Das Naturschutzgroßprojekt Pfrunger-Burgweiler Ried

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Das Naturschutzgroßprojekt Pfrunger-Burgweiler Ried

Luftaufnahme des Pfrunger-Burgweiler Rieds

"Gestaltete" Biotope: die von 1945 bis 1990 entstandenen Baggerseen der Torfindustrie

Das Heft 2000/4 der 'Schwäbischen Heimat' eröffnete der damalige Geschäftsführer des Heimatbundes, Dieter Dziellak, mit einer bemerkenswerten Formulierung: Der Schwäbische Heimatbund spielt nun in der Bundesliga. Gemeint war nicht etwa die SHB-Handball-Mannschaft, sondern die Entwicklung, welche die Bemühungen des Schwäbischen Heimatbundes um den Naturschutz seit den 1930er Jahren genommen hat: gewissermaßen von der Verbands-, über die Landes- in die Bundesliga.

Was den SHB in die höchste Spielklasse geführt hat, war in erster Linie seine Arbeit im heutigen Naturschutzgebiet Pfrunger-Burgweiler Ried, wo er seit nahezu 70 Jahren in großem Umfang eigene Liegenschaften unterhält. Seit Eröffnung des Naturschutzzentrums in Wilhelmsdorf im Jahr 1994 hob dessen langjähriger Leiter, Lothar Zier, fortwährend die Gefährdung des zweitgrößten Moores Südwestdeutschlands hervor.

Gemeinsam mit der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege (BNL) in Tübingen und dem Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum in Stuttgart brachte der SHB einen Antrag auf den Weg zum Bundesamt für Naturschutz in Bonn, um ein gesamtstaatliches, d.h. bundesweit repräsentatives, bedeutendes Gebiet zu retten. Damit wurde erreicht, dass die Sünden der Vergangenheit gelindert und vielleicht ausgeräumt werden können. Für dieses Ziel warben SHB und BNL auch bei den Gemeinden Königseggwald, Ostrach, Riedhausen und Wilhelmsdorf sowie bei den Landkreisen Sigmaringen und Ravensburg, aber auch bei vielen Landnutzern und Landwirten.

Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried

Gruppenbild der Entscheider

Sie freuen sich gemeinsam über den Startschuss für das Großprojekt: Dieter Wörner, Leitender Baudirektor, Landkreis Ravensburg; Rolf Vögtle, Erster Landesbeamter, Landkreis Sigmaringen; Martin Blümcke, Vorsitzender des Schwäbischen Heimatbundes; Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Bonn; Willi Stächele, Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Baden-Württemberg; Dieter Dziellak, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes; Dr. Hans Gerstlauer, Bürgermeister von Wilhelmsdorf; Dr. Burkhard Schall, Oberkonservator, BNL Tübingen; Lothar Zier, Leiter des Naturschutzzentrums Pfrunger-Burgweiler Ried des SHB.

Nach sorgfältiger Planung und Abstimmung (4 Jahre) wurde am 20. September 2002 in Freiburg - um im Bild zu bleiben - zum Anstoß gepfiffen: Der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, überreichte den Beteiligten das Bewilligungsschreiben. Zumindest für die nächsten 10 bis 12 Jahre wird die zu diesem Zweck am 6.11.2002 neu gegründete Stiftung Träger eines Projektes mit 6,7 Millionen Euro sein, auf das alle deutschen Naturschützer schauen werden. Die Bedeutung des Schwäbischen Heimatbundes zeigt sich bei der Sitzverteilung im Stiftungsrat: der Geschäftsführer des SHB oder dessen Beauftragter ist Erster Vorstand, der Vorsitzende des SHB stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender. Über die personelle Beteiligung hinaus engagiert sich der Schwäbische Heimatbund auch in materieller Weise: Er stattet die Stiftung mit einem Kapital von 26.000 Euro aus und beteiligt sich noch mit einem Beitrag von 67.000 Euro, der in den Jahren bis 2014 aufgebracht werden musste.

Aufgaben

Die Aufgaben und Ziele der Stiftung werden auf eigenen Webseiten unter www.riedstiftung.de (öffnet neues Fenster) dargestellt.

Kontakt

Selbstverständlich können sich Interessenten direkt an die Stiftung wenden.

Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried

Riedweg 3
88271 Wilhelmsdorf
Tel: 07503 / 91 65 41
Fax: 07503 / 91 65 45
inforiedstiftung.de

Zu den ausführlichen Informationen über das SHB-Naturschutzzentrum