Geschichte und Kultur der Juden in Südwestdeutschland XVIII: Judengemeinden am oberen Neckar

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Geschichte und Kultur der Juden in Südwestdeutschland XVIII: Judengemeinden am oberen Neckar

Reise Nr. 3

Leitung: Prof. Dr. Benigna Schönhagen

Sonntag, 31. März 2019 (Tagesfahrt)
Abfahrt: 7.00 Uhr Stuttgart, Karlsplatz
Zustieg: 7.50 Uhr Tübingen, Busbahnhof

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Mit dieser Fahrt kehrt die Reihe zu ihren Anfängen zurück, den ehemaligen jüdischen Gemeinden am oberen Neckar. Viel ist in den letzten zwanzig Jahren dort zur Bewahrung des jüdischen Erbes geschehen. Dank des Engagements Einzelner ist eine beeindruckende Erinnerungslandschaft entstanden. Die Exkursion macht mit den Spuren des einstigen jüdischen Lebens am oberen Neckar bekannt und stellt die Initiativen vor, die diese Spuren pflegen, bewahren und zu Orten der Begegnung gemacht haben. Am Ende des Mittelalters hatten das Herzogtum Württe

Am Ende des Mittelalters hatten das Herzogtum Württemberg und die Reichsstädte Juden vertrieben. Jüdisches Leben konnte sich im Südwesten des alten Reichs nur in wenigen Territorien, beispielsweise am oberen Neckar, entfalten, wo Reichsritter und der Johanniterorden sowie die Grafen von Zollern vergleichsweise günstige Bedingungen zur Niederlassung boten. So konnten sich dort stabile jüdische Gemeinden entwickeln. Von der Vielfalt und Dichte jüdischer Gemeinden am oberen Neckar zeugen heute nur noch ehemalige jüdische Friedhöfe und wenige Synagogenbauten, Ritualbäder oder Wohnhäuser, die die Zerstörungen der NS-Zeit überdauert haben.

In Haigerloch ist mit dem Haag sogar ein ganzes jüdisches Wohnviertel erhalten. Seit 1940 ghettoisierten dort die NS-Behörden württembergische Juden, bevor sie sie in die Vernichtungslager im Osten deportierten und damit das jüdische Leben am oberen Neckar auslöschten. Aus Rexingen rettete sich ein Teil der jüdischen Bevölkerung durch Auswanderung nach Palästina, wo sie die Genossenschaft Shavei Zion (Heimkehr nach Zion) gründeten, die 2018 ihr 80jähriges Bestehen feierte.

Programm:

Hechingen (Rundgang mit Marktbrunnen; ehem. Synagoge, jüdischer Friedhof mit dem Grab der Madame Kaulla) Haigerloch (ehem. Synagoge, jüdischer Friedhof, Haag-Viertel) Horb-Mühringen (Sitz des größten Rabbinats im Königreich Württemberg) Horb (Museum Jüdischer Betsaal) Rexingen (ehem. Synagoge) Rottenburg-Baisingen (ehem. Synagoge).

Männer werden gebeten, beim Besuch der Friedhöfe eine Kopfbedeckung zu tragen.

Leistungen:

Preis:

€ 92, pro Person

Beachten Sie bitte auch unsere Allgemeinen Hinweise, die Reisebedingungen sowie unseren Taxiservice.