Kunst und Architektur am Bodensee und im Engadin – eine Reise mit ganz besonderem Flair

. . . . . .

Kunst und Architektur am Bodensee und im Engadin – eine Reise mit ganz besonderem Flair

Reise Nr. 35

Leitung: Stefanie Alber M.A.

Abreise: Donnerstag, 11. Juli 2019
Rückreise: Sonntag, 14. Juli 2019 (4 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Echterdingen, S-Bahnhof (Rückkehr gegen 20.00 Uhr)
Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice (s. Seite 156) entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 9.00 Uhr Ulm, Reisebusbahnhof Neue Straße (Rückkehr gegen 19.00 Uhr)

Unverbindliche Zeitangaben, Änderungen vorbehalten.
Über etwaige Änderungen werden Sie ggf. rechtzeitig vor Abreise informiert.

« zurück zum Reisekalender ...

Mit einer neuen Reiseform wollen wir Ihnen die Möglichkeit geben, in ganz besonderer Atmosphäre zu reisen: Ein einzigartiges Programm, das Museumsleiter oder Künstler selbst zu Wort kommen lässt, eine kleinere Reisegruppe als sonst und ausgewählte Hotels - individuell, kostbar, schweizerisch, original und einzigartig - zeichnen diese Reise aus und vermitteln ein authentisches Flair der besuchten Orte.

Das Engadin ist eine märchenhafte Bergwelt, ein magischer Ort, an den sich schon früher Künstler zurückgezogen haben, um in der Abgeschiedenheit ihr Werk zu entwickeln. Hier wuchsen und wachsen Kunstwerke, die es nirgends sonst auf der Welt gibt - einzigartig!

Im Mittelpunkt der Reise stehen große Künstlerpersönlichkeiten aus zwei Epochen: Ernst Ludwig Kirchner, der bis zu seinem Freitod im Engadin lebte und arbeitete, und Not Vital, der berühmteste und erfolgreichste zeitgenössische Künstler der Schweiz. Er hat in seinem Heimatdorf Sent einen einzigartigen Skulpturenpark erschaffen, den wir entdecken und erleben dürfen. Literarisch begleitet uns in Davos natürlich Thomas Manns Zauberberg und entführt uns in eine verzauberte Welt, in der zuweilen die Zeit stillzustehen scheint und dann wieder ganz präsent ist.

Programm:

1. Tag: Über Peter Zumthors Architektur in Bregenz nach Sent, einem alpinen Kleinod: Erste Station ist Bregenz. Das Kunsthaus von Peter Zumthor am Ufer des Bodensees mit seiner markanten Glasfassade bildet einen perfekten Auftakt. Die dem Betonkern vorgelagerte Schuppenhaut aus Milchglaspaneelen sorgt für optimales Tageslicht. Umgekehrt strahlt nachts das Kunstlicht durch die Lichtbänder nach außen. Das Gebäude spiegelt die Sonne, die Wolken und den See. Wir erkunden die Architektur und die Formensprache Peter Zumthors. Am frühen Abend Ankunft in Sent. Ein kurzer Rundgang durch das Dorf gibt einen ersten Eindruck in der herrlichen Bergwelt des Engadins. Abendessen und Übernachtung im Hotel "Pensiun Aldier", einem wahren Geheimtipp.

2. Tag: Sent, ein selten schönes Bergdorf mit großartigen Kunstwerken: Das 1865 erbaute Hotel Aldier macht Sent alle Ehre. Unmittelbar beim Hauptplatz steht es nun, das frische, weiss gekalkte Haus mit seinem Vorgarten und dem hölzernen Balkonvorbau. Leise hört man den Dorfbrunnen plätschern. Drinnen hüllt einen die besondere Atmosphäre sofort ein. Sie ist still, zurückhaltend, dennoch edel. Auf Materialität wurde sorgsam geachtet. Das Hotel hat sich der Kunst verschrieben, ist eine Herzensangelegenheit und möchte Ihnen eine Geschichte erzählen. Die private Kunstsammlung der Hoteliersfamilie zeigt in den öffentlichen Räumen Fotografien von Ernst Scheidegger. Im Gewölbekeller findet sich eine private Sammlung mit Werken von Alberto Giacometti. In den Zimmern hängen Werke von Mirò, Arp, Braque, Chillida, Le Corbusier, Scheidegger und Doisneau - lassen Sie sich überraschen, welcher Künstler Sie durch die Nacht begleitet. Der berühmteste zeitgenössische Künstler der Schweiz ist Not Vital, dessen einzigartigen Skulpturenpark wir besuchen. Seine Kunstwerke dürfen erfasst, erklettert, begangen und erlebt werden. Unvergleichlich! Abends beziehen wir in Davos unsere Zimmer im mondänen Steigenberger Grandhotel Belvedere. Es liegt direkt an der Promenade und punktet mit historischem Flair und charmantem Chic (2 Übernachtungen).

3. Tag: Ernst-Ludwig Kirchner in Davos und Schatzalp: "Ich muss zeichnen bis zur Raserei, nur zeichnen. Nur arbeiten, arbeiten und an sonst nichts denken..." - Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) lebte von 1918 bis zu seinem Tod in Davos. Der malerische Luftkurort und seine Umgebung inspirierten ihn zu einer großen Anzahl bedeutender Werke. Das Kirchner Museum Davos bietet das außergewöhnliche Erlebnis, die Werke des Künstlers am Ort ihrer Entstehung zu sehen. 1992 von den international bekannten Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer errichtet, gilt es als wegweisend für eine neue Auffassung in der Museumsarchitektur, die Funktionalität und Ästhetik, architektonische Eigenwertigkeit und Dienst an der Kunst auf besondere Weise verbindet. Gigon/ Guyer schufen aus Glas, Beton, Stahl und Holz ein auf das Wesentliche reduziertes, kristallines Gebäude. In der sensiblen Kombination der Baustoffe gelangten sie aber auch zu raffinierten und komplexen architektonischen Formulierungen, welche die bewusst eingesetzte Schlichtheit des Museums in ein gebautes Äquivalent zur Ausdruckskraft Ernst-Ludwig Kirchners verwandelt. Mit der Standseilbahn fahren wir auf die Schatzalp, die Thomas Mann zu seinem "Zauberberg" inspirierte. Auf 1.900m Höhe genießen wir die unvergleichliche Aussicht vom Thomas-Mann-Rundweg aus. Das Schatzalphotel wurde am 21.12.1900 als Luxussanatorium eröffnet. Etwas in die Jahre gekommen, birgt es doch noch den morbiden Charme dieser Zeit. Auf der Terrasse trinken wir einen Kaffee und dürfen mit etwas Glück in den vergangenen Charme der Jahrhundertwende im Belle Epoque Restaurant schnuppern. Wir spazieren durch das Alpineum, einen Garten, der - 1907 angelegt - bis heute liebevoll gehegt und gepflegt wird. Den Tag beschließt wiederum ein gemeinsames Abendessen im Hotel.

4. Tag: Chur und das Bündner Kunstmuseum: In Chur führt uns der Direktor des Bündner Kunstmuseums, Stephan Kunz, durch sein Haus. Es befindet sich in einem aufsehenerregenden Neubau und in der ehemaligen Villa Planta, die 1874/75 als privates Wohnhaus erbaut worden war. Unter der Ägide von u.a. Peter Zumthor umgebaut, wurde es 1990 neu eröffnet. Einen internationalen Architekturwettbewerb gewann 2011 das Estudio Barozzi/Veiga aus Barcelona. Das neue Museum besticht durch seine klare Form und die präzise Setzung im Kontext zur Villa Planta und dem Verwaltungsgebäude der Rhätischen Bahn. Die knapp gehaltene, kompakte oberirdische Volumetrie unterstreicht - auch mit der symmetrisch gegliederten Fassade - die Eigenständigkeit, aber auch die respektvolle Haltung gegenüber der wertvollen Villa im Garten und dem benachbarten Gebäude. Das überzeugende Ensemble von drei architektonisch hochwertigen Gebäuden setzt einen starken Akzent im Stadtbild. Im Anschluss entdecken wir Churs hervorragend erhaltene Altstadt auf einem Rundgang samt Stippvisite in der Martinskirche mit den Glasfenstern von Augusto Giacometti, dem Onkel von Alberto Giacometti. Rückfahrt nach Ulm und Echterdingen.

Leistungen:

Preis:

€ 1290,- pro Person im Doppelzimmer
€ 1395,- pro Person im Einzelzimmer

Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Reisepreis enthalten.

Reisepapiere für deutsche Staatsangehörige:

gültiger Personalausweis oder Reisepass

Mindestteilnehmerzahl:

12 Personen. Eine eventuelle Absage muss Ihnen spätestens drei Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein.

Maximale Gruppengröße:

20 Personen

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, unsere Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.