Träger des Denkmalschutzpreises 1979

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Träger des Denkmalschutzpreises 1979

Drei Gebäude und ihre Besitzer erhielten 1979 den Denkmalschutzpreis (Peter-Haag-Preis) des Schwäbischen Heimatbundes. Die Spanne der Gebäude reicht vom Amtshaus zum Gerberhaus.

Die Preisträger 1979

Bürgerhaus Wangen/Allgäu, Herrenstraße 15 (16. Jh.)

Hohes Gebäude mit Staffelgiebel

Das markante Bürgerhaus mitten in der Altstadt

Dieses Haus hat Familie Kiesel-Sigerist mit den Architekten Gabler, Morlock und Seitz auf beispielhafte Weise erneuert und für die Zwecke eines modernen Wohn- und Geschäftshauses hergerichtet. Es gehört zu den zahlreichen markanten Bürgerhäusern, in denen sich Rang, Reichtum und weitgespannte Beziehungen der ehemals freien Reichsstadt widerspiegeln.

Bei der Wiederherstellung wurde in vorbildlicher Weise diese Beziehung des Hauses zum Gesamtbild der Stadt berücksichtigt; zugleich wurde ein Beispiel gegeben durch die umfassende Art der Erneuerung, die gleiches Aufmerken dem Ganzen zuwandte wie den Details, der Vorder- wie der Rückfront, den Fassaden wie den Innenräumen.

Wengerterhaus Bietigheim-Bissingen, Bei der Kelter 3 (17. Jh.)

Gesamtansicht

Die Weinbautradition in der Stadt bleibt hier sichtbar

Das Haus Bei der Kelter 3 in Bietigheim gehört zu einem Ensemble in dem die Weinbautradition der Stadt ihren städtebaulichen Ausdruck findet.

Mit der vorbildlichen Wiederherstellung dieses Hauses und seiner Nutzbarmachung für zeitgemäße Ansprüche haben Ursel und Dieter Ansorge ein Zeichen gesetzt für die Erneuerung und Aufwertung eines historisch bedeutsamen aber lange vernachlässigten Altstadtquartiers.

Den Preis erhalten Frau Ursel Ansorge und Architekt Dieter Ansorge zuerkannt.

Fabrikgebäude Albstadt-Tailfingen, Goethestraße 20 (1910)

Fabrikgebäude mit großen Fenstern für die Fabrikation

Charaktervolle Industrie-Architektur des beginnenden 20. Jahrhunderts

Die Auszeichnung gilt dem von der Erbengemeinschaft der Familien Conzelmann wiederhergestellten Fabrikgebäude. Dieses Gebäude wurde 1910 errichtet, es ist ein hervorragendes Exempel für die Industrie-Architektur des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Dieser Charakter des Gebäudes wurde bei der Erneuerung sorgfältig gewahrt. Die Besitzer verzichteten auf jede "Modernisierung" und setzten damit einen für Geschichte und Stadtbild Tailfingens bedeutsamen Akzent, der als Beispiel wirken sollte für seine Umgebung- und darüber hinaus.

(Bilder: Manfred Storck, Rupert Leser, Helmut Rominger, Bernd Langner)

Hinweise

In Heft 1 eines jeden Jahrgangs berichten wir in der Schwäbischen Heimat ausführlich über die aktuelle Preisverleihung und die Preisträger. Sonderdrucke können Sie kostenlos bei der Geschäftsstelle bestellen.

Die Preisträger werden im Spätsommer eines jeden Jahres bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet üblicherweise im Herbst in der Stadt oder Gemeinde eines der Preisträger statt.

Hier finden Sie Informationen über die Ausschreibung und Bewerbungskriterien sowie Hinweise zu den am Preis beteiligten Partnern