König und Künstler am Beginn der Neuzeit: Karl V. und Albrecht Dürer in Aachen

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König und Künstler am Beginn der Neuzeit: Karl V. und Albrecht Dürer in Aachen

Reise Nr. 45

Leitung: Dagmar Waizenegger M.A.

Abreise:Freitag, 23. Oktober 2020
Rückreise: Sonntag, 25. Oktober 2020 (3 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz (Rückkehr ca. zwischen 18.30 und 20.00 Uhr)
Zustieg: 8.45 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach (Rückkehr ca. zwischen 17.45 und 19.15 Uhr)

Unverbindliche Zeitangaben, Änderungen vorbehalten.

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Im Jahr 1520 reisten zwei bedeutende historische Persönlichkeiten nach Aachen: Karl V., der im Dom feierlich zum König gekrönt werden sollte, und Albrecht Dürer, der bedeutendste Renaissance-Künstler Deutschlands. Dürer wollte den frisch gewählten König dazu bewegen, die Privilegien zu erneuern, die er mit dem Tod von Kaiser Maximilian I. eingebüßt hatte.

Am 7. Oktober 2020, exakt 500 Jahre nach der Ankunft Albrecht Dürers in Aachen, werden drei Ausstellungen unter dem Titel "Dürer Karl V. Aachen" eröffnet, die das historische Treffen zum Anlass nehmen, drei Themen zu entfalten.

Im Suermondt-Ludwig-Museum wird die Hauptausstellung zu sehen sein. Sie zeichnet Dürers Reise nach Aachen (und Antwerpen) in einem einzigartigen kulturhistorischen Bilderbogen nach. Anhand von Dürers detailliertem Reisetagebuch sowie von künstlerischen Arbeiten lassen sich die Reisestationen bis ins Detail nachvollziehen und visualisieren. Flankierend dazu beschäftigt sich das Centre Charlemagne Neues Stadtmuseum Aachen mit der prachtvollen Krönung Karls V. Das Museum liegt genau zwischen den Originalschauplätzen der Krönung, dem Aachener Dom und dem historischen Rathaus, in das der König die Fürsten des Reiches zum Krönungsmahl einlud. Das Ludwig Forum für Internationale Kunst zeigt parallel Arbeiten reisender zeitgenössischer Künstler.

1. Tag: Anfahrt nach Aachen und Dom: 765 wird Aachen erstmals erwähnt, 769 als Pfalz bezeichnet. Diese wurde wegen ihrer Thermalquellen zum Daueraufenthaltsort Karls des Großen und zu einem kulturellen Mittelpunkt. Zur Pfalz gehörte die bis um 800 errichtete Pfalzkapelle, heute Teil des Doms, deren Oktogon vom ersten großen Kuppelbau nördlich der Alpen überwölbt ist. In ihr wurde Karl der Große beigesetzt, seine Söhne und Enkel wurden hier 813 und 817 gekrönt. Die Schatzkammer des Aachener Doms birgt den bedeutendsten Kirchenschatz nördlich der Alpen. Neben dem Lotharkreuz (um 1000) und der silbernen, teils vergoldeten Karlsbüste (etwa 1349) wird hier der Marmorsarkophag ausgestellt, in dem Karl der Große 814 vermutlich bestattet wurde. 2 Übernachtungen in Aachen.

2. Tag: Dürer und Karl V.: Die Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum zeigt etwa 120 Werke höchster Qualität, die Dürer während seiner Reise 1520/21 gefertigt hat, vor allem Zeichnungen, aber auch Gemälde, die in dieser Zeit entstanden sind, so das eindrucksvolle Bildnis des Hl. Hieronymus aus Lissabon. Hinzu kommen als Referenzwerke Skulpturen und Gemälde von Zeitgenossen. Leihgeber sind hochrangige Institutionen wie die Wiener Albertina, der Pariser Louvre, das British Museum in London, Windsor Castle, die Uffizien in Florenz, der Prado in Madrid, das Berliner Kupferstichkabinett u. a. Das Centre Charlemagne rückt die Aachener Krönung Karls V. in den Blickpunkt. Bedeutende Relikte dieses Festes sind noch in Aachen erhalten, z. B. Karls kostbarer Krönungsmantel, ein Schlüsselexponat der Ausstellung. Der junge Karl wird als König einer Welt gezeigt, in der der "Herbst des Mittelalters" seinen späten Glanz erstrahlen lässt, um schließlich immer mehr zu zerbröckeln. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Medienrevolution der Frühen Neuzeit, dem Zerbrechen der alten Weltbilder auf dem Weg in die erste Globalisierung und dem Zerbrechen der Glaubenseinheit im christlichen Europa. Eine spannende Zeit, die vielfache aktuelle Bezüge ermöglicht.

3. Tag: Reisen zeitgenössischer Künstler: Das Ludwig Forum für Internationale Kunst präsentiert eine Auswahl an künstlerischen Positionen der Gegenwart, bei denen das Reisen im Zentrum der Werke steht. Die Ausstellung lädt ein, die Welt durch die Augen der Künstlerinnen und Künstler zu sehen, die sich oftmals abseits touristischer Pfade bewegen. Es geht u. a. um die Arktis und den Amazonas, die chinesische Mauer und Shenzhen, das Silicon Valley Chinas, um Kolonialismus und Seltene Erden, Nomadentum, Migration und schließlich darum, sich in der globalisierten Welt zurechtzufinden. Anhand von Installationen, Videos, Objekten, Fotografien und Grafiken vermittelt die Ausstellung die Faszination und Bedeutung von Künstlerreisen. Anschließend Rückfahrt nach Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 490,- pro Person im Doppelzimmer
€ 565,- pro Person im Einzelzimmer

Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Preis enthalten.

Zu Mindestteilnehmerzahl, Absagefrist und Gruppengröße siehe unsere Allgemeinen Hinweise