Das Goldene Jahrhundert in den Niederlanden und eine Sonderschau zu Rembrandt

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Das Goldene Jahrhundert in den Niederlanden und eine Sonderschau zu Rembrandt

Reise Nr. 22

Leitung: Dr. Albert de Lange

Abreise: Donnerstag, 30. Mai 2019
Rückreise: Mittwoch, 5. Juni 2019 (7 Reisetage)
Abfahrt: 7.30 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof (Rückkehr zwischen 18.30 und 20.00 Uhr)
Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice (s. Seite 156) entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr Karlsruhe, Busbahnhof hinter dem Hauptbahnhof (Rückkehr zwischen 17.30 und 19.00 Uhr)

Unverbindliche Zeitangaben, Änderungen vorbehalten. Über etwaige Änderungen werden Sie ggf. rechtzeitig vor Abreise informiert.

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Die Niederlande sind in Südwestdeutschland wenig bekannt, ihre Geschichte und das kulturelle und religiöse Leben nicht sehr geläufig. Manch einer denkt nur an Tulpen, Mühlen und Käse. Die deutsche Presse stellt die Niederlande oft als Gesellschaft dar, in der alles grenzenlos toleriert wird, selbst Drogengebrauch und Euthanasie. Andere dagegen beneiden sie als eine offene, freie Gesellschaft, wo Passanten in jedes Wohnzimmer schauen können. In letzter Zeit liest man immer wieder, dass intolerante Muslimhasser das öffentliche Leben beherrschen und eine strenge Politik gegen "Flüchtlinge" geführt wird.

Stimmen aber alle diese Bilder? Diese Reise soll dazu beitragen, Geschichte und Kultur der Niederlande besser zu verstehen. Der Schlüssel dazu liegt im so genannten "Goldenen Zeitalter" des 17. Jahrhunderts, das die Identität des Landes zutiefst geprägt hat. In dieser Zeit konnten die Niederlande ihre Unabhängigkeit von den Habsburgern durchsetzen und wurden 1648 als selbständige "Republik" anerkannt. Parallel dazu entwickelte sich das Land zu einer weltumspannenden See- und Handelsmacht. Politischer und wirtschaftlicher Erfolg gingen einher mit einem kulturellen Aufschwung, getragen vom Bürgertum in den Städten, der sich unter anderem in einer enormen Produktion von Gemälden äußerte. Rembrandt und Vermeer waren dabei die Ikonen.

Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Blüte war vor allem der Tatsache zu verdanken, dass die Niederlande damals weitaus toleranter waren als die anderen Staaten Europas. Es herrschte eine Gewissensfreiheit, die von niederländischen Humanisten wie Erasmus von Rotterdam inspiriert war. Die reformiert-calvinistische Kirche wurde zwar öffentlich privilegiert, war aber keine Staatskirche. Diese Toleranz führte zu einem konstanten Zustrom von Flüchtlingen, die anderswo wegen ihres Glaubens oder ihrer Auffassungen verfolgt wurden: Flamen und Wallonen aus dem (heutigen) Belgien, Engländer und Schotten, Italiener, Deutsche, Hugenotten aus Frankreich, Protestanten aus Böhmen, Freidenker aus ganz Europa. Sie trugen wesentlich zum Reichtum der Niederlande bei.

Wir konzentrieren unsere Reise auf die Provinzen Süd-und Nordholland - damals wie heute der in Einwohnerzahl, Industrie, Handel und Kultur dominante Teil der Niederlande - und auf typische holländische Städte und Städtchen wie Gouda, Den Haag, Delft, Haarlem, Alkmaar, Edam und Enkhuizen. Sie alle sind vom "Goldenen Jahrhundert" geprägt. In Den Haag erwartet Sie zudem ein besonderer Kunstgenuss: die Sonderausstellung "Rembrandt und das Mauritshuis" zum 350. Todestag des Künstlers.

Programm:

1. Tag: Zeist, das niederländische "Herrnhut": Stuttgart - Zeist (schönes Städtchen mitten in einem waldreichen Gebiet der Provinz Utrecht; 1734 kaufen die Herrnhuter das hiesige Schloss und machen daraus ein wichtiges Zentrum ihrer Mission; kurzer Stadtspaziergang, Übernachtung).

2. Tag: Die Glasfenster von Gouda und eine Sonderausstellung zu Rembrandt: Gouda (schöne Stadt im "grünen Herzen" der Provinz Südholland; Stadtwanderung, u. a. zu den prächtigen Glasfenstern der St. Janskirche, 16. Jh.) - Den Haag (Mauritshaus; das alte Kunstmuseum präsentiert zwar relativ wenige Gemälde, dafür aber nur Glanzlichter; Sonderausstellung "Rembrandt und das Mauritshuis") - Rijswijk (hier wurde 1697 der Frieden geschlossen, der den Pfälzischen Erbfolgekrieg beendete; 2 Übernachtungen).

3. Tag: Delft. Die Stadt von Vermeer: Delft ist zweifellos die schönste Stadt der Niederlande. Hier wohnte Wilhelm von Oranien, der Stammvater des Hauses Oranien-Nassau und Führer der Rebellion der Niederländer gegen die spanischen Habsburger, die 1648 zur Unabhängigkeit führte. 1584 wurde er in Delft ermordet. Auf dem Stadtrundgang besichtigen wir den Prinsenhof, wo er lebte, die Alte Kirche, wo er begraben wurde, und die Neue Kirche.

4. Tag: Das Frans Hals Museum: Heute fahren wir in die Provinz Nordholland (bei geeignetem Wetter unterwegs kleine Strandwanderung in Katwijk aan Zee). Haarlem ist ebenfalls ein "Highlight" aus dem Goldenen Jahrhundert mit seiner mächtigen St. Bavo-Kirche und dem Frans Hals Museum. 3 Übernachtungen in Alkmaar.

5. Tag: Klein aber fein: Alkmaar, Edam und Marken: Der Vormittag gehört der schönen Altstadt von Alkmaar. Nachmittags fahren wir durch den Beemster, einen Polder aus dem 17. Jh., an die ehemalige Zuiderzee (jetzt IJsselmeer), ins idyllische Städtchen Edam und auf die ehemalige Zuiderzee-Insel Marken. Auf dem Rückweg sprechen wir in Monnickendam mit einem reformierten Pfarrer über die Krise der Kirchen in den Niederlanden.

6. Tag: Wie die Holländer lebten: Mit einer schönen Bootsfahrt über das IJsselmeer erreichen wir Enkhuizen. Das Zuiderzee-Museum (Freiluftmuseum) stellt das alltägliche Leben in den Städtchen und Dörfern an dem früheren Meeresarm dar. Mit Enkhuizen besichtigen wir eine der schönsten niederländischen Handelsstädte des 17. Jhs.

7. Tag: Nach Hause: Rückfahrt nach Karlsruhe und Stuttgart.

Leistungen:

Preis:

€ 1595,- pro Person im Doppelzimmer
€ 1790,- pro Person im Einzelzimmer

Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Reisepreis enthalten.

Reisepapiere für deutsche Staatsangehörige:

gültiger Personalausweis oder Reisepass

Zu Mindestteilnehmerzahl, Absagefrist und Gruppengröße siehe unsere Allgemeinen Hinweise.

Beachten Sie bitte auch die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.