Der Lichtenstein. Ein zentraler Ort schwäbisch-württembergischer Identität

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Der Lichtenstein. Ein zentraler Ort schwäbisch-württembergischer Identität

Karl Alexander von Heideloff und das historistische Schloss Herzog Wilhelms von Urach. Die Realisierung eines literarischen Traums des schwäbischen Dichters Wilhelm Hauff und der historische Roman in Württemberg

Reise Nr. 20

Leitung: Prof. Dr. Franz Quarthal

Donnerstag, 11. Mai 2017 (Tagesfahrt)
Abfahrt: 8.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustiege: 8.45 Uhr Reutlingen, Alter Busbahnhof

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Wilhelm Hauff (1802–1827) verfasste 1826 den Roman "Lichtenstein", der sein größter literarischer Erfolg wurde. Hauff wurde damit zum Begründer des historischen Romans in Deutschland und gilt als der Hauptvertreter der Schwäbischen Dichterschule. Herzog Wilhelm von Urach (1801–1869) ließ sich durch den Roman anregen, das alte Forsthaus in der Nähe der Ruinen der Burg Alt-Lichtenstein von König Wilhelm zu erwerben und Anfang der 1840er-Jahre auf dessen Gelände eine der vormaligen Ritterburg nachempfundene neue Burg, das bis heute bestehende Schloss Lichtenstein, errichten zu lassen. Die Pläne dazu stammten von dem berühmten Architekten des Historismus in Deutschland, dem Stuttgarter Karl Alexander Heideloff (1789–1865).

Mit Schloss Lichtenstein (1839–1842) errichtete Heideloff ein Wahrzeichen der schwäbischen Romantik, das zu Unrecht in den letzten Jahren ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Sucht man sichtbare Symbole schwäbischer Identität, wird Schloss Lichtenstein als konkreter "Lieu de mιmoire", als historischer Gedächtnisort, an vorderster Stelle stehen. Das Schloss sollte der Aufbewahrungsort für die reiche Kunstsammlung Herzog Wilhelms werden, zu der unter anderem der berühmte "Marientod" des Meisters von Lichtenstein gehört. Seit wenigen Jahren sind die im Krieg schwer beschädigten privaten und Gesellschaftsräume Herzog Wilhelms im 2. und 3. Obergeschoss der Burg im alten Stil restauriert und (wie auch die Kunstsammlung des Herzogs) im Rahmen von exklusiven Sonderführungen (Wert 25,– €) zugänglich.

Ein Besuch des Wilhelm-Hauff-Museums in Honau, des Platzes der alten Burg Lichtenstein, und ein Sektempfang im Schloss runden den Tag ab. Eine Wanderung zur Nebelhöhle (mit Besichtigung) soll abschließend nochmals den Geist des Romans von Wilhelm Hauff lebendig machen.

Programm: Honau-Lichtenstein (Hauff-Museum) – Ruine Alt-Lichtenstein – Schloss Lichtenstein (Sonderführung mit Sektempfang) – Wanderung zur Nebelhöhle (Besichtigung).

Teilnehmer, denen die Wanderung zu beschwerlich ist, fährt der Omnibus zur Nebelhöhle.

Leistungen:

Preis:

97,– € pro Person

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.