Das Coburger Land und die Reformation

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Das Coburger Land und die Reformation

Mit Besuch der Bayerischen Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner" in der Veste Coburg

Reise Nr. 22

Leitung: Prof. Dr. Franz Quarthal

Donnerstag, 18. Mai, bis Samstag, 20. Mai 2017 (3 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 8.45 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Heilbronn-Untergruppenbach

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Am 15. April 1530 Karfreitag kamen Martin Luther sowie die Theologen Philipp Melanchthon und Justus Jonas nach Coburg. Da Luther unter Reichsacht stand, konnte er nicht mit zum Reichstag nach Augsburg weiterreisen, wo die Protestanten die im Wesentlichen von Melanchthon verfasste Bekenntnisschrift "Confessio Augustana" vorlegten. "Es ist ein überaus reizender und für Studien geeigneter Ort", urteilte der Reformator später über Coburg. Er blieb für sechs Monate auf der Veste, schrieb dort 120 Briefe in 172 Tagen, predigte in der Morizkirche, hielt sich auf Schloss Callenberg auf und hielt brieflich Kontakt mit Glaubensgenossen.

Die Zeit nach 1500 war in stürmischer Bewegung. Die Ritter kämpften ihren letzten Kampf, die Bauern standen auf, und in den Städten gärte es. Buchdruck, Flugschriften und Kampflieder brachten neue Ideen unter die Leute, Jahrhunderte alte Gewissheiten gerieten ins Wanken. Vor allem in Süddeutschland, in Franken, Schwaben und Altbayern, entschieden sich Erfolg oder Misserfolg der evangelischen Bewegung. Die Bayerische Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner" in der Veste Coburg nimmt den Aufenthalt Luthers zum Anlass, das gesamte Umfeld der Reformationszeit darzustellen. Anhand kostbarer internationaler Exponate und multimedial erzählter Geschichten wird diese Wendezeit lebendig gemacht, u. a. sind etwa 30 Gemälde Lucas Cranachs d. Ä. und seiner Werkstatt zu sehen.

Dazu zeigt die Exkursion geschichtlich und kunstgeschichtlich wichtige Orte und charakteristische Punkte des Coburger Landes, das Bestandteil und Residenz von Thüringen war und erst 1920 an Bayern kam. Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha hatte im 19. Jahrhundert enge Verwandtschaftsbeziehungen zu nahezu allen europäischen Fürstenhäusern.

1. Tag: Durch ein konfessionell gespaltenes Land nach Coburg: Hassfurt (Ritterkapelle; einer der wichtigsten gotischen Bauten in Franken; Hauptwerk Karl Alexanders von Heideloff, Baumeister des Lichtenstein) Maria Limbach (Wallfahrtskirche von Balthasar Neumann) Bad Staffelstein (Bambergische Stadt) Vierzehnheiligen (herausragender barocker Bau Balthasar Neumanns) Kloster Banz (riesige Klosterburg, Heimstatt eines der aufgeklärtesten Konvente in Süddeutschland) 2 Übernachtungen in Coburg.

2. Tag: Coburg Ausstellung, Stadt und Umland I: Veste Coburg (Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner") Schloss Ehrenburg (neugotischer Bau Karl Friedrich Schinkels, Einrichtungsgegenstände aus dem Historismus geben einen Eindruck vom Wohnstil des ausgehenden 19. Jhs., als u. a. Queen Victoria zu Gast war) Stadtrundgang u. a. mit Herrengasse (ehem. Zeughaus), Münzmeisterhaus, Staatskanzlei, Morizkirche, Gymnasium Casimiraneum, St. Augustin (neugotisch), Schlossplatz (Palais Edinbourg, Wohnung des Sohnes von Königin Victoria), Allee 3 (ältestes Haus in Coburg, 1435).

3. Tag: Coburgs Umland II: Schloss Hohenfels (erbaut 183942 durch Ernst v. Württemberg, Reichsfrauenschule, heute Schule; Außenbesichtigung) Rosenau-Schlösschen am Rittersteich Schloss Callenberg (Jagd- und Sommerschloss, zuletzt Hauptwohnsitz der Herzöge v. Sachsen-Coburg und Gotha) Schloss Ahorn Schloss Hohenstein Jagdschloss Bad Rodach (18. Jh.) Ebersdorf (ev. Kirche) Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

470, pro Person im Doppelzimmer
490, pro Person im Einzelzimmer

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.