In den Bergen und Wäldern um Stuttgart XVII: Hohenlohe -

. . . . . .

In den Bergen und Wäldern um Stuttgart XVII: Hohenlohe -

... Landschaft der Duodezfürstentümer und ländlichen Minderheiten

Reise Nr. 28

Leitung: Dr. Raimund Waibel

Mittwoch, 19. Juni 2019 (Tagesfahrt)
Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.45 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach

zurück zum Reisekalender ...

Mit dem Aufspalten des Hauses Hohenlohe in eine wachsende Anzahl von Seitenlinien seit dem 13. Jahrhundert entstand eine beträchtliche Anzahl kleiner Herrschaften, die ihre Orte teils wieder an Lehensleute verliehen. Um die nicht selten ihre Möglichkeiten überschreitenden Duodez-Hofhaltungen zu finanzieren, siedelten die Fürsten oft fahrendes Volk, Hausierer und auch Juden an, um ihnen Schutzgelder und Steuern abzuverlangen. Mit dem Entstehen des Königreichs Württemberg und der Mediatisierung der Adelsherrschaften war es dann mit der Unabhängigkeit dieser Adelsterritorien vorbei - die Hohenlohe wurde württembergisch, aber bis heute ist sie von einer auffallenden Vielgestaltigkeit nicht nur der Landschaft, sondern auch der Siedlungen und der Kulturdenkmäler geprägt.

Eine weitere Exkursion in die hohenlohischen Lande nach 2018 führt in die unmittelbare Umgebung von Schwäbisch Hall und Langenburg. Braunsbach lag zwar innerhalb der Haller Landhege, war aber ein ritterschaftlicher Ort derer von Crailsheim (pittoreskes Dorf am Prallhang des Kochers). Direkt unterhalb des Residenzstädtchens Langenburg liegt das früher gleichfalls ummauerte Bächlingen, zwei Kilometer jagstaufwärts das Dörfchen Unterregenbach, das eines der rätselhaftesten Kirchenareale des Landes in Form einer karolingisch-ottonischen "Kirchenfamilie" birgt: mit einst zwei nur zehn Meter auseinander liegenden Kirchen, von denen eine karolingische Hallenkrypta erhalten ist. Zwei Ausstellungen (Rabbinatsmuseum: Landjudentum in Hohenlohe, Freilandmuseum Wackershofen: Jenische) informieren über die lange vernachlässigte, aber höchst interessante Geschichte ländlicher Minderheiten.

Zu Mittag gibt es ein Vesper mit Most (oder einem anderen Getränk) in einem herrlichen Gewölbekeller in Langenburg.

Programm:

Ausstellung über die Minderheit der "Jenischen", oft Hausierer und Marktbeschicker, im Freilandmuseum Wackershofen - Braunsbach (Rest der Stadtmauer, Stadttor, im Kern romanische Kirche mit Tympanon, interessanter Schlosshof, Rabbinatsmuseum) - Bächlingen (gotische Kirche Maria und Johannes, Fresko, herrliches Grabmal eines Rezzonen) - Unterregenbach (karolingische Hallenkrypta, archäologisches Areal, Kirche, Ausstellung zum "Rätsel von Unterregenbach") - Geschichte einer gedeckten Brücke über die Jagst, die einst dem Heimatbund gehörte.

Leistungen:

Preis:

€ 115, pro Person

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.