Liguriens Osten und das wunderbare Genua

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Liguriens Osten und das wunderbare Genua

Eine lange Geschichte, noch lange nicht auserzählt.

Reise Nr. 14

Leitung: Sven Gormsen

Samstag, 29. April, bis Samstag, 6. Mai 2017 (8 Reisetage)
Abfahrt: 8.00 Uhr Echterdingen, S-Bahnhof | Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr "Parken und Mitnehmen" an der Autobahnausfahrt Herrenberg

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Aus deutschem Blickwinkel kennt man natürlich die italienische Riviera samt der "Schlagerstadt" San Remo, in den vergangenen dreißig Jahren vor allem die Cinque Terre, aus dem Geschichtsunterricht Rapallo und als Urlaubsfahrer gen Süden den Fährhafen Genuas als Endpunkt einer kurvenreichen Autobahnfahrt. Ligurien aber, die Landschaft, der all dies zugehört, hat längst nicht den klingenden Namen wie die Toskana, der Veneto oder die Lombardei.

Deshalb hier die Einladung, wenigstens den östlichen Teil dieser vielfältigen und geschichtsträchtigen Landschaft, die Levante, samt der viel verkannten Hauptstadt Genua näher kennen zu lernen. Das beginnt mit steinzeitlichen Funden, geht weiter mit Ligurern und Römern, die aus dem heutigen Luni Mare den begehrten Marmor nach Rom verschifften. Dann die große Zeit der Genuesen, die sich mit mächtigen Festungen gegen Pisa und die Toskana abschirmten. Natürlich die malerischen Zielorte des italienischen wie britischen Bürgertums seit Beginn des 19. Jahrhunderts, als neben der Fischerei auch der Tourismus Einzug hielt an den Buchten von La Spezia oder Portofino. Heute dagegen: die Cinque Terre, die wir mit Boot und Bahn erkunden, aber eben auch das steile, waldige Hinterland. Nicht zuletzt die Küche, die ihre ganz eigenen Wege geht. Und natürlich Architektur und Malerei, dazu die Literatur, die uns in der literarischen Einladung "Genua und Ligurien" begleiten wird.

Und dann ist da noch Genua, lange Jahre unterschätzt und gemieden, heute ein brodelnder Kessel unterschiedlichster Kulturen und Traditionen, eine beeindruckende Mischung aus Hafen, lebendiger Altstadt – der größten in Europa –, Tradition und Moderne, oberhalb derer sich immer wieder wunderbare Ausblicke in die Ferne eröffnen. Erstaunlich, wie groß die Vielfalt ist, die sich allein im Ostteil der Region erkunden lässt!

Programm:

1. Tag: Willkommen in Ligurien: Stuttgart – Arenzano bei Genua (2 Übernachtungen).

2. und 3. Tag: Die lange Geschichte der Wiederentdeckung einer Hafenweltstadt: Die Geschichte Genuas ist untrennbar verbunden mit dem Hafen, der sich nach langem Verfall nicht zuletzt durch das Wirken Renzo Pianos zur Attraktion gewandelt hat, mit dem Aussichtskran Bigo und der Glaskuppel von La Biosfera. Hinter dem Palazzo S. Giorgio öffnet sich das Gewirr der Altstadtgassen, der Caruggi und der Creuze, oberhalb davon erschließt sich die Altstadt der Rolli, der Adelspaläste mit prächtigen Ausstattungen und Malereien, über das Quartier der Doria um die Piazza San Matteo hin zur Renaissance-Straße Via Garibaldi im Viertel der Strade Nove. Von dort aus mit der Standseilbahn auf die Höhen für einen besseren Blick. Das jüngere Zentrum mit der eleganten Piazza Ferrari ist schließlich der Ausgang eines Besuchs des mächtigen Doms San Lorenzo, dann vorbei am Palazzo Ducale zur Porta Soprana beim Columbus-Haus. Die breite Prachtstraße Via XX Settembre führt zur Kirche Santo Stefano (signifikantes Beispiel der ligurischen Romanik) und weiter zur faschistischen Piazza Vittoria von Mussolinis Stararchitekt Marcello Piacentini. Und nicht zuletzt ein Besuch im Staglieno-Friedhof, mit seinen prunkvollen und lebendigen Grabstätten aus dem 19. Jh. einer der grandiosesten und wohl auch ergreifendsten Orte Zenas – wie die Genuesen ihre Stadt nennen. Weiterfahrt nach Sestri Levante (5 Übernachtungen).

4. Tag: Vorgeschichte und Geschichte der Ligurer und Liguriens: Vor der Kulisse der Apuanischen Alpen das antike Luni, bis zur Versandung im Mittelalter ein bedeutender Hafen (römische Ausgrabungen); Lerici mit seiner mittelalterlichen Burg und das malerische Fischerdorf Tellaro (beide am Golf der Poeten gelegen, womit Byron, Mary und Percy Shelley und einige andere britische Wortkünstler des angehenden 19. Jhs. gemeint sind); und schließlich Kastell und Archäologisches Museum in La Spezia samt einem Rundgang am Hafen.

5. Tag: Verträge, Touristen und ein weiter Blick übers Meer: Chiavari mit seiner wunderbaren Altstadt mit ihren mittelalterlichen Arkaden, aber auch einem bemerkenswerten Park; Rapallo mit dem Bauernmarkt, dazu eine Seilbahnfahrt zum Montallegro hinauf mit weitem Blick über den Golfo del Tigullio. Und schließlich Santa Margherita mit seinen edlen Hotels und der Villa Durazzo (16. Jh.) samt aussichtsreichem Park.

6. Tag: I’ve lost my heart in Portofino: Über die aussichtsreiche Küstenstraße nach Portofino, noch heute Traumziel vor allem für Briten und Amerikaner, von hier aus Bootsfahrt nach San Fruttuoso (romanische Abtei in entlegener Bucht), und Weiterfahrt nach Camogli, einem der bemerkenswertesten Küstenorte, Ausblick von Portofino-Vetta Richtung Genua.

7. Tag: Am Meer und in den Bergen in Liguriens Osten: Mit dem Bus ins Biodorf Varese Ligure (Mitglied im Club der schönsten Dörfer Italiens und typisch für das Bergland Liguriens). Dann mit Bahn und Boot in und durch die viel umschwärmten Cinque Terre von Monterosso nach Vernazza und Portovenere (Hafenstadt und Festung der Genueser). Zurück an die Küste nach Sestri Levante mit seiner Märchenbucht und der Bucht der Stille.

8. Tag: Nach Hause: Rückfahrt über die Schweiz.

Leistungen:

Preis:

€ 1625,– pro Person im Doppelzimmer
€ 1790,– pro Person im Einzelzimmer

Reisepapiere: gültiger Personalausweis oder Reisepass

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.