Martin Luther und die Reformation eine Spurensuche vor Ort

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Martin Luther und die Reformation eine Spurensuche vor Ort

Mit Besuch der großen Jubiläumsausstellungen

Reise Nr. 34

Leitung: Sibylle Setzler M.A. und Prof. Dr. Wilfried Setzler

Sonntag, 2. Juli, bis Freitag, 7. Juli 2017 (6 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof | Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach

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Zum 500. Jubiläum des "Thesenanschlags" von Martin Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg macht diese Reise mit dem Leben und Wirken des Reformators an ausgewählten Beispielen bekannt. Die Spurensuche hat ihren räumlichen Schwerpunkt in der Heimat Luthers. Besucht werden die Stätten der Geburt, der Schulausbildung und des Studiums ebenso wie die klassischen Reformationsorte. Verdeutlicht werden dabei neben eher allgemein bekannten Ereignissen und Geschichten auch manch Legendäres und weniger Bekanntes, wie beispielsweise das Kloster Nimbschen, in dem die Nonne Katharina von Bora lebte, Luthers spätere Ehefrau.

Zudem werden die Lebensumstände jener Zeit aufgezeigt, der Alltag, die Umwelt und das Umfeld, die Freunde, wie die Malerfamilie Cranach, oder die Beziehung zu anderen Reformatoren, insbesondere zu Melanchthon.

"Zu Wort" kommen neben der Ereignisgeschichte, der Biografie und dem Lutherischen Werk auch die in Zusammenhang mit der Reformation stehenden neuen Strömungen in der Kunst und Architektur sowie die zahlreichen viel später entstandenen Lutherdenkmäler und -gedenkstätten, eindrückliche Zeugnisse einer fast glühenden Lutherverehrung und späteren "Vereinnahmung" für ganz unterschiedliche (politische oder geistlich-geistige) Ideen.

1. Tag: "Hier stehe ich und kann nicht anders!": Worms (auf dem Wormser Reichstag 1521 soll Luther widerrufen, doch er bleibt standhaft: daran erinnert ein großes Reformationsdenkmal, neben Genf das größte der Welt; die Magnuskirche wurde 1521 zum Ausgangspunkt der Reformation in Worms) Schmalkalden (1531 schließen sich im Rathaus der hübschen Fachwerkstadt die protes- tantischen Reichsstände gegen die Politik Kaiser Karl V. zusammen; Lutherhaus; in der dem Hl. Georg geweihten Pfarrkirche predigte 1537 Luther) Altenstein (hier in der Nähe, bei der "Lutherbuche", wird der Reformator auf der Heimreise vom Wormser Reichstag von Beauftragten des Herzogs Friedrich dem Weisen von Sachsen entführt und zur Wartburg gebracht) 2 Übernachtungen in Erfurt.

2. Tag: Schule und Studium: Eisenach mit der Wartburg (14981501: Besuch der Lateinschule; in Logis bei der Familie Cotta, heute "Lutherhaus", eines der "schönsten Fachwerkhäuser Thüringens" aus dem Mittelalter; Wartburg, eine der berühmtesten Burgen Deutschlands, Weltkulturerbe, 1521/22 übersetzte hier Luther, der "Junker Jörg", das neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche, romanischer Rittersaal, Lutherstube, Meisterwerke der Porträtkunst von Vater und Sohn Cranach) Erfurt (1501: Student, 1505: Eintritt ins Augustinerkloster, 1507: Priesterweihe im Dom; Georgenburse, Collegium marianum, Michaeliskirche) Stotternheim (Gedenkplatte an der Stelle, an der Luther 1505 das Gelöbnis ablegte, Mönch zu werden).

3. Tag: Die frühen und die späten Jahre: Jena (spät- gotische Hallenkirche St. Michael, Kanzel, auf der Luther mehrfach predigte, hier auch die für Wittenberg gefertigte Grabplatte) Weimar (Stadtkirche St. Peter und Paul mit Lucas Cranachs großartigem Drei-Flügel-Altar, einem der Hauptwerke für die Darstellung der lutherischen Lehre) Eisleben (Geburtshaus 1483; St. Andreaskirche, Luthers letzte vier Predigten, falsches und richtiges Sterbehaus 1546) Mansfeld (Umsiedlung der Familie von Mansfeld kurz nach der Geburt, hier verbrachte Luther seine Kindheit bis 1497, Vater Ratsherr) Übernachtung in Wittenberg.

4. Tag: Wittenberg mit Jubiläumsausstellung: Die prächtige Residenzstadt der sächsischen Herzöge (Wettiner) wird 1517 zur "Wiege der Reformation": Stadtrundgang zu den zentralen Gedenkstätten mit Augustinerkloster und Wohnstätte der Familie Luthers, Melanchthonhaus, Cranachhöfen, Schlosskirche (Thesenanschlag), Stadtkirche St. Marien, Nationalausstellung und vielem mehr. 2 Übernachtungen im Hotel Kloster Nimbschen.

5. Tag: Katharina von Bora, Nonne und Ehefrau Luthers: Kloster Nimbschen bei Grimma (aus ihm flieht 1523 die Nonne Katharina von Bora, die 1525 Luther in Wittenberg heiratet) Torgau (Katharina Bora, 1552 auf der Flucht vor der Pest in Wittenberg hier gestorben, in der Hallenkirche St. Marien befindet sich ihr Grabstein; Schlosskirche, erster protestantischer Kirchenbau von Luther 1544 eingeweiht, die Ideen der Reformation erstmals in Architektur und Kunst umgesetzt) Leipzig (auf der Pleißenburg, heute Neues Rathaus, fand 1519 die große Disputation statt, eine der Wegmarken der Reformation; Nicolaikirche mit "Lutherkanzel"; Auerbachs Keller; Universitätskirche St. Pauli, ursprünglich Franziskanerkloster).

6. Tag: Heimreise über Coburg: "Veste" Coburg (Schloss der sächsischen Kurfürsten mit gewaltigen Mauern und Türmen, hübsch und hoch über dem Tal gelegen, eine berühmte Kunstsammlung mit 35 Gemälden aus der Cranachwerkstatt; Lutherzimmer, Aufenthaltsort des Reformators 1530; Morizkirche) Rückfahrt nach Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

1345, pro Person im Doppelzimmer
1490, pro Person im Einzelzimmer

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.