Die Künstlerkolonie Worpswede

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Die Künstlerkolonie Worpswede

Reise Nr. 47

Leitung: Sibylle Setzler M.A.

Sonntag, 13. August, bis Freitag, 18. August 2017 (6 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof | Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice ent nehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach

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In der reizvollen niederdeutschen Landschaft am Teufelsmoor unweit von Bremen liegt die Künstlerkolonie Worpswede. Im 19. Jahrhundert führten die vorimpressionistische Pleinairmalerei und die Entdeckung neuer landschaftlicher Regionen für die Landschaftsmalerei, verbunden mit einer allgemeinen Zivilisationsflucht, zu zahlreichen Gründungen von Künstlerkolonien. Um 1900 wurden Worpswede und das Teufelsmoor von Fritz Mackensen entdeckt: eine Moorlandschaft, die dank des Klimas wechselnde, stimmungsvolle Naturbilder, ein unmittelbar packendes Naturerlebnis bot.

Schnell fanden sich weitere Künstler ein: Otto Modersohn, Paula Becker, die dort Modersohn heiratete, Heinrich Vogeler, der den Barkenhoff zu einem Treffpunkt der bedeutenden Künstler der Zeit machte und schließlich die herausragende Persönlichkeit der Kolonie wurde. Für zwei Jahre begab sich auch Rainer Maria Rilke in das "Land für Lehrjahre", wie er das Teufelsmoor bezeichnete, schrieb hier die Monographie "Worpswede" und heiratete die Bildhauerin Clara Westhoff.

Bestimmte zunächst der Jugendstil das Schaffen der bildenden Künstler, wandten sich Clara Westhoff und Paula Modersohn-Becker bald der expressiven Ausdrucksgestaltung zu. Neue Anstöße erfuhr die Künstlerkolonie, als sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs Bernhard Hoetger in Worpswede niederließ. Er schuf hier eine Reihe von sogenannten expressionistischen Bauten und Denkmälern: den Niedersachsenstein, das Denkmal des Friedens und der Mahnung gegen den Krieg sowie das Restaurant und Café Worpswede mit der Großen Kunstschau.

Nach dem Krieg zog die erste Künstlergeneration weg, doch der Ort ist bis heute ein Treffpunkt für Künstler und Kunsthandwerker, Galeristen und Verlage wie auch Kunstinteressenten. Zusammen mit der sehr ursprünglich gebliebenen Landschaft des umliegenden Teufelsmoors, den angrenzenden Orten und nicht zuletzt mit Bremen, das im Rathaus und in Museen zahlreiche Zeugnisse der ersten Künstlergeneration Worpswedes bewahrt, bietet diese Studienfahrt ein besonderes Natur- und Kunsterlebnis auf den Spuren der frühen klassischen Moderne.

1. Tag: Über die Jugendstilkolonie in Darmstadt in den Norden: Stuttgart – Darmstadt (Mathildenhöhe mit Jugendstilhäusern und Museum) – Bremen (5 Übernachtungen mitten in der Stadt).

2. Tag: In der Künstlerkolonie Worpswede: Auf den Spuren der Künstlergruppe, ihrer Werke und spannender Biographien besuchen wir Vogelers Barkenhoff, das Haus im Schluh, die Große Kunstschau, das "Café Verrückt", die Pfarrkirche und den Friedhof mit dem Grab Paula Modersohn-Beckers, das Restaurant im Jugendstil-Bahnhof und das Wohnhaus von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn; kleine Wanderung zum Niedersachsenstein Bernhard Hoetgers.

3. Tag: Durch das Teufelsmoor nach Fischerhude: Bootsfahrt auf der Wümme durch das romantische Teufelsmoor, in dem man heute noch die "Vor-Bilder" für viele Werke der Worpsweder Künstlergruppe findet. Am Nachmittag Besuch des idyllischen Fischerhude (Otto-Modersohn-Museum; Atelierhaus von Clara Westhoff-Rilke, heute Café).

4. Tag: Die alte Hansestadt Bremen an der Weser: Rathaus (bedeutendster Bau der Stadt, prächtige Fassade, Laubengang, großer spätgotischer Saal, Güldenkammer mit einer Ausstattung von Heinrich Vogeler) – Roland (das älteste und größte der erhaltenen Rechtszeichen) – St. Petri (gotischer Dom mit romanischen Krypten) – Böttcherstraße mit Paula-Modersohn-Becker-Museum und Bauten von Bernhard Hoetger, "Himmelssaal".

5. Tag: Moorsiedlungen und Kunstmuseum: Osterholz-Scharmbeck (Marien-Kirche) – Lilienthal (Stützpunkt für mehrere Siedlungsaktionen im Teufelsmoor, Kirche des ehemaligen Klosters Lilienthal) – Bremen (Kunsthalle mit bedeutender Sammlung alter und niederländischer Meister sowie der Worpsweder Künstler; Gang durch das Fischerviertel und das gründerzeitliche Ostertor-Viertel mit bedeutenden Ensembles alter "Bremer Häuser").

6. Tag: Abschied im Sprengelmuseum: Bremen – Hannover (Sprengel-Museum mit hervorragender Sammlung der Expressionisten) – Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 995,– pro Person im Doppelzimmer
€ 1025,– pro Person im Einzelzimmer

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.