Die Preisträger des Denkmalschutzpreises 2012

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Die Preisträger des Denkmalschutzpreises 2012

Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg zum 32. Mal vergeben

Auch 2012 dürfen sich fünf private Denkmaleigentümer über die Auszeichnung mit dem Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg freuen. Mit dem Preis, der bereits zum 32. Mal vergeben wird, zeichnen der Schwäbische Heimatbund und der Landesverein Badische Heimat unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann besonders gelungene Beispiele für einen vorbildlichen Umgang mit historisch wertvollen Gebäuden im Land aus. Wie in den Vorjahren ist die Finanzierung der Unterstützung der Wüstenrot Stiftung zu verdanken.

Als Zeichen der Anerkennung ihres ideellen und finanziellen Engagements erhalten die Bauherren einen Preis von 5.000 Euro sowie eine Bronzeplakette zur Anbringung an ihrem Gebäude. Zudem ist die Auszeichnung mit Urkunden für die Eigentümer sowie die beteiligten Architekten und Restauratoren verbunden. Denn Jahr für Jahr zeigen die prämierten Beispiele, dass eine qualitätsvolle Denkmalsanierung ohne ein konstruktives Zusammenwirken zwischen interessierten Bauherren, erfahrenen Architekten, fähigen Handwerkern und Denkmalpflegern nicht möglich ist.
Finden Sie hier weitere Informationen über den Denkmalschutzpreis.

Die Preisträger 2012

Ehemaliges Heiz- und Maschinenhaus in Achern

Gebäude mit Kamin

Das ehemalige Heiz- und Maschinenhaus der Illenau in Achern – Aufnahmen: Ulrich Gräf (1, 2) | Bernd Langner (3)

Illenauer Allee 63, 77855 Achern (Ortenaukreis)

Baujahr 1904. Preisträger: Astrid und Gerold Weber, Achern

Das 1903/04 erbaute Kulturdenkmal ist Teil der 1837 gegründeten ehemaligen Heilanstalt Illenau. Sie galt einst als die größte "Irrenanstalt" Badens und als eine der vorbildlichsten Deutschlands. Ende des 19. Jahrhunderts waren in dem weiträumigen Komplex, der zu großen Teilen noch erhalten, mittlerweile aber einer anderen Nutzung zugeführt ist, mehr als 600 Patienten untergebracht.

Das hohe eingeschossige Gebäude gehört zu baulichen Ergänzungen der Anlage, die um 1900 erfolgten. Spielformen des Jugendstils veranschaulichen den Zeitbezug. Die damals typische Dekorfreude ist etwa beim malerischen Umgang mit verschiedenen Materialien an der Südseite oder an den Deckenornamenten im Inneren zu erkennen. Besonders charakteristisch sind die ausladenden, mit dünnen Metallsprossen versehenen Rundbogenfenster, die Haupt- und Nebenräume mit ausreichend Licht versorgen.

Innenräume aus Holz und Glas

Das Haus im Haus mit modernen Materialien

Als sich die Stadt Achern von dem ungenutzten Gebäude trennen wollte, existierte bereits ein Abbruchantrag. Astrid und Gerold Weber erwarben das Haus jedoch 2007 mit dem Ziel, nach Sanierung und Umbau darin zu wohnen. Einige außen angefügte Schuppen wurden beseitigt und das Kraftwerk "freigelegt". Im Inneren wurden einige Zwischenwände entfernt, die eigentliche Raumstruktur blieb jedoch ebenso unangetastet wie Teile der maschinellen Ausstattung. Im großen früheren Kesselhaus an der Ostseite, das zum Domizil der neuen Hauseigentümer werden sollte, blieb der 4 m hohe Ofen erhalten und wurde in die neue Wohnsituation integriert.

Um auch die Substanz der Außenmauern und des Dachwerks weitgehend zu wahren, entschied man sich für eine Haus-im-Haus-Lösung. Der zweigeschossige Wohnkubus, in welchem Holz und Glas als moderne Baumaterialien dominieren, ist strukturell weitgehend von der Altsubstanz aus Backstein und Eisen getrennt und kann aus energetischen wie aus Sicherheitsgründen vollständig abgeschlossen werden. Eine elektronisch im Boden versenkbare Glasfront öffnet den Wohnbereich bei Bedarf gegen die alte Kesselhalle, wodurch vor den großen Fensterfronten ein wintergartenähnlicher Bereich entsteht.

Die Sanierung, die in Zusammenarbeit mit dem Haslacher Architekten Josef Jeraj erfolgte, zeigt einen schonenden Umgang mit der historischen Substanz, der das Gebäude so weit wie möglich in seiner funktionalen Authentizität belässt. Auch in den Nebenräumen sind viele Details aus den Zeiten des Kraftwerksbetriebs erhalten, die die einstige Nutzung erfahrbar machen. Ornamente an den Holzdecken wurden nach Befund erneuert.

Die Jury befand das beispielhafte Umnutzungskonzept für ein technisches Kulturdenkmal zu einer Wohnnutzung unter Erhalt der vorhandenen technischen Ausstattung und einstigen Raumstruktur für preiswürdig. Dabei ragt insbesondere auch der sorgfältige Umgang mit den historischen Fenstern und Türen heraus.

Alte Hofbibliothek in Donaueschingen

Gebäude mit Freitreppe

Die alte Fürstenbergische Hofbibliothek in Donaueschingen – Aufnahmen: Ulrich Gräf

Haldenstraße 5, 78166 Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis)

Baujahr 1735/1860. Preisträger: Dr. Felix und Eveline Banthien, Geisingen

Die Entscheidung des damaligen Fürsten zu Fürstenberg, seine Schlösser und Ländereien von Donaueschingen als zentralem Ort aus zu regieren, führte seit 1720 zu umfangreicher Neubautätigkeit in der Stadt. 1735 wurde der Neubau der Domänenkanzlei eingeweiht. Als der Bau nach 120 Jahren zu klein wurde, baute man ihn seit 1860 zur Hofbibliothek um, welche die umfangreichen Bestände des Fürstenhauses aufnehmen konnte. Unter dem Aspekt der Brandsicherheit wurde beim Umbau ein steinernes zentrales Treppenhaus eingebaut, die Decken teilweise überwölbt sowie Türen und Fenster mit Metallschutz versehen.

Gebäude mit Freitreppe

Feuertreppe an der Rückseite als zeitgenössicher baulicher Gegensatz

Nachdem sich das Haus Fürstenberg im Jahr 1999 von großen Teilen seiner Bibliothek getrennt hatte, verlor das dreigeschossige Gebäude seine historische Funktion und blieb lange Zeit ungenutzt. 2010 erwarben Dr. Felix und Eveline Banthien die denkmalgeschützte ehemalige Bibliothek, sanierten den stattlichen Bau und erweckten ihn zu neuem Leben. Zum Nutzungskonzept gehören ein Restaurant im Erdgeschoss sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsräume im Kellergewölbe und in den Obergeschossen. Ein Kinder- und Jugendmuseum wird demnächst ebenfalls einziehen.

Gemeinsam mit den am Ort ansässigen Architekten Lukas Gäbele und Tanja Raufer wurde bei der Sanierung darauf geachtet, dass wesentliche Elemente der Hausgestalt und seiner Ausstattung erhalten blieben. Hierzu gehören das äußere Erscheinungsbild mit den barocken und klassizistischen Bestandteilen an Fassade, Fenstern und Türen ebenso wie Treppenhaus, Raumstruktur, Dielenböden und die zahllosen deckenhohen Bücherregale, Tische und Schränke. Somit sind Funktion und Charme der einstigen Bibliothek auch unter veränderter Nutzung ablesbar.

Besondere Akzente setzten die Architekten bei den vollständig neuen Bauteilen: bei Aufzug, Sanitäranlagen und Feuertreppe finden konsequent Beton, rostrotes Eisen und moderne Lichtelemente Verwendung und kontrastieren bewusst mit der historischen Substanz.

Die Jury befand insbesondere das beispielhafte Nebeneinander von historischer Ausstattung und neuer Nutzung für preiswürdig. Trotz vollständiger Umnutzung bleibt die angestammte Funktion als Bibliothek erkennbar. Die Mehrfachnutzung als öffentlich zugänglicher Ort wird zum Schutz der Altsubstanz ohne Überbeanspruchung der überlieferten Strukturen möglich sein. Besonders gewürdigt wird auch die qualitätsvolle moderne architektonische Fortführung mit zeitgemäßen Mitteln.

Jagdschlösschen im Rittergut Mosisgreut in Vogt

Gebäude mit Holzschindeln verkleidet

Das Jagdschlösschen Mosisgreut – Aufnahmen: Ulrich Gräf (1) | Bernd Langner (2, 3)

88267 Vogt (Landkreis Ravensburg)

Baujahr 1816/1866/1918. Preisträger: Bruno und Dr. Simone Werner von Kreit, Vogt

Das über 500 Jahre alte Kulturdenkmal liegt malerisch inmitten der oberschwäbischen Landschaft zwischen Ravensburg und Wangen. Das einstige Rittergut hat nachweisbar eine bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende Geschichte, vermutlich gab es die Mosisgreuter Turmhügelburg bereits im 12. Jahrhundert.

Das dreigeschossige Gebäude ist Zentrum eines Anwesens mit mehreren Gebäuden für Landwirtschaft und Wohnnutzung nebst Kapelle. Von der Nordseite her tritt es mit seinen zwei Spitzbogenportalen und vorspringenden Bauteilen aus historistischer Zeit ein wenig trutzig-romantisch in Erscheinung, während es sich gegen Süden wie ein klassizistisches Amtshaus mit klarer symmetrischer Gliederung unter hohem Walmdach gibt. Hier befindet sich über einer aufgeschütteten Rampe auch der repräsentative Hauptzugang.

Gebäude mit Holzschindeln verkleidet

Repräsentative Südseite mit dem Haupteingang

Ein Teil des Kellers aus Bruchsteinmauerwerk geht noch auf einen mittelalterlichen Wohnturm zurück, während die Geschosse darüber mit ihren Ausstattungselementen in den Jahren 1816, 1866 und 1918 entstanden. Die repräsentativsten Räume mit großem Flur, Salon und Eckzimmern befinden sich im 2. Obergeschoss.

Bis zum Jahr 2006 stand das Schlösschen rund 40 Jahre lang leer und war zuletzt sogar einsturzgefährdet. Bruno Werner von Kreit, in dessen Familie sich das Anwesen seit 1690 befindet, sowie seine Frau Dr. Simone Werner von Kreit betrachteten es als ihre Aufgabe, den drohenden historischen Bruch zu verhindern. Der Wunsch nach Erhalt von altem Familienbesitz und somit von Erinnerungen und Traditionen stand dabei im Vordergrund.

Die Sanierung zwischen 2006 und 2010, die gemeinsam mit den Ravensburger Architekten Selbach und Kneer durchgeführt wurde, sah daher einen möglichst schonenden und respektvollen Umgang mit der historischen Substanz vor. Die notwendigen statischen Ergänzungen und die zeitgemäßen technischen Einbauten nebst Wärmedämmung ordnen sich zurückhaltend und unauffällig ein. Bei den Baustoffen ließ man sich von den vorgefundenen Materialien leiten. Das Sanierungskonzept war zugleich denkmalgerecht wie energieeffizient. Zu den Maßnahmen gehörten eine Außendämmung hinter der Schindelverkleidung, Kastenfenster, Fußbodenheizungen und leistungsfähige Kachelöfen. Statt einer reinen Sommernutzung wie einst ist nun ganzjähriger Wohnkomfort gewährleistet.

Die Jury befand insbesondere den beispielhaften Umgang mit dem historisch vielschichtigen Bestand aus Mauern, Raumgefüge, Fenstern, Türen, Böden, Putz und weiterer Ausstattung für preiswürdig. Vorbildlich ist auch, wie das baufällige Gebäude wieder dauerhaft bewohnbar gemacht wurde und dabei zeitgemäße Anforderungen mit der Geschichtlichkeit des Hauses verknüpft wurden.

Stadthaus in Überlingen

Gebäude am Straßeneck mit großem Spitzbogeneingang

Das Stadthaus am Münsterplatz hat sein spätmittelalterliches Gepräge zurück erhalten – Aufnahmen: Bernd Langner (1–3)

Münsterplatz 3, 88662 Überlingen (Bodenseekreis)

Bauzeit 14. bis 19. Jh. Preisträger: Dieter Schmeh, Überlingen

Der Bereich nördlich des Münsters gehört zum ältesten Siedlungsbereich Überlingens. Im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Hauses befinden sich Mauerwerksteile, die bis in das Mittelalter zurückreichen. Eine Mauerlatte konnte auf das Jahr 1320 datiert werden. Veränderungen im Erdgeschoss mit Fachwerkaufstockung im 1. Obergeschoss fanden 1485 statt. Weitere Bautätigkeit ist im 17. und 18. Jahrhundert zu verzeichnen. 1834 wurde im Erdgeschoss eine Schmiedewerkstatt eingebaut, die bis 1981 in Betrieb war. Zuletzt befand sich hier eine Gaststätte.

Nach langem Leerstand übernahm Dieter Schmeh im Jahr 2005 das vernachlässigte Gebäude, um es als Wohn- und Geschäftshaus wieder herzurichten. Dabei stand für ihn der Wunsch im Vordergrund, die lange Zeit verborgenen Spuren der Baugeschichte in die aktuelle Nutzung einzubeziehen und in hoher Qualität wieder erlebbar zu machen. So ist heute in jedem Raum die historische Substanz nebst vielen Veränderungsspuren abzulesen. Auch nach außen ist durch Freilegung des Spitzbogens der mittelalterliche Ursprung wieder zu erkennen.

Im Erdgeschoss des dreigeschossigen Gebäudes befindet sich hinter einem Spitzbogenportal eine hohe Halle, in der heute eine Boutique eingerichtet ist. Die geräumige Stube im 1. Obergeschoss, das im Mittelalter nur über eine Außentreppe erreichbar war, diente im 17. Jahrhundert wohl als Trinkstube des Kollegiatstifts. Das 2. Obergeschoss, in dem sich ein festlicher, saalartiger Raum befindet, war einst mit dem nördlichen Nachbargebäude verbunden. Beide Geschosse werden heute ebenso zu Wohnzwecken genutzt wie das ausgebaute Dachgeschoss, das im 19. Jahrhundert nach einem Brand neu aufgerichtet wurde.

Die denkmalgerechte Sanierung, die 2011 abgeschlossen werden konnte, wurde gemeinsam mit dem Herdwanger Architekten Bruno Siegelin und erfahrenen Handwerkern durchgeführt. Mit viel Liebe zum Detail und großer Behutsamkeit wurde das Gebäude statisch und energetisch ertüchtigt. Heizungssystem und Wärmedämmung wurden so unauffällig eingefügt, dass die einzelnen Räume ihr authentisches Erscheinungsbild bewahrten. Die historischen Decken- und Wandtäfer, Fenster und Bodenbeläge sowie die Balken an Decken und Wänden wurden äußerst sorgfältig instandgesetzt.

Die Jury befand insbesondere den vorbildlichen Umgang mit der komplexen Bau- und Ausstattungsgeschichte aus unterschiedlichen Zeitschichten für preiswürdig. Herausragend dabei die hochwertigen und kenntnisreichen Zimmerer- und Schreinerarbeiten in allen Teilen des Hauses.

Stadthaus Schwarzacher Hof in Konstanz

festlicher Innenraum

Der repräsentative Festsaal im 2. Obergeschoss mit den restaurierten frühbarocken Ausmalungen – Aufnahmen: Ulrich Gräf (2) | Bernd Langner (1, 3)

Zollernstraße 4, 78462 Konstanz (Landkreis Konstanz)

Bauzeit 17. bis 19. Jh. Preisträger: Karin Meid-Bächle und Martin Bächle, Konstanz

Der im Kern mittelalterliche Gebäudekomplex besteht aus Vorder- und Hinterhaus. Das Areal wurde seit dem frühen 13. Jahrhundert besiedelt, als die Flachwasserzone im seenahen Teil der Stadt aufgefüllt wurde. Seine heutige Gestalt erhielt der Bau im Wesentlichen im 18. und 19. Jahrhundert.

Das zur Straße einheitlich wirkende dreigeschossige Gebäude ist im Inneren durch eine geschossübergreifende mittelalterliche Trennwand asymmetrisch unterteilt. Über ein Vestibül im breiteren östlichen Teil und ein barockes Stiegenhaus erreicht man die beiden oberen Wohngeschosse. In beiden Fällen befindet sich zur Straße eine repräsentative Raumfolge mit Enfilade. Dieser palastartigen Struktur entsprechen herrschaftlich anmutende barocke und klassizistische Ausstattungen, darunter Bandelwerk-Stuckaturen im 1. Obergeschoss sowie im Stockwerk darüber ein 40 qm großer Festsaal mit aufwendigem Dekor aus dem frühen und späten Klassizismus.

Wandmalereien in zwei Nischen

Im Hinterhaus wurden sakrale Wandmalereien aufgefunden und restauriert

Über einen kurzen Seitenflügel werden Hofhaus und Hauskapelle erschlossen. Der Bau wurde um 1620/30 errichtet und zeigt charakteristische Stilelemente des Manierismus bzw. frühen Barock. Das Hinterhaus wurde um 1893 um ein weiteres Obergeschoss mit Mansarddach aufgestockt.

Dieses einmalige Zeugnis frühneuzeitlicher Wohnkultur in Konstanz wurde erst im Zuge einer 2008 begonnenen Sanierung durch die Eigentümer Karin Meid-Bächle und Martin Bächle schrittweise aufgedeckt und gemeinsam mit den Radolfzeller Restauratoren Carmen Witt-Schnäcker und Stephan Bussmann behutsam restauriert.

Entstellende Einbauten wurden im Zuge der Maßnahme vorsichtig und denkmalgerecht abgetragen und ein für das repräsentative Wohnen jener Zeit authentisches Erscheinungsbild mit Räumen und Raumfolgen wieder erlebbar gemacht. Ziel der Restaurierung war es auch, Zeitschichten und Alterungsprozesse erkennbar zu belassen und Fehlstellen lediglich durch Punktretuschen zu ergänzen. Moderne Elemente sind lediglich in Gestalt von zeitgemäßen Briefkästen und reduzierten Beleuchtungskörpern zu finden.

Obwohl der Gebäudekomplex als Wohn- und Geschäftshaus dient, betrachteten die Eigentümer das Haus - nachdem die herausragende Ausstattung hinter Leichtbauwänden und Raumteilungen sukzessive ans Tageslicht kam - zunehmend als "Schatz", den sie bewahren und auch einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen wollen.

Die Jury befand insbesondere die beispielhafte Rücksichtnahme auf die wiederentdeckte wertvolle und umfangreiche Ausstattung der Renaissance, der Barockzeit und des Klassizismus für preiswürdig, namentlich die Wiederherstellung der Raumstrukturen im und im Anschluss an den festlichen Saal im 2. Obergeschoss.