Gedenksteine als Projekt an Schützinger Grundschule

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Gedenksteine als Projekt an Schützinger Grundschule

Im Rahmen vom Modellprojekt "Denkmalpflege macht Schule" des Schwäbischen Heimatbundes befassten sich nach den Dritt- und Viertklässlern nun auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2 der Grundschule Schützingen mit dem Thema Kleindenkmale.

zwei Mädchen mit Metermaß an einem Grabstein

Gewissenhaft vermessen die Zweitklässler den Grabstein von Pfarrer Dr. Richard Klopfer.

Mit Meterstäben bewaffnet machten sich die 12 Zweitklässler gemeinsam mit Klassenlehrerin Bernadette Scheib und Projektleiterin Luise Lüttmann auf die Suche nach Gedenksteinen auf Schützinger Markung, um sie für die landesweite Dokumentation der Kleindenkmale erfassen zu helfen.

Sofort fiel den Kindern das Ehrenmal auf, das an die Gefallenen der beiden Weltkriege erinnert, und sie entdeckten darauf viele bekannte Namen. Auf dem Friedhof fanden sie nur noch wenige alte Grabsteine. Das stattliche Grabmal von Dr. Richard Klopfer, Pfarrer in Schützingen von 1912-1919, wurde ebenso gewissenhaft vermessen wie die drei in der Friedhofsmauer eingebauten Grabsteine, die erst im Jahre 2002 nach Beseitigung des Mauerbewuchses wieder entdeckt worden waren. Maße und Inschrift wurden dann in Erfassungsblätter eingetragen.

Die ältesten Gedenksteine entdeckten die jungen Denkmalforscher an der Schützinger Kirche: zwei Grabplatten, eine in der nördlichen Außenwand der Kirche und eine in der nördlichen Umfassungsmauer des Kirchhofes. Die lateinische Schrift konnten sie nicht entziffern, aber immerhin die römischen Jahreszahlen: Danach war Frühmesser Johannes Wechter im Jahre 1490 verstorben und Conrad Sunlin im Jahre des Herrn 1448.

Den Schülerinnen und Schülern wurde deutlich, dass solche wertvollen Zeugnisse der Geschichte erhalten und gepflegt werden müssen. Micha Weigel konnte sogar berichten, dass er bereits einen Beitrag zur Erhaltung eines Kleindenkmals geleistet hat. Gemeinsam mit Opa und Vater hat er den infolge des Sturmes "Lothar" umgestürzten Gedenkstein im Streitwald, der an die Ermordung des neunjährigen Leonhard Heilmann im Jahre 1889 erinnert, wieder aufgestellt.

(Text und Fotos: Luise Lüttmann)