Weimarer Republik und jüdische Geschichte – Erinnerungsorte in Buttenhausen

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Weimarer Republik und jüdische Geschichte – Erinnerungsorte in Buttenhausen

Reise Nr. 26

Leitung: Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt

Mittwoch, 12. Juni 2019 (Halbtagesfahrt)
Abfahrt: 13.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 13.40 Uhr Metzingen, Bahnhof

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In der kleinen Gemeinde Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb befinden sich zwei bedeutende Erinnerungsorte: das Geburtshaus von Matthias Erzberger, seit 2004 Gedenk- und Ausstellungsort, sowie der jüdische Friedhof und ein Museum, das die Geschichte der Landjuden aufzeigt.

Der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger wurde 1875 in Buttenhausen geboren. Er unterzeichnete als Mitglied der deutschen Delegation am 11. November 1918 den Waffenstillstandsvertrag von Compiègne. Am 26. August 1921 wurde er von Mitgliedern einer rechtsnationalen Organisation ermordet, die ihn wegen seines Einsatzes für den Waffenstillstand als Volksverräter sahen.

In hervorragender Weise zeichnet die Ausstellung in seinem Geburtshaus Erzbergers Biographie und sein Wirken in der Weimarer Republik nach. Das Aufwachsen im Judendorf Buttenhausen prägte ihn. 1787 siedelten sich hier auf landesherrlichen Beschluss 25 jüdische Familien an, die in der Folge die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Ortes prägten. 1789 erhielt die damals junge jüdische Gemeinde ein Gelände für einen Friedhof, der noch heute in vielfältiger Form Zeugnis vom jüdischen Leben ablegt und das Ende des Landjudentums durch die Pogrome der NS-Zeit deutlich macht.

Leistungen:

Preis:

58,– € pro Person

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.