Schlagfertige Schützinger Schüler in der Steinhauerstube in Schmie

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Schlagfertige Schützinger Schüler in der Steinhauerstube in Schmie

Mann erklärt Kindern eine Schautafel

In der Steinhauerstube in Schmie erfuhren die Schützinger Grundschüler von Ewald Link Interessantes über die Geschichte des Steinhauerhandwerks.

Nach der praktischen Beschäftigung mit den historischen Bauweisen des Fachwerkbaus lernten die Schützinger Grundschüler im Rahmen des Projektes "Denkmalpflege macht Schule" nun noch einen weiteren wichtigen Baustoff und seine handwerkliche Bearbeitung näher kennen: Schilfsandstein, der bei vielen der Schützinger Bau- und Kleindenkmalen Verwendung fand. Diesmal erhielt das Modellprojekt des Schwäbischen Heimatbundes sogar Unterstützung aus der Nachbargemeinde Maulbronn.

Woher der Schilfsandstein kommt, erfuhren die Schülerinnen und Schüler im Maulbronner Steinbruch Lauster. Sie waren beeindruckt, in welcher Mächtigkeit hier diese geologische Schicht ansteht. Während die Steine heute maschinell abgebaut werden, mußten die Blöcke in vergangenen Zeiten in Handarbeit gebrochen werden. Auch so mancher Schützinger verdiente sich damals hier seinen Lebensunterhalt.

Weiter ging es dann zur Steinhauerstube in Schmie, in der die Erinnerungen an die vergangenen Zeiten der Sandsteingewinnung und -bearbeitung wach gehalten werden. Ewald Link vom Bürgerverein Schmie als Träger des Museums führte die interessierten Kinder durch die Ausstellung, in der sie die historischen Steinhauerwerkzeuge und beeindruckenden Beispiele alter Handwerkskunst bestaunten.

drei Kinder mit Schutzbrillen

Volle Konzentration bei der Arbeit mit Klüpfel und Meißel.

Im Hof des Museums war danach Praxis angesagt. Unter Anleitung des pensionierten Steinmetz Werner Lang aus Maulbronn erprobten die Schützinger Jungen und Mädchen die Steinbearbeitung mit Klüpfel und Meißel. Mit bewundernswerter Ausdauer bearbeiteten sie das harte Material und entlockten ihm dank der geduldigen Unterstützung von Werner Lang so filigrane Motive wie Schmetterlinge, Delfine oder Herzen. Beglückt kehrten sie mit ihren eigenhändig geschaffenen Werkstücken nach Schützingen zurück.

(Text und Fotos: Luise Lüttmann)