oder ICE 2. Klasse ab/bis Stuttgart, Sitzplatzreservierung im Zug, Fahrten mit ÖPNV in Frankfurt, Führung, Eintrittsgelder): € 98,- pro Person

Durch sensibel gestaltete Porträts ihrer Zeitgenossen machte sich die Berliner Malerin Lotte Laserstein (1898-1993) in den späten Jahren der Weimarer Republik einen Namen. Erfolgreich beteiligte sie sich an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben. Ihre Kritiker fanden hymnische Worte für Ausstellungs- und Museumsreisen Herbst und Winter 2018/19 Seite 5 von 8 sie, bezeichneten sie als "leidenschaftliche Malernatur" und bestätigten ihr "ein Können von beachtlichem Ausmaß". Nach der frühen Anerkennung endete ihre Karriere jedoch schlagartig: Die politischen Bedingungen im Nationalsozialismus schlossen die Malerin mit jüdischem Hintergrund zunehmend vom öffentlichen Kulturbetrieb aus. 1937 musste sie Deutschland verlassen. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene geriet ihr Werk weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Heute gehört Lasersteins OEuvre zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre.

Die erste Einzelpräsentation Lasersteins in Deutschland außerhalb Berlins baut auf den Beständen des Städel auf, das mit den Gemälden "Russisches Mädchen mit Puderdose" von 1928 und "Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger)" von 1933 in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten erwerben konnte. Anhand von etwa 50 Arbeiten nimmt sie Lasersteins künstlerische Entwicklung in den Blick. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er/30er-Jahre, dem Glanzpunkt ihres Schaffens.

Zentrales Thema Lasersteins war die Porträtmalerei. Immer wieder negierte sie in ihren Werken klassische Rollenvorstellungen und entwickelte neue Identifikationsbilder. Diese finden Ausdruck in souveränen, athletischen und modebewussten Frauenfiguren, die den neuen Typus der modernen Frau reflektieren. Die Ausstellung bietet die Chance, dem faszinierenden Werk dieser lange vergessenen Künstlerin näherzukommen.

808. "Mykene - die sagenhafte Welt des Agamemnon" (Badisches Landesmuseum Karlsruhe)

Reiseleitung: Prof. Dr. Holger Sonnabend
Mittwoch, 13. Februar 2019 (Halbtagesfahrt)
Abfahrt: 13.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führung, Eintrittsgelder): € 68,- pro Person

Die mykenische Zeit, benannt nach einem Herrschersitz auf der nördlichen Peloponnes, gehört zu den faszinierendsten Epochen der frühen griechischen Geschichte. Zwischen 1600 und 1200 v. Chr. bildeten die Mykener die erste Hochkultur auf dem europäischen Festland. Dominiert wurde sie von einem kriegerischen, wehrhaften Adel. Die Mykener unternahmen zahlreiche militärische und handelspolitische Expeditionen vor allem ins östliche Mittelmeer, die den historischen Hintergrund des Trojanischen Krieges bilden. 1876 entdeckte Heinrich Schliemann bei Grabungen in Mykene die "Goldmaske des Agamemnon", benannt nach dem legendären König von Mykene, und löste damit eine bis heute anhaltende Mykene-Begeisterung aus.

Die große Karlsruher Sonderausstellung ist die erste Mykene-Schau in Deutschland seit vielen Jahren. Zu bewundern sind rund 350 Exponate aus verschiedenen griechischen Museen, die hier zum ersten Mal außerhalb Griechenlands gezeigt werden. Zu den Prunkstücken gehören die spektakulären Funde aus dem Grab des Greifen-Kriegers, das 2015 bei Ausgrabungen am "Palast des Nestor" in Pylos entdeckt wurde. Auch die Schliemann-Funde aus Mykene und Tiryns werden in Karlsruhe präsentiert. Der Besuch der Schau bietet Gelegenheit, anhand eindrucksvoller Exponate nicht nur die Geschichte, sondern auch die Kultur und den Alltag der Mykener kennenzulernen.

809. "Renaissance in Venedig. Malerei im Zeitalter Tizians" (Städel Museum Frankfurt)

Reiseleitung: Sybille Setzler M.A.
Mittwoch, 27. Februar 2019 (Tagesfahrt)
Treffpunkt: 7.45 Uhr Stuttgart Hauptbahnhof
Preis (inkl. Bahnfahrt IC oder ICE 2. Klasse ab/bis Stuttgart, Sitzplatzreservierung im Zug, Fahrten mit ÖPNV in Frankfurt, Führung, Eintrittsgelder): € 104,- pro Person

Das Städel Museum widmet sich einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Ende des 15. Jhs. schien es, als würde Venedig von den anderen Stadtstaaten auf der italienischen Halbinsel wirtschaftlich, politisch, aber auch künstlerisch abgehängt werden. Doch genau um diese Zeit eroberten sich venezianische Maler und Architekten neue Ausdrucksmöglichkeiten, die auf den spezifisch venezianischen Traditionen aufbauten: Farbenreichtum, Betonung von Mustern und Oberflächen, Beschäftigung mit den Qualitäten des Lichts gehören zu den wichtigsten Charakteristika der venezianischen Renaissancekunst.

Richtungsweisend entwickelten Giorgione und der junge Tizian, aufbauend auf ihrem Lehrer Giovanni Bellini, diese höchst eigenständige Spielart der Renaissance, die auf genuin malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzte. Nicht nur in Venedig selbst machte diese neue Malerei Furore. Ihre Vertreter, allen voran Tizian, aber ebenso Sebastiano del Piombo, Jacopo Bassano oder Lorenzo Lotto, verbreiteten die Innovationen bald auch außerhalb der Serenissima. Ab den 1540er-Jahren trat mit Jacopo Tintoretto und Paolo Veronese erneut eine hochbegabte junge Generation auf den Plan, die zu einer expressiveren Darstellung der Bildsujets führte.

In thematischen Gruppierungen stellt die Schau ausgewählte, für die venezianische Malerei des Cinquecento charakteristische Aspekte vor. Dabei spielen jeweils zeitübergreifende Kontinuitäten ebenso eine Rolle wie die teils rasante Entwicklung, die einzelne Bildthemen im 16. Jh. erfuhren.

810. "Die Brücke" (Museum Frieder Burda Baden-Baden)

Reiseleitung: Dr. Bernd Langner
Mittwoch, 13. März 2019 (Halbtagesfahrt)
Abfahrt: 12.30 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Preis (inkl. Fahrt im modernen Reisebus, Führung, Eintrittsgelder): € 67,- pro Person

Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde gehörten Anfang des 20. Jhs. zur einflussreichen Künstlergruppe "Die Brücke", mit der in Deutschland der Aufbruch der Kunst zur Moderne begann. Ihre Stilrichtung, der Expressionismus, lehnte sich gegen die traditionelle Malerei und alles Akademische auf. Was entstand war nicht Abbild der Dinge, sondern Zeichen einer inneren Vorstellung. Die sichtbare Wirklichkeit wurde umgeformt und auf das Wesentliche reduziert. Auch die Farbe durchlief diesen Abstrahierungsprozess. Der "Brücke"-Expressionismus beschränkte sich jedoch nicht nur auf Malerei und Zeichnung. Aquarell, Druckgrafik und Skulptur wurden ebenso entscheidend bei der Entwicklung des neuen Stils. Neben neuartigen künstlerischen Lösungen verkörperte der Expressionismus auch ein verändertes Lebensgefühl, das mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ein jähes Ende fand.

Das Museum Frieder Burda, das dem deutschen Expressionismus einen Sammelschwerpunkt gesetzt hat, zeigt in dieser Ausstellung seine eigenen hochkarätigen Werke und darüber hinaus Leihgaben aus dem Brücke-Museum Berlin sowie aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland. Gezeigt werden 120 Werke, darunter 50 bedeutende Gemälde.

Wichtige Informationen:

Den hier genannten mehrtägigen Reisen werden unsere im Rahmen der Anmeldung/Buchung zu vereinbarenden sowie im Internet abgedruckten Reisebedingungen für Vertragsschlüsse ab dem 1.7.2018 zugrunde gelegt, den Halbtages- und Tagesfahrten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Vertragsschlüsse ab dem 1.7.2018. Bitte beachten Sie bei Mehrtagesreisen auch das Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise nach § 651a des Bürgerlichen Gesetzbuchs und für alle Fahrten die Allgemeinen Hinweise sowie die Hinweise zum Taxiservice.

Bitte verwenden Sie für Ihre Anmeldung nur die in unserer Broschüre "Kultur- und Studienreisen 2018" eingehefteten Anmeldekarten. Falls Ihnen die Broschüre 2018 nicht vorliegt, können Sie sie unter Tel. 0711-23942-11 anfordern.

Reiseveranstalter der Mehrtagesreisen bzw. Dienstleister der Tages-/Halbtagesfahrten ist:
Schwäbischer Heimatbund e. V.,
vertreten durch den Vorsitzenden: Josef Kreuzberger, Vereinsregister AG Stuttgart, Nr. 2326, Weberstraße 2 - 70182 Stuttgart

Wir schicken wir Ihnen das Programm dieser Fahrten zu und beraten Sie gerne:
Tel. 0711-239 42 11 • Fax: 0711-239 42 44
reisen@-Zeichenschwaebischer-heimatbund.de

Bildhinweis: Treppenaufgang = Martin Kraft, Schloss Rastatt-Treppenhaus1, Ausschnitt, CC BY-SA 3.0.