Alte Bautechniken für junge Leute

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Alte Bautechniken für junge Leute

Auf dem Schulhof der Schützinger Grundschule entsteht ein Spielhaus in Fachwerkbauweise

Kinder und Erwachsene sägen für ein Fachwerkhaus

Lernen vom Fachmann: Zimmerermeister Fischer leitet die jungen Handwerker an.

Als sichtbares Zeichen des Modellprojektes "Denkmalpflege macht Schule", das vom Schwäbischen Heimatbund und dem Planungsbüro LebensRäume gemeinsam mit dem Kollegium und den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Schützingen durchgeführt wird, schmückt seit neuestem ein Fachwerkgerüst den Schulhof.

Besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang Zimmerermeister Klaus Fischer von der Schützinger Firma Holzbau Fischer, der nicht nur Holz und Abbund spendete, sondern auch Arbeitskräfte zum Aufbau des wunderschönen Häuschens zur Verfügung stellte. Dank seines Engagements kann das ehrgeizige Projekt verwirklicht werden, gemeinsam mit den Erst- bis Viertklässlern ein kleines Fachwerkhaus in historischer Bauweise zu erstellen.

Nach alter Zimmermannsart schlugen Klaus Fischer und seine Mitarbeiter Holzgerüst und Dachstuhl auf dem von fleißigen Eltern unter Regie von Oliver Wezstein erstellten Fundament auf. Durch Verzapfung wurden die Balken fachgerecht miteinander verbunden, und zügig entstand die solide Holzkonstruktion aus Schwellen, Ständern, Riegeln, Rähm, Streben und Andreaskreuz.

Kinder sitzen auf der Fachwerkkonstruktion

Die Schüler haben ihr neues Haus schon in "Besitz" genommen.

Die Dachlatten, die später die selbst gefertigten Biberschwänze tragen sollen, sägten dann die Kinder, Eltern und Lehrer zu und brachten sie auf dem Dachstuhl an. Der traditionelle geschmückte Baum durfte beim abschließenden Richtfest natürlich auch nicht fehlen.

Nun warten die jungen Handwerker darauf, die Gefache mit Flechtwerk und selbstgestampften Strohlehm schließen zu können.

(Text und Fotos: Luise Lüttmann)