Stuttgart in den Fünfziger Jahren. Architekturmoderne zwischen Wald und Reben

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Stuttgart in den Fünfziger Jahren. Architekturmoderne zwischen Wald und Reben

Reise Nr. 6

Leitung: Sven Gormsen

Mittwoch, 15. April 2020 (Tagesführung)
Treffpunkt: 10.00 Uhr Stuttgart, i-Punkt
Ende: gegen 18.00 Uhr am Fernsehturm

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Die 1950er-Jahre waren ein Jahrzehnt des Aufbruchs, im täglichen wie im kulturellen Leben, keineswegs nur in Stuttgart. Aber auch wenn der langjährige Oberbürgermeister Klett sich gerne als "größten Bauernschultes Deutschlands" bezeichnete, setzte sich in der Schwabenmetropole der in den 1920ern begonnene Aufbruch in die Moderne nach dem Krieg, jetzt erst recht, fort. Zwar können wir heute die Leistungen eines Wieland Wagner, des Landestheaters, eines Erwin Lehn, die spätabendlichen Konzerte mit internationalen Jazzkünstlern und die Entwicklung des Balletts in Richtung internationaler Bedeutung nur noch in Aufnahmen nachvollziehen. Die nach dem Krieg neu entstandenen Bauten allerdings künden auch heute noch davon, dass man in der Landeshauptstadt anders als in Nürnberg, München oder Düsseldorf ganz gezielt und in Abgrenzung vom "Heimatstil" der Stuttgarter Schule - prägend während des Nationalsozialismus - den Weg in Richtung des Internationalen Rationalismus fortsetzte.

Auf der Strecke von der unteren Königstraße über den Schlossplatz zum Rathaus, durch die Schulstraße, über Liederhalle und Olgaeck zum Fernsehturm besuchen wir fast alle heute denkmalgeschützten Bauten aus dieser Zeit und erfassen sie im Zusammenhang der 1920er-Jahre, der nationalsozialistischen Pläne und der umfassenden Veränderungen durch Kriegszerstörung und Wiederaufbau. Nicht ohne den einen oder anderen Rückblick in den Alltag dieser Zeit zwischen Arbeit, Familie, Kino, Milchbar und Halbstarken.

Leistungen:

Preis:

39,- pro Person